Kalkulation mit Normalzuschlagsätzen: Lösung Aufgabe 4.5.1

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Dipl. Volkswirt Friedrich Schnepf
Lösung der Aufgabe zum Kapitel "Kalkulation mit Normalzuschlagsätzen":

Lösung zur Aufgabe 4.5.1

Kostenart Betrag Mat. Fert. Verw. Vertr.
Summe Gemeinkost. 207.220 18.300 121.800 39.584 27.536
Zuschl. Grl.
122.000 84.000 344.200 344.200
Ist–Zuschl.
15,00 % 145,00 % 11,50 % 8,00 %
Normal–Zuschl.
10,00 % 150,00 % 12,00 % 7,00 %
Normal-GK
12.200 126.000 41.076 23.961
Über–/Unterdeck.   –6.100 4.200 1.492 –3.575
Gesamt Über–/Unterdeckung:   –3.983

HK Umsatz auf Normalkostenbasis:

HK. Prod.: 344.200
Veränd.: –1.900
HK. UMS 342.300

Kalkulationsschema:

  Ist Normal Über–/Unterd.
MEK 122.000 122.000  
MGK 18.300 12.200 –6.100
FEK 84.000 84.000  
FGK 121.800 126.000 4.200
HK der Produktion 346.100 344.200
+ Minder. 2.900 2.900  
– Mehrung 4.800 4.800  
HK des Umsatzes 344.200 342.300  
VWGK 39.584 41.076 1.492
VTGK 27.536 23.961 –3.575
SK 411.320 407.337 –3.983

Beschreibung des Lösungswegs:

  1. Zunächst werden im BAB die Zuschlagsgrundlagen im Material– und Fertigungsbereich eingetragen und die Zuschlagsätze für diese beiden Bereiche berechnet.
  2. Im Verwaltungs– und Vertriebsbereich gelten die Herstellkosten des Umsatzes als Zuschlagsgrundlage, die jetzt zunächst im Kalkulationsschema zu berechnen sind. In der Spalte Istkosten des Kalkulationsschemas werden daher zunächst die Herstellkosten der Produktion ermittelt aus denen unter Berücksichtigung der Bestandsveränderungen an fertigen und unfertigen Erzeugnissen die Herstellkosten des Umsatzes errechnet werden. Diese werden dann im BAB in die Spalten Verwaltung und Vertrieb als Zuschlagsgrundlage eingetragen. Nun können auch für diese beiden Kostenbereiche die Ist–Zuschlagsätze ermittelt werden.
  3. Die Spalte Istkosten kann nun im Kalkulationsschema vervollständigt werden, die Selbstkosten des Umsatzes auf Istkostenbasis in Höhe von 411.320 können ermittelt werden.
  4. Nun werden die Normalzuschlagsätze aus der Aufgabenstellung in die entsprechende Zeile des BAB eingetragen
  5. Im nächsten Schritt können nun für den Material– und Fertigungsbereich die Normalgemeinkosten ermittelt werden. Die Berechnung erfolgt durch Multiplikation der Normalzuschlagsätze mit den entsprechenden Zuschlagsgrundlagen. Für den Materialbereich: 122.000 × 0,1 = 12.200. Für den Fertigungsbereich: 84.000 × 1,5 = 126.000
  6. Nun werden im Kalkulationsschema in der Spalte Normalkosten die Herstellkosten des Umsatzes auf Normalkostenbasis ermittelt und diese werden dann als Zuschlagsgrundlage für den Verwaltungs– und Vertriebsbereich in den BAB eingetragen. Jetzt lassen sich auch für diese beiden Bereiche die Normal–Gemeinkosten ermitteln.
  7. Durch Subtraktion (Normalkosten – Istkosten) werden nun die Über- bzw. Unterdeckungen für alle vier Bereiche errechnet.
  8. Zum Schluss wird noch die Spalte "Normalkosten" im Kalkulationsschema vervollständigt, so dass sich die Selbstkosten des Umsatzes auf Normalkostenbasis ergeben. Zur Kontrolle können natürlich auch im Kalkulationsschema die über– und Unterdeckungen aller Bereiche ermittelt werden.

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letzte Änderung W.V.R. am 11.01.2025
Autor:  Dipl. Volkswirt Friedrich Schnepf

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