HUK-COBURG Versicherungsgruppe
Coburg
| Faktoren | Kunden | Produkte | Standorte | Investitionen | IT-Systeme | Expansion | Innovationen |
| (Kauf-)Preis | X | X | X | ||||
| Kosten | X | X | X | X | X | X | X |
| Konditionen | X | X | X | ||||
| Qualität | X | X | X | X | X | X | |
| Lieferzuverlässigkeit | X | X |
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X | X | ||
| Neuartigkeit | X | X | X | X | X | X | |
| Substituierbarkeit | X | X | X |
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X | X | |
| Design | X | X |
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| Service |
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| Kulanz | X | X |
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| (vorhandenes) Netzwerk | X |
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| Regionalität | X | X | X |
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| Kapitalwert |
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| Kapazität |
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| ... |
Praxis-Tipp: Nicht immer lässt sich die Nutzwertanalyse alleine auf Basis intern erhobener Daten, Zahlen oder Zielen vornehmen. Wenn es z.B. darum geht, den Nutzen aus Kundensicht zu bestimmen, muss geklärt werden, welche Faktoren aus Kundensicht überhaupt wichtig und wie bedeutend sie für die Abnehmer sind. Es müssen also Kundenumfragen vorgenommen oder zumindest zuverlässige Informationen durch den Vertrieb erhältlich sein, der dazu ebenfalls mit Kunden sprechen muss. Ähnliches gilt für Produkte oder Innovationen.
| Nutzwertanalyse Vorteile | Nutzwertanalyse Nachteile |
| Berücksichtigung mehrerer Entscheidungsfaktoren, monetär und nicht monetär | hoher Arbeitsaufwand, daher nur für große bzw. wichtige Vorhaben sinnvoll anzuwenden |
| grundsätzlich einfach durchzuführen | bei Gewichtung, Faktorenauswahl, Punktvergabe usw. hohe subjektive Anteile |
| übersichtliche Ergebnisdarstellung durch Reduzierung auf eine Zahl, den Punktwert | dadurch ggf. Risiko der Manipulation |
| Ergebnisse werden meist im Team erarbeitet, daher hohe Akzeptanz | nicht immer ist es möglich, Alternativen mit den gleichen Faktoren zu bewerten |
| vom Untersuchungsgegenstand unabhängige Analyse möglich | |
| Hoher Lernfaktor, weil man sich mit zahlreichen inhaltlichen Punkten befassen muss, etwa wie es um Produkt- oder Servicequalität steht. Dadurch erhält man i.d.R. wichtige Hinweise auf Verbesserungen. |

Abb. 4: Auszug Tabellenblatt "Faktor 1" (Bitte klicken für Vollansicht)Hinweis: Eine direkte Bewertung monetärer Faktoren ist mit dem Schema nicht möglich. Sie müssen, damit sie in die Bewertung einfließen können, in Punkte umgerechnet werden. Dazu sind zunächst die monetären Werte zu bestimmen, die in die Bewertung einfließen sollen, z.B. die Kosten oder der Preis je Alternative. Anschließend wird eine Reihenfolge unter den Alternativen gebildet und es werden die Punkte vergeben.
Im Beispiel ist zu sehen, dass Lieferant A den günstigsten Preis bietet und somit den höchsten Punktwert erhält. Bei Investitionsrechnungen mit der Kapitalwertmethode kann man so verfahren, dass die Alternative mit dem höchsten Kapitalwert die höchste Punktzahl erhält, die mit dem zweithöchsten Wert die zweithöchste Punktzahl usw. Abhängig vom Vorhaben müssen also individuelle, für den Betrieb geeignete Vorgehensweisen und Bewertungsmöglichkeiten gefunden werden.
Praxis-Tipp: Grundsätzlich können in einem Fall wie im Beispiel auch die Gesamtkosten für die Beschaffung nach Abzügen von Rabatten und Skonto als Kriterium gewählt werden. Dann kann man z.B. in die erste Zeile statt "Preis" "Beschaffungskosten netto" einsetzen und die Volumina bei den Lieferanten eintragen und dann die Punkte vergeben. Dann können Angaben zu den Nachlässen entfallen und man muss ggf. nur noch auf die Zahlungskonditionen eingehen.
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letzte Änderung J.E. am 04.04.2023 Autor: Jörgen Erichsen Bild: Bildagentur PantherMedia / Andriy Popov |
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Herr Jörgen Erichsen
Jörgen Erichsen ist selbstständiger Unternehmensberater. Davor hat er in leitenden Funktionen in Konzernen gearbeitet, u.a. bei Johnson & Johnson und Deutscher Telekom. Er ist Autor von Fachbüchern und -artikeln rund um Rechnungswesen und Controlling. Außerdem ist er als Referent zu diesen Themen für verschiedene Träger tätig. Beim Bundesverband der Bilanzbuchhalter und Controller (BVBC) leitet Jörgen Erichsen den Arbeitskreis Controlling. |
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