Break-Even-Point Berechnung

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[ geschlossen ] Break-Even-Point Berechnung
Also, ich habs probiert - doch keines der 8 Ergebnisse passt. Daraufhin hab ich den Herausgeber dieser Aufgabe
gebeten, mir mal zu schreiben, worans hapert.

Diese ist z.zt. noch in Urlaub und hat u.a. folgendes geschrieben

"Die Rechnung, die ich da gerade gelesen habe ist allerdings nicht annähernd genau genug, um den Geochecker zufrieden zu stellen. Die genauen Fehler, die da gemacht wurden werd ich dann zu Hause sorgsam raussuchen und dir dann Bescheid geben.
In der zwischenzeit empfehle ich die Literatur "Modern Financial Management" von Ross, Westerfield, Jaffe, Jordan! Da steht zwar nicht die Aufgabe samt Lösung drin, allerdings die Grundlagen und Formeln, die zur Berechnung nötig sind."

jetzt seid ihr Experten wieder gefragt - wie gesagt - für mich nur böhmische Dörfer - nur Bahnhof

iseiba
Hi!
Ich hab die Aufgabe gestellt und wurde von iseiba darum gebeten mal ne Stellung zu beziehen und ein bisschen zu helfen.
Also hier nochmal ein paar Infos zur Aufgabe: Für die Lösung muss man alle Angaben benutzen, jedoch keine neuen hinzufügen (Mehrwertsteuer wird zum Beispiel ausser Acht gelassen, deshalb gibts dazu auch keine Angabe). Das Investment ins Nettoumlaufvermögen erfolgt einmalig in T0, bleibt für 5 Jahre dadrin und wird danach zum Nennwert wieder ausgezahlt (hierbei darf man natürlich den Diskontierungssatz nicht vergessen). Die Abschreibungen erfolgen linear, so dass der Buchwert nach 5 Perioden gleich null ist. Die Maschine wird danach verkauft (das ist wieder ein eigener Vorgang und hat keine Auswirkung auf die sonstigen Abschreibungsbeträge). Der Steuersatz ist natürlich zu beachten, und beachtet bitte auch, dass eine Zahlung, die in fünf Jahren erfolgt zum Zeitpunkt T0 weniger wert ist (dafür gibts den Diskontierungssatz)
Nach der Methode, die ich gelernt habe und die ich auch angewendet habe, um die Aufgabe zu erstellen, errechnet man zuerst den CF, der pro Jahr erfolgen muss damit genau kein Verlust entsteht. Im zweiten Schritt kann man dann ausrechnen wieviele Enten verkauft werden müssen, damit genau dieser CF entsteht.
Ich hoffe ich konnte hiermit ein wenig weiterhelfen, falls aber doch noch Fragen da sind: immer her damit ;)
MfG
Döds
Hallo Döds

Wenn ich dich richtig Verstehe sieht dein Lösungsweg so aus:

1. Ermittlung der Zahlungsreihe aller Auszahlungen

2. Berechnung des zugehörigen NPV

3. Ermittlung der Annuität die (bis auf Vorzeichen) den gleichen NPV liefert.

4. Ermittlung der Anz. Enten die obige Annuität generiert.

Das ist sicherlich das Vorgehen, dass aus Sicht der Theorie das richtige Ergebnis liefert.

Hier mein Einwand: "um zumindest keinen Verlust zu machen. " Suggeriert in meinen Augen die Betrachtung von Kosten und Erlösen. Folglich scheint die klassische Break-Even-Analyse, wie sie in der Fachinfo beschrieben wird, gefordert zu sein. Deine Lösung mittels DCF-Verfahren spielt sich auf Zahlungsebene ab.
Da hätte ich als Fragestellung etwas erwartet wie: Welche Anzahl Enten muss pro Periode verkauft werden, damit das Projekt "Enten" einen NPV=0 generiert.
Definitiv eine schöne Fragestellung, überfordert  und frustriert folglich jedoch die meisten Geocacher ohne Studium mit Schwerpunkt Finance/Controlling.

Gruß
Helping Hand
Naja, damit der BEP erreicht wird muss ja der NPV folglich 0 sein. Aber vielleicht formuliere ich da nochmal ne Alternativ-Fragestellung, um mögliche Missverständnisse zu vermeiden ;)
Bearbeitet: Döds - 02.09.2010 16:54:50
Da es sich um eine Produktionsanlage handelt ist die Abnutzung abhängig von der produzierten Menge. Aus der Wahl der Abschreibungsmethode kann man schließen das jedes Jahr die selbe Menge Produziert werden soll.
Um das zu erreichen werden die Investitionskosten aufgezinst mit den internen Zinsfuß und gleichmäßig über die Laufzeit verteilt.
x*(1+i)^n/n -> 250000 * 1,12^5/5 = 88.117,08 €
Für die Investition ins Anlagevermögen das selbe 8.811,70 €

Versteuert wird nur der Gewinn, d.h. die Gewinnerwartung des Unternehmers. In diesem Fall also die interne Verzinsung.
Wir bilden also die Summe der obigen Beträge und ziehen die Abschreibung ab.
88.117,08 € + 8.811,70 € - 50.000 € = 46.928,79 €

