Smurfit Westrock GmbH Werk Rheinwelle
Kreuzau
Wichtig: Nicht immer werden alle Unterlagen verlangt, man sollte sie aber zumindest bereithalten oder kurzfristig erstellen können, wenn die Bank nachfragt. Je besser die Bank ein Unternehmen kennt und je mehr der Unternehmer die Bank über wichtige Dinge von sich aus informiert, desto eher kann man auf die Bereitstellung von Dokumenten verzichten. In jedem Fall sollte es zusätzlich noch eine Vorhabenbeschreibung mit Berechnungen geben, etwas eine Investitionsrechnung.

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Bezeichnung / Beschreibung |
Inhalte / Ergänzungen | Zeitraum | Vorhanden | Zeitansatz für Erstellung | ||
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Jahresabschluss- unterlagen |
ja | Nein | Bis... | |||
| Jahresabschlüsse | Bilanz, G+V, Anhang, Lagebericht | 2-3 Vorjahre | obligatorisch | |||
| Erläuterungen zum Jahresabschluss | Bilanz, Bericht zum Geschäftsverkauf, Ausblick auf Folgejahre | obligatorisch | ||||
| Betriebswirtschaftliche Auswertungen |
aktuell sowie 2-3 Vorjahre |
obligatorisch |
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| Kennzahlen | Auswahl wichtiger Finanzkennzahlen, z.B. EBIT-Rendite, Gesamtkapitalrendite, Liquitätsgrade, Schuldentilgungsdauer, Cashflow, Eigenkapitalquote |
2-3 Vorjahre und Ausblick |
obligatorisch |
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| Forderungsaufstellung | ggf. untergliedert nach Kunden (abhängig von Einzelforderung) |
min. akt. Jahr ggf. Vorjahre |
sollte vorliegen bzw. innerhalb 1-2 Wochen nachreichen | |||
| Verindlichkeitenaufstellung |
ggf. untergliedert nach Fristigkeiten und Gläubigern |
min. akt. Jahr ggf. Vorjahre |
obligatorisch |
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| Vorratsvermögen | ggf. untergliedert nach Produkten und Altersstruktur, auftragsgebundene Vorräte | aktuell |
obligatorisch |
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| Summen- und Saldenliste |
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obligatorisch |
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| Debitoren und Kreditoren | Aufgliederung u.a. in Forderungen aus L+L und sonstige Forderungen, Altersstruktur, Wertberichtigung, Factoring, Beziehung zu verbundenen Unternehmen, Währungs- und Exportrisiken |
aktuell |
sollte vorliegen bzw. innerhalb 1-2 Wochen nachreichen |
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| Aufstellung wesentlicher Geschäftsvorfälle | vor allem außerordentlich und aperiodisch, z.B. Sondereinflüsse von Großkunden, Subventionen, Restrukturierung |
aktuell |
obligatorisch | |||
| Sicherheiten und Garantien | Bürgschaften, Grundstücke, Gebäude, Wertpapiere, Anlagegüter, Achtung: Im Vorfeld auf Veränderungen überprüfen und Sicherheiten zurückhalten! |
aktuell |
sollte vorliegen bzw. innerhalb 1-2 Wochen nachreichen |
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| Planungsunterlagen | ||||||
| Operative Planung | Umsätze, Kosten, Gewinn, Kapazität, Personal, Liquidität, Cash-Flow, mit Mengengerüsten, auf Monatsbasis, ab Jahr 2 Quartale, Planbilanz, Plan-G+V | mind. 2 Jahre |
obligatorisch |
|||
| Invesitionsplanung | Untergliedert nach Art der Vorhaben, bei größeren Projekten mit Investitionsrechnung | min. 2-3 Jahre Folgejahre |
obligatorisch |
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| Strategische Planung | langfristige Ziele und Strategien | ca. 5 Jahre |
sollte vorliegen bzw. innerhalb 1-2 Wochen nachreichen |
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| Unternehmensbeschreibung | Unternehmenszweck, Produkte, Märkte, Kunden, Wettbewerb, Besonderheiten |
|
oft fakultativ, max. 4-8 Wochen | |||
|
Soll-ist-Vergleiche Zur Analyse der Planungs- qualität |
soweit früher Planung erstellt wurden |
für Planungs-zeiträume |
obligatorisch |
|||
| Angaben zur Innovationsfähigkeit, ggf. Übersicht Patente, Lizenzen | vor allem in innovativen Branchen mit kurzen Produktlebenszyklen |
aktuell |
sollte vorliegen, < 1 Woche | |||
| Risikobeschreibungen mit Lösungsansätzen | Spezifische Unternehmensrisiken, z.B. Währung, Abhängigkeiten, Umwelt, Haftung, Konjunktur, Notfallordner für den Fall, dass der Unternehmer ausfällt | meist obligatorisch | ||||
| Bericht zur Branche und Ausblick auf Folgejahre (soweit nicht JA) | Wachstumsraten, Konjunkturaussichten, Brenchmark, Plausibilitätsabgleich | aktuell | meist obligatorisch | |||
| Weitere Unterlagen | ||||||
| Personal (Geschäftsführer, Inhaber, Führungskräfte, wichtige Mitarbeiter) | Lebensläufe, Zeugnisse, Qualifikationsnachweise, belegbare Erfolge (Produkteinführungen, Gewinnsteigerungen), Verträge, Betriebsvereinbarungen, Anteile, offene Verfahren, Fluktuation |
