![NIADIX ein neuer Unternehmensbewertungsalgorithmus]()
Die betriebswirtschaftliche Forschung im Bereich der
Unternehmensbewertung und deren Erstellung von funktionellen
Unternehmensbewertungsalgorithmen ist in den letzten Jahren praktisch eingeschlafen. Zur Info, in Deutschland gibt es geschätzt 90 Controlinginstitute. Die Logiken zur Beurteilung von Unternehmen basieren auf veralteten Ansätzen, die nicht mehr den aktuellen praktischen Anforderungen zu kennzahlenbasierten Unternehmensbewertung entsprechen. Selbst in der Literatur der Jahre 2024 und 2025 werden diese alten Konzepte zur Bewertung von Unternehmen weiterhin weitergegeben, ohne dass ihre praktische Aussagekraft kritisch hinterfragt wird. Neue Ideen oder Neuansichten werden nicht konsequent durchkalkuliert und in Modellen erforscht.
Ein klassisches Beispiel hierfür ist die
Discount-Cashflow-Methode. Diese Methode geht davon aus, dass der Unternehmenswert durch die Abzinsung der Summe aus Einzahlungen minus Auszahlungen bestimmt wird. Dabei wird jedoch nicht ausreichend berücksichtigt, dass der Cashflow stark schwankt – teilweise sogar täglich. Die Folge: Der Unternehmenswert wird ebenso volatil und verliert an Aussagekraft. Dieser Methode ist daher für eine verlässliche Unternehmensbewertung schlicht ungeeignet.
Ein weiterer Schwachpunkt der betriebswirtschaftlichen Forschung in der Unternehmensbewertung liegt in der
mangelnden Bewusstheit über die Komplexität der professionellen betrieblichen Datenauswertung. Häufig ist vielen betriebswirtschaftlichen Instituten mit dem Schwerpunkt Unternehmenscontrolling nicht klar, wie stark der lange komplexe Datenauswertungsprozess tatsächlich dauern kann. Dadurch entstehen Schätzungen und Bewertungen, die eher theoretisch sauber erscheinen, in der Praxis jedoch wenig belastbar sind.
Darüber hinaus hat die Forschung bisher versäumt, Szenarien für die betriebliche Leistungsfähigkeit systematisch quantitativ zu entwickeln und in die Bewertung einzubeziehen. Ohne eine solche
systematische Szenarioanalyse bleibt es unmöglich, die operative Leistungsfähigkeit eines Unternehmens zuverlässig nachhaltig, langfristig zu erfassen und in Dashboards abzubilden.
Insgesamt zeigt sich, dass die klassische betriebswirtschaftliche Forschung in diesem Bereich stark hinter den Anforderungen der Praxis zurückbleibt. Neue, integrative Modelle, die
sowohl die operative Leistungsfähigkeit als auch die Kapitalstruktur, Umsatzkraft und Rentabilität berücksichtigen, sind dringend erforderlich, um realitätsnahe Unternehmenswerte zukünftig zu bestimmen.
Ziel in diesem Artikel ist ein neuer von Felix Huebner entwickelter
Unternehmensbewertungsalgorithmus auf Basis von Bewertungsmultiplikatoren.
Der Name lautet:
NIADIX.
Die Abkürzung steht für
NETINCOME , ASSET PRODUCTIVITY and DEBT INDEX.
Der Unternehmensbewertungsalgorithmus misst quantitativ die operative Leistungsfähigkeit, die Kapitalstruktur und die Umsatzkraft eines Unternehmens gleichzeitig.
Dadurch werden sowohl Effizienz als auch finanzielle Stabilität abgebildet, und der Unternehmenswert lässt sich zuverlässig einschätzen. Besonders praktisch ist, dass für die Berechnung nur Bilanz- und GuV-Daten benötigt werden, sodass die Methode sowohl für Wissenschaftler als auch für Praktiker leicht anwendbar ist. Anders als klassische Verfahren wie
DCF oder APV geht NIADIX über die reine Betrachtung von Cashflows hinaus und liefert einen realitätsnahen, stabilen Unternehmenswert. Der Algorithmus ist so konzipiert, dass alle Unternehmen unabhängig der Rechtsform und des Geschäftsmodell angewendet werden kann.
Ein weiteres Problem ist einfach, dass in der Theorie der Unternehmensbewertung – oder genauer gesagt: dass die Methoden in der Theorie der Unternehmensbewertung – so konzipiert sind, dass sie zunächst einmal eine
professionelle Datenbasis voraussetzen. Manche Daten sind in Unternehmen aber schlichtweg gar nicht hinterlegt. Und genau dadurch funktionieren gewisse Anwendungen in der Unternehmensbewertung einfach nicht.
Darunter fällt zum Beispiel der Fall, dass ein Unternehmen sagt, es bilde keine
Rückstellungen. Viele Methoden der Unternehmensbewertung – oder zumindest einige – setzen jedoch
Rückstellungen voraus. Wenn diese aber nicht vorhanden oder nicht dokumentiert sind, entstehen bei der Anwendung erhebliche Probleme. Und das zeigt sich schon ganz konkret in der praktischen Umsetzung.
Des Weiteren ist es so, dass häufig mit der
Standardabweichung gearbeitet wird. Viele wissen jedoch nicht – oder es wird zumindest nicht ausreichend reflektiert –, dass die Standardabweichung selbst gewisse mathematische Vorarbeiten voraussetzt. Sie ist nicht einfach ein isolierter Kennwert, sondern basiert auf Annahmen und Datenstrukturen, die zunächst sauber definiert und aufbereitet werden müssen.
