Bundesanstalt für Immobilienaufgaben
Bonn
Fast alle Unternehmer und Controller werden sich bei der Vorlage von Kennzahlen schon ein- oder auch mehrmals die Frage gestellt haben, ob die Ergebnisse, die im Reporting dargestellt werden, korrekt sind. Weichen aktuelle Ergebnisse z.B. von bisherigen Resultaten deutlich ab, stellt sich u.U. ein ungutes Gefühl ein, zumindest, wenn man im Berichtszeitraum nichts von außergewöhnlichen Ereignissen weiß.
Stimmen die Zahlen also oder muss man annehmen, dass es Fehler gab und gibt, etwa in der Zusammenstellung oder bei der Erfassung der Zahlen? Und wenn ja, wo soll man suchen? In welchen Fällen sollte man unbedingt immer genauer hinsehen? Und was kann man tun, um Fehler zu vermeiden oder zumindest in den Auswirkungen zu begrenzen?
Die Praxis zeigt zwar, dass es quasi unmöglich ist, vollkommen fehlerfrei zu arbeiten. Das bedeutet, dass es im Reporting immer Fehler geben kann oder es sie gibt.
Beispiel 1:
Ein Unternehmen hat das Ziel, eine Umsatzrendite von 10% zu erreichen. Der gewünschte Gewinn beträgt bei 1 Mio. Euro Umsatz 100.000 Euro. In der Berichtsperiode wurden die gewünschten 10% Umsatzrendite erreicht. Allerdings betrug der Gewinn 90.000 Euro, der Umsatz 900.000 Euro. Hier gibt es sowohl beim Umsatz als auch beim Gewinn Probleme.
Beispiel 2:
Ein Unternehmen plant einen Materialverbrauch von 1 Mio. Euro. Der Verbrauch setzt sich aus 100.000 Stück zu 10 Euro zusammen. Im Berichtsmonat wird ein Materialverbrauch von rd. 1. Mio. Euro ausgewiesen; auf den ersten Blick ist alles in Ordnung. Allerdings wurden rund 110.000 Stück benötigt, was durch einen günstigeren Einkauf von 9,10 Euro pro Stück ausgeglichen werden konnte. Auch hier gibt es für den Betrieb Probleme, obwohl der Zielwert erreicht wurde.
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