aktuell |
sollte vorliegen o. innerhalb 2-3 Tagen liefern | |||
| Organisation und Rechnungswesen | Organigramm, ggf. mit Tochtergesellschaften und verbundenen Unternehmen, Beschreibung organisation Rechnungswesen und Controlling, Buchführungs- und EDV-Systeme, Konten-/ Kostenstellenplan, Kalkulation/Nachkalkulation, Bilanzierungsvorschriften | sollte vorliegen o. innerhalb 2-3 Tagen liefern | ||||
| Auftragslage | Auftragseingänge, Auftragsbestand, ggf. auch rückblickend für 2-3 Jahre |
sollte vorliegen o. innerhalb 2-3 Tagen liefern |
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| Beteiligungsübersicht | ggf. mit Handelsregisterauszügen für Tochter/Niederlassungen | muss vorliegen | ||||
| Eigentums-/ Besitzverhältnisse | Gesellschaftlerstruktur, Anteile, soweit nicht Personal, inkl. besondere Regelungen, z.B. Stimm- oder Vorverkaufsrechte | muss vorliegen | ||||
| Private Steuerbescheide der letzten 2-3 Jahre | ggf. Entwicklung Privatvermögen, Schulden, Eigentumsverhältnissen | max. 1 Woche | ||||
| Produkte | Produktportfolio, Altersstruktur, Produktionsverfahren, F+E |
sollte vorliegen o. innerhalb 2-3 Tagen liefern |
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| Versicherungen | Geschäftlich und privat, z.B. Haftplicht, D&O, Geschäftsbegäude, Rechtsschutz, Betriebsinhalte Betriebsunterbrechung, Lebensversicherungen |
sollte vorliegen o. innerhalb 2-3 Tagen liefern |
||||
| Verträge | Soweit vorhanden mindestens: Gesellschafter-, Beherrschungs-, Berater-, Gewinnabführungsvertrag, Verträge mit wichtigen Kunden, Lieferanten, Kooperationspartnern, Miete, Pacht, Lizenzen, Betriebsvereinbarungen, Darlehen, Forderungsverzicht |
sollte vorliegen o. innerhalb 2-3 Tagen liefern |
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| Grundbuchauszüge ggf. Wertgutachten | Alle Firmengrundstücke, ggf. bei Bank Notwendigkeit erfragen | 2-4 Wochen | ||||
| Ggf. Unterlagen zu Zertifizierung, Qualitätsmanagement | Falls vorhanden, verbessert das oft das Rating. Wichtig für kleinere Betriebe: Solle Großkunden / -lieferanten als Partner gewonnen werden, ist Zertifizierung oft Pflicht. |
aktuell |
2-3 Monate, individuell | |||
| Kennzahl | Formelvorschlag | Orientierungswerte | Eigene Werte |
| Umsatzrendite | Gewinn * 100 / Nettoumsatz | Mindestens Branchenwert oder besser | |
| EBIT-Rendite | Ergebnis vor Steuern und Zinsen * 100 / Nettoumsatz | Mindestens Branchenwert oder besser | |
| Cashflow-Rendite | Cashflow * 100 / Nettoumsatz | Mindestens Branchenwert oder besser | |
| Cashflow im engeren Sinn | Gewinn + Abschreibungen +/- Veränderung langfristige Rückstellungen | Mindestens Branchenwert oder besser | |
| Gesamtkapital-Rendite | (Gewinn + Zinsen) * 100 / Gesamtkapital | Mindestens 8 bis 10 % | |
| Liquiditätsgrad II | (Liquide Mittel + Forderungen) * 100 / kurzfristige Verbindlichkeiten | 120 bis 150 % | |
| Liquiditätsgrad III | Umlaufvermögen * 100 / kurzfristige Verbindlichkeiten | 150 bis 200 % | |
| Schuldentilgungsdauer | (Fremdkapital – liquide Mittel) / Cashflow | 3 Jahre top, 5 gut, 10 ausreichend | |
| Eigenkapitalquote | Eigenkapital * 100 / Gesamtkapital; | Möglichst > 20 bis 25 % | |
| Debitorenlaufzeit | Forderungen * 360 / Nettoumsatz | Nah am Standard-Zahlungsziel, z.B. 30 Tage | |
| Kreditorenlaufzeit | Verbindlichkeiten Lieferungen / Leistungen * 360 / | Mögl. größer als Standard-Zahlungsziel | |
| Kapitalumschlag | Nettoumsatz / Gesamtkapital | >1 |
Beispiel: Ein Kredit zu einem Zinssatz von z.B. 3 % nur gewährt, wenn die Eigenkapitalquote mindestens 25 %, die Gesamtkapitalrendite mindestens 9 % oder die Schuldentilgungsdauer maximal 6 Jahre beträgt, muss man als Unternehmen darauf achten, dass die Werte nicht unterschritten werden.
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letzte Änderung J.E. am 24.01.2023 Autor: Jörgen Erichsen Bild: Bildagentur PantherMedia / Falko Matte |
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Herr Jörgen Erichsen
Jörgen Erichsen ist selbstständiger Unternehmensberater. Davor hat er in leitenden Funktionen in Konzernen gearbeitet, u.a. bei Johnson & Johnson und Deutscher Telekom. Er ist Autor von Fachbüchern und -artikeln rund um Rechnungswesen und Controlling. Außerdem ist er als Referent zu diesen Themen für verschiedene Träger tätig. Beim Bundesverband der Bilanzbuchhalter und Controller (BVBC) leitet Jörgen Erichsen den Arbeitskreis Controlling. |
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25.10.2011 08:05:55 - Birgitt Brodoehl
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