Darauf berechnen wir die Steuer. Dabei muss beachtet werden, dass Steuern von 100% berechnet werden und dann abgezogen werden.
In diesem Fall ergibt sich also ein kleiner Dreisatz: 100% = 46.928,79 € + 38% Steuern
46.928,79 € *0,38 / (1- 0,38) = 28.762,80 € - Probe: 75.691,60 € (46.928,79 € + 28.762,80 €) * 0,38 = 28.762,80 €

Addieren wir noch die Fixkosten pro Jahr von 100.000 € dazu, erhalten wir Fixkosten von 175.691,60 € für die ersten 4 Jahre. Im fünften Jahre erhalten wir einen Gewinn durch den Verkauf der Maschine, dieser muss natürlich nicht durch die Produkte erwirtschaftet werden deshalb ziehen wir ihn an dieser Stelle heraus.
Für t05 ergeben sich also Fixkosten in Höhe von 140691,60 € ( 175.691,60 € - 35.000 €)

Die Fixkosten werden  nun durch den Deckungsbeitrag pro Stück geteilt.
Der Deckungsbeitrag pro Stück ergibt sich aus dem Verkaufspreis minus variable Kosten.
Hier also: 6,95 € - 2,00 € = 4,95 €

Für t01 bis t05 also 35.493,25 Stück pro Jahr, da es keine halben Produkte gibt muss aufgerundet werden. Somit müssen 35,494 Enten produziert werden.
Im fünften Jahre müssen es nur 28.423 Enten sein.

Für die gesamte Investition ergibt sich eine BEM von 170.399 Stück.

Zu beachten ist das die BEM davon abhängt, wie produziert wird und welches Abschreibungsmodell verwendet wird. Das Handelsrecht schreibt keine Abschreibungsmethode vor, während das Steuerrecht in den Abschreibungsmethoden begrenzt ist.
Ne, es soll jedes Jahr die gleiche Anzahl Enten produziert werden! Da die Aufgabe anscheinend so schwierig ist habe ich das ganze vereinfacht.. Mit der neuen aufgabenstellung sollte selbst iseiba ohne bwl-kenntnisse fertig werden ;)
MfG Döds
ist ja toll, dass sich der Cacheowner sich direkt im Forum meldet obwohl er von mir nicht den Link bekommen hat.

aber trotzdem: das ganze ist höhere Finanzmathematik

hier nochmals die Beschreibung der Aufgabe

Herr W.Asserratte plant die 250.000€ Investitionskosten für die Produktionsanlagen linear über 5 Jahre komplett abzuschreiben. Er hat sich ausgerechnet, dass 100.000€ an Fixkosten pro Jahr auf ihn zukommen und dass ausserdem 2€ Materialkosten pro Quietscheente fällig werden. Als Preis für die fertige Ente veranschlagt er 6.95€. Dann überlegt er sich, wieviele Enten er nun unter Berücksichtigung des Diskontierungssatzes (12%) und dem Unternehmenssteuersatz (38%) pro Jahr produzieren und verkaufen muss, um zumindest keinen Verlust zu machen. Nachdem er lange hin und her gerechnet hat gibt er entmutigt auf. So sehr er auch Fachmann bei Quietscheenten ist, den Break-Even-Point kann er einfach nicht errechnen...

Und hier bist du gefragt! Vielleicht kannst du ihm helfen, damit sein Wunsch nach der perfekten Quietscheente endlich wahr wird?

Nachdem du das Ergebnis auf eine ganze Zahl gerundet hast ( eine halbe Ente kann Herr W. Asserratte ja schlecht verkaufen ) hat es die Form ABCDE

Den Cache findest du dann bei

N48° 33.(E-1) (D+1) B


Hinweis:
 
I(der Maschine) = EAC * (Annuity Factor) ||||| EAC = (P*Q - vc*Q - FC) * (1-t) + t*D||||| Bei der zweiten Formel ist Q die Produktionsmenge und t der Steuersatz


jetzt seid ihr Experten gefragt.

wer mir hier bitte weiterhelfen kann bin ich sehr dankbar
:wink1:  :wink1: weiss keiner wie das gerechnet wird  :?:  :denk:
Hallo,

es wurden doch jetzt fast alle Faktoren angegeben, du musst Sie doch nur noch einsetzen.

Wenn ich das richtig sehe, muss die Formel nach Q aufgelöst werden. HAst du dies schonmal versucht?

Gruß Reaper
Hallo,

eine kleine Hilfe sei mir erlaubt:

I(der Maschine) = Investitionskosten der Maschine = 250.000,-- €

Annuity Factor = Rentenbarwertfaktor
ist z. B. bei einer Nutzungsdauer von 1 Jahr und einem Zinssatz von 20% = 0,8333

P = wahrscheinlich p = Preis einer Quietscheente = 6,95 €/Quietscheente

vc = variable Kosten einer Quietscheente = Materialkosten (???) = 2,-- €/Quietscheente

FC = fixe Kosten = 100.000,-- €

D = Diskont = Fremdkapitalzinsen

EAC = earnings after Asset Charge = Gewinn nach Kapitalkosten

Bis dann! Gruß fbausw!
Bearbeitet: fbausw - 26.09.2010 20:08:04

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