Aufwand und Kosten, Ertrag und Leistung: Lösung Aufgabe 3.5.1

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Dipl. Volkswirt Friedrich Schnepf
Lösung der Aufgabe zum Kapitel "Aufwand und Kosten, Ertrag und Leistung":

Lösung zur Aufgabe 3.5.1

  Sachverhalt
1. 2. 3. 4. 5. 6.
Auszahlung 7.000 9.000 9.000 0 0 80.000
Ausgabe 7.000 15.000 0 0 0 300.000
Aufwand 7.000 0 0 18.000 0 3.125
Kosten 7.000 0 0 21.000 8.000 2.500

Erläuterungen:

1. Aussage

Durch die Überweisung des Geschäftsführergehaltes verringert sich der Kassenbestand, das Giralgeld nimmt ab. Es handelt sich also um eine Auszahlung. Da das Giralgeld Bestandteil des Geldvermögens ist, verringert sich ebenfalls das Geldvermögen, es handelt sich also auch um eine Ausgabe. Gehaltszahlungen verringern den Gewinn eines Unternehmens, stellen also Aufwand dar. Bei dem Gehalt des Geschäftsführers handelt es sich um Zweckaufwand, der kostengleich ist. Das Gehalt stellt also ebenfalls Kosten dar.

2. Aussage

Bei Lieferung wird das Leder auf dem Bestandskonto "Rohstoffe" aktiviert, die Gegenbuchung erfolgt auf einem Verbindlichkeitskonto. Die Verbindlichkeiten nehmen also um 15.000 € zu, damit verringert sich das Geldvermögen um 15.000 €. Es liegt eine Ausgabe vor.

Im Moment der Zahlung verringert sich der Kassenbestand um 9.000 €, da das Giralgeld um diesen Betrag abnimmt. Also findet eine Auszahlung in Höhe von 9.000 € statt. Das Geldvermögen des Unternehmens verändert sich durch die Auszahlung nicht, da sich die Verbindlichkeiten um den gleichen Betrag reduzieren.

3. Aussage

Im Dezember des Vorjahres führte dieser Geschäftsvorfall zu einer Ausgabe, da sich die Verbindlichkeiten des Unternehmens um 9.000 € erhöhten, womit das Geldvermögen um den gleichen Betrag abnahm. Im Februar verringert sich dann bei Zahlung lediglich der Kassenbestand, also liegt eine Auszahlung vor. Das Geldvermögen bleibt im Februar unverändert, da sich die Verbindlichkeiten um den gleichen Betrag wie der Kassenbestand reduzieren.

4. Aussage

Der Rohstoffverbrauch ist in der Finanzbuchhaltung mit Anschaffungskosten, also mit 30,00 € zu bewerten. Der Aufwand beträgt also 30 × 600 = 18.000 €. Kostenrechnerisch wird ein Verrechnungspreis von 35 € angesetzt, also beträgt der in der Kalkulation zu berücksichtigende Betrag 35 × 600 = 21.000 €. Die Auszahlung und Ausgabe lagen im November des Vorjahres.

5. Aussage

Da im Februar tatsächlich keine Risiken eingetreten sind, darf kein Aufwand erfasst werden. Kostenrechnerisch ist jedoch der monatliche Durchschnittswert von 8.000 € zu berücksichtigen. Es handelt sich also um reine Zusatzkosten.

6. Aussage

Im Moment der Anschaffung der Maschine erhöhen sich die Verbindlichkeiten um 300.000 €, der Geschäftsvorfall verringert das Geldvermögen um den gleichen Betrag, es liegt eine Ausgabe vor. Bei Zahlung der 80.000 € verringert sich der Kassenbestand, es liegt eine Auszahlung vor.

Da im Moment der Zahlung sowohl Kassenbestand wie Verbindlichkeiten um den gleichen Betrag abnehmen, ändert sich das Geldvermögen durch diesen Geschäftsvorfall nicht. Die bilanzielle AfA in Höhe von 3.125 € stellt Aufwand dar. Kostenrechnerisch ist die Abschreibung von den Wiederbeschaffungskosten vorzunehmen und auf 12 Jahre zu verteilen. Es sind also jährlich 30.000 € und monatlich 2.500 € kalkulatorische Abschreibungen anzusetzen.
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letzte Änderung W.V.R. am 11.01.2025
Autor:  Dipl. Volkswirt Friedrich Schnepf

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