70.000 Euro Kosten für offene Stellen

Zahl der unbesetzten Stellen steigt weiter an

Eine unbesetzte Stelle kostet Arbeitgeber im Schnitt 29.000 Euro, in großen Unternehmen sogar mehr als 73.000 Euro. Das zeigen neue Berechnungen des Online-Jobportals StepStone. Unternehmen müssen sich auf einen weiteren Anstieg der Kosten gefasst machen. Das Portal verzeichnete im März 2022 einen erneuten Anstieg der Zahl der offenen Stellen.

Im März blieben 55 Prozent mehr auf StepStone inserierte Arbeitsstellen unbesetzt als im März des Vorjahres. In Bereichen wie Personal (+85 Prozent), Logistik (+82 Prozent), Pflege (+70 Prozent) und Handwerk (+67 Prozent) entwickelte sich die Nachfrage sogar überdurchschnittlich. Das Portal wertet diesen Anstieg in einer aktuellen Presseinformation als weiteren Indikator für die zunehmende "Arbeiterlosigkeit" auf dem deutschen Arbeitsmarkt.

Bewerberinnen und Bewerber hätten zunehmend die Wahl zwischen mehreren Arbeitgebern. Mit einer Umkehr des Trends sei auf Jahrzehnte nicht zu rechnen, erklärt StepStone-Experte Tobias Zimmermann. "In den nächsten Jahren wird die Zahl der offenen Jobs weiter steigen, denn die Erwerbsbevölkerung schrumpft dramatisch. Das Problem der Zukunft heißt nicht mehr Arbeitslosigkeit, sondern Arbeiterlosigkeit. Das wird die Machtverhältnisse grundlegend verändern – zugunsten der Arbeitnehmerinnen."


Unbesetzte Stellen: Kostenfaktor in Unternehmen

Für Unternehmen entwickelt sich der Arbeitskräftemangel zum echten Kostenfaktor. Laut einer neuen StepStone-Analyse liegen die Kosten, die eine unbesetzte Stelle für das Unternehmen verursacht, bei durchschnittlich 29.000 Euro. Dafür multipizierten die StepStone-Experten das Gehalt pro Tag mit der Dauer der Vakanz in Tagen. In Unternehmen mit mehr als 250 Mitarbeitenden liegen die Kosten demnach sogar bei über 73.000 Euro.

Besonders teuer ist der leere Schreibtisch im Gesundheitsbereich, wo die "Cost of Vacancy" bei durchschnittlich rund 37.700 Euro liegt, sowie in der IT (37.300 Euro) und im Vertrieb (36.600 Euro). Aber auch im Handwerk (32.600 Euro) und in der Produktion (30.800 Euro) kostet die Arbeiterlosigkeit Unternehmen viel Geld.

Erstellt von (Name) W.V.R. am 03.05.2022
Geändert: 13.05.2022 10:04:04
Autor:  Wolff von Rechenberg
Quelle:  StepStone
Bild:  Bildagentur PantherMedia / vlad star
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