DZ PRIVATBANK S.A.
Frankfurt am Main




| Kennzahl | Kennzahl |
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Durchschnittliche Lagerdauer / Tage |
Die Lagerdauer zeigt, wie lange Materialien gelagert werden. Grundsätzlich sollte auf eine geringe bzw. über eine längere Zeit sinkende Lagerdauer geachtet werden. Gelagertes Material, das länger nicht benötigt wird, bindet Kapital (es wurde ja bereits bezahlt) und dem stehen keine fakturierbaren Leistungen gegenüber. Gleichzeitig muss darauf geachtet werden, dass ein Betrieb lieferfähig bleibt; es ist also erforderlich, ein Gleichgewicht zwischen "zu viel" und "zu wenig" zu finden. |
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Auftragsbestand / Tage |
Grds. gilt: Je länger der Zeitraum, desto günstiger, da keine Umsatz- und Gewinnrückgänge drohen. Ein dauerhaft sehr hoher Auftragsbestand kann dazu führen, dass Kunden, die lange warten müssen, verärgert sind und zum Wettbewerb wechseln. Hier muss ggf. geprüft werden, ob es Sinn macht (und möglich ist) Personal einzustellen oder (noch) mehr mit Subunternehmern zusammenzuarbeiten. |
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Angebotserfolgs- quote |
Diese Kennzahl dient auch als Frühwarnindikator. Sie zeigt, wie viele Aufträge man bezogen auf angegebene Angebote erhält. Stabile bzw. sich positiv entwickelnde Ausprägungen zeugen von einer guten Wettbewerbsfähigkeit. Bei sinkenden Ausprägungen muss geprüft werden, woran es liegt und was man tun kann, um mehr Aufträge zu erhalten. |
| Bearbeitungszeit | Die Kennzahl zeigt, wie viele Aufträge in der kalkulierten Zeit erledigt wurden. Werte unter 90% deuten auf Mängel hin, z.B. in der Kalkulation oder den Abläufen, die abgestellt werden sollten. Es können auch externe Ursachen in Betracht kommen, etwa schlechtes Wetter. |
| Mitarbeiterauslastung | Diese Kennzahl zeigt, inwieweit die Beschäftigten ausgelastet sind und für Kunden arbeiten. Richtwert ist meist die Sollzeit, also die Zeit, die ein Mitarbeiter für Kunden arbeiten kann (Aufträge erledigen). Werden den Sollstunden die Iststunden, also die tatsächliche Arbeitszeit, gegenübergestellt, zeigt das, wie produktiv den Beschäftigten sind bzw. wie hoch die Auslastung im Unternehmen ist. Faustregel: Werte unter 90% zeigen, dass die Auslastung eher schlecht ist, Werte deutlich über 90-95% sind gut, zeigen aber, dass es kaum Spielraum gibt, um neue Aufträge anzunehmen. |
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Subunternehmer- quote / % |
Im Handwerk wird häufig mit Subunternehmern gearbeitet, die temporär Personal bereitstellen. Sie helfen, mögliche Engpässe oder Belastungsspitzen auszugleichen. Außerdem sind die Aufwendungen variabel; das heißt, dass man dieses Personal nur bezahlen muss, wenn die Auftragslage gut ist. In schlechten Zeiten fallen keine Kosten an. |
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Reklamations- quote / % |
Auch diese Kennzahl kann als Frühwarnindikator dienen. Sie zeigt, wie oft Kunden reklamieren. Steigende Ausprägungen sind meist ein Indikator für schlechte Qualität, zu hohe Preise oder wenig freundliches Personal. Den Ursachen sollte nachgegangen werden, etwa, indem man sich ausführlich mit den Beschwerdeführern unterhält, die häufig auch Hinweise für Verbesserungen liefern. |

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letzte Änderung J.E. am 12.09.2024 Autor: Jörgen Erichsen |
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Herr Jörgen Erichsen
Jörgen Erichsen ist selbstständiger Unternehmensberater. Davor hat er in leitenden Funktionen in Konzernen gearbeitet, u.a. bei Johnson & Johnson und Deutscher Telekom. Er ist Autor von Fachbüchern und -artikeln rund um Rechnungswesen und Controlling. Außerdem ist er als Referent zu diesen Themen für verschiedene Träger tätig. Beim Bundesverband der Bilanzbuchhalter und Controller (BVBC) leitet Jörgen Erichsen den Arbeitskreis Controlling. |
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