
Was sind die angesagten Themen im Bereich
Controlling Excellence im Jahr 2026? Auf einer Skala von 0-10: In welchen Branchen ist der Handlungsdruck am größten?
Jens Ekopf, Leiter Business Performance Improvement und Managing Partner bei
Dr. Wieselhuber & Partner (W&P), wagt eine
Prognose – im W&P Trendradar. "Modernes Controlling bedeutet
Business Partnering – Entscheidungen gezielt vorbereiten und Handlungsspielräume aufzeigen. Technologie verbindet Daten integrativ entlang der Wertschöpfungskette End-to-End", sagt Ekopf.
Daten steuern Business Intelligence
In vielen mittelständischen Unternehmen schlummern
enorme Datenpotenziale – verteilt über ERP-, Produktions- und CRM-Systeme. Die Zukunft des Controllings liegt darin, diese Daten zu verknüpfen und aktiv für die Steuerung zu nutzen. Business-Intelligence-Tools ermöglichen es, Kennzahlen nicht nur rückblickend zu analysieren, sondern
Prognosen, Szenarien und Handlungsalternativen datenbasiert abzuleiten. So wird das Controlling vom reinen Datensammler zum echten Business-Partner und internem Managementberater: Es liefert Orientierung, erkennt Chancen frühzeitig und schafft die Grundlage für faktengetriebene Entscheidungen.
KI² - Künstliche Intelligenz hoch 2
Künstliche Intelligenz hält zunehmend Einzug in Planung und Forecasting. Algorithmen analysieren historische Daten, erkennen Muster und liefern präzise Prognosen. Im Mittelstand bedeutet das: weniger manuelle Excel-Arbeit, mehr
Fokus auf
Bewertung und Handlungsempfehlung. Predictive Analytics ermöglicht dynamische Forecasts und ein vorausschauendes Risikomanagement, das auf Veränderungen sofort reagiert. So erkennt das Controlling Abweichungen frühzeitig, nutzt Handlungsspielräume gezielt und erhöht die Reaktionsgeschwindigkeit des Unternehmens.
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Prozessmanagement 2.0
Die klassische Trennung von Fachbereichen und Systemen löst sich zunehmend auf.
Digital integrierte Steuerungsprozesse verbinden Einkauf, Produktion, Vertrieb und Finanzen zu einer durchgängigen Informationskette. Echtzeitdaten zu Aufträgen, Beständen oder Deckungsbeiträgen schaffen
neue Transparenz. Für viele Familienunternehmen ist das ein wichtiger Schritt hin zu strukturiertem Business-Performance-Management – weniger Bauchgefühl, mehr Fakten. Der Erfolg solcher Initiativen hängt dabei weniger von der Technologie ab als von der Fähigkeit, Prozesse ganzheitlich zu denken und Schnittstellen sauber zu gestalten.
Steuerung – weg von reinen Finanzkennzahlen
ESG-Vorgaben verändern die Steuerungslogik mittelständischer Unternehmen grundlegend. Neben klassischen Finanzkennzahlen gewinnen ökologische und soziale Messgrößen an Bedeutung.
Digitale Lösungen erfassen CO₂-Emissionen, Energieverbräuche oder Lieferkettenrisiken automatisiert und integrieren sie in die Berichterstattung. Das Controlling wird so zum Gestalter
nachhaltiger Wertschöpfung: Es schafft Transparenz, quantifiziert Nachhaltigkeit und übersetzt sie in ökonomische Zielgrößen. Wer frühzeitig digitale Strukturen etabliert, sichert sich Glaubwürdigkeit und regulatorische Sicherheit.
Controlling wird Enabler
Cloudlösungen und
Self-Service-Tools verändern die Rolle des Controllings nachhaltig. Daten stehen orts- und systemübergreifend zur Verfügung, Analysen lassen sich flexibel erstellen – auch von Fachabteilungen. Das Controlling entwickelt sich damit zum Enabler: Es definiert (Governance-)Standards, sorgt für Datenqualität und befähigt andere zu fundierten Entscheidungen. Diese
Demokratisierung von Daten erhöht Geschwindigkeit, Transparenz und Effizienz – zentrale Erfolgsfaktoren in einem zunehmend digitalen und volatilen Marktumfeld,. Gleichzeitig steigt die Verantwortung des Controllings deutlich.
Handlungsdruck im Bereich Restrukturierung und Sanierung nach Branchen
In der Prognose ist der
Handlungsdruck im Bereich
Restrukturierung und Sanierung in den Branchen "Industriegüter", "Konsumgüter", "Chemie und Kunststoffe" (jeweils 9 auf einer Skala von 0 bis 10) und "Automotive" (8) am höchsten. Am wenigsten mit diesem Problem zu tun haben Unternehmen in den Branchen "Sport, Mode, Luxus" (5) und "Real Estate" (4).
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Erstellt von (Name) S.P. am 26.11.2025
Geändert: 26.11.2025 10:55:06
Autor:
S. P.
Quelle:
Dr. Wieselhuber & Partner (W&P)
Bild:
Jens Ekopf, Quelle: Dr. Wieselhuber & Partner (W&P)
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