Hinzu kommt, dass akademische Theoretiker der Unternehmensbewertung oftmals mit
Beta- oder Alpha-Faktoren arbeiten möchten. Auch das setzt jedoch eine komplexe Datenauswertung voraus – nicht nur mit Vergleichsdaten, sondern auch mit der grundlegenden Frage, wo man überhaupt beginnt und welche Referenzmaßstäbe man ansetzt.
Das eigentliche Problem liegt jedoch noch tiefer: Diese theoretischen Methoden werden zu selten wirklich hinterfragt. Sie werden angewendet, aber kaum darauf geprüft, ob das jeweilige Ergebnis ökonomisch überhaupt begründbar ist. Es fehlt die konsequente Überprüfung, ob das Resultat nicht nur mathematisch korrekt, sondern auch
wirtschaftlich sinnvoll und nachvollziehbar ist. In vielen Fällen ist das schlichtweg nicht zu Ende gedacht, denn die Frage ist, dass die errechneten Ergebnisse dieser Datenauswertung betriebswirtschaftlich interpretierbar sind.
NIADIX ermöglicht damit eine schnelle
Vergleichbarkeit von Unternehmen und liefert fundierte, nachvollziehbare Werte. Die Kombination aus wissenschaftlicher Fundierung und praxisnaher Anwendbarkeit macht das Modell NIADIX zu einem modernen Instrument der Unternehmensbewertung, das klassische Methoden sinnvoll ergänzt und die Stärken der operativen betriebswirtschaftlichen Kennzahlen direkt nutzbar macht.
Eine
Branchenbewertung und ein direkter Vergleich sind nur sehr eingeschränkt sinnvoll, weil Unternehmen selbst innerhalb derselben Branche fundamental unterschiedlich strukturiert sind. Sie unterscheiden sich in Kapitalstruktur, Verschuldungsgrad, Geschäftsmodell, Kostenstruktur, Automatisierungsgrad, Kundenmix und Risikoprofil.
Ein reiner Branchenmittelwert verschleiert diese Unterschiede und führt oft zu falschen Schlüssen, weil dieser nicht die individuelle Leistungsfähigkeit eines einzelnen Unternehmens widerspiegelt.
Deshalb ist eine unternehmensindividuelle Bewertung – wie bei NIADIX, die direkt auf Leistungsfähigkeit, Rentabilität und Kapitalstruktur basiert – deutlich aussagekräftiger als ein zusätzlicher pauschaler Branchenvergleich.
Eine gesunde Unternehmensbewertung ergibt sich durch die
Auswertung der Rentabilität und Verbindlichkeiten.
Das sind die Kernbewertungspunkte, die zu einer Unternehmensbewertung benötigt werden.
Im Kern lässt sich NIADIX grundlegend konzeptionell wie folgt beschreiben:
Die
Wurzel aus Leistung und Rentabilität, dividiert durch den Verschuldungsgrad, bildet einen normierten Multiplikator, der die qualitative Stärke eines Unternehmens widerspiegelt. Durch die zusätzliche Normierung mittels „+1“ wird sichergestellt, dass der Multiplikator stets positiv bleibt und auch bei schwankenden Ergebnissen ökonomisch interpretierbar ist.
Dieser
Multiplikator wird anschließend auf eine kapitalbasierte Wertbasis angewendet, die sich aus halbem eingesetzten Kapital zuzüglich
EBIT zusammensetzt. Damit verknüpft NIADIX die strukturelle Substanz des Unternehmens (Kapitalbasis) mit seiner aktuellen operativen Ertragskraft (EBIT).
Ökonomisch bedeutet dies:
- Leistung repräsentiert die Fähigkeit des Unternehmens, Umsätze effizient zu generieren.
- Rentabilität misst, wie effektiv diese Umsätze in Ergebnis überführt werden.
- Finanzielle Stabilität spiegelt wider, wie tragfähig diese Leistung im Verhältnis zur Verschuldung ist.
Durch diese Struktur entsteht ein Unternehmenswert, der nicht auf Prognosen unsicherer Zahlungsströme beruht, sondern auf aktuell beobachtbaren, bilanziell verankerten Größen. Diese internen Rechenlogiken sind integraler Bestandteil des Systems, werden jedoch nicht offen dargestellt, da ihre vollständige Abbildung den Rahmen einer vereinfachten Darstellung sprengt. Die oben genannte Formel ist daher als symbolische Kurzform zu verstehen, welche die grundlegende Bewertungslogik repräsentiert, nicht jedoch den vollständigen Rechenkern.
Nun wird ein konkretes
Unternehmensbewertungsbeispiel gezeigt, um den NIADIX-Unternehmensbewertungsalgorithmus final zu beweisen. Die erste Tabelle zeigt einmal das aktuelle Geschäftsjahr und zum Vergleich des vergangenen Jahres.
Der
Umsatz des genannten Unternehmens liegt im aktuellen Jahr bei 6,2 Millionen Euro, während im vergangenen Jahr noch 4,7 Millionen Euro erwirtschaftet wurden. Der EBIT beträgt aktuell rund 315.000 Euro, im Vorjahr lag dieser bei etwa 210.000 Euro.
Das
Anlagevermögen beläuft sich im aktuellen Jahr aufgerundet von 1 Million Euro. Im vergangenen Jahr lag dieses noch deutlich höher, nämlich bei etwa 2,1 Millionen Euro. Das Umlaufvermögen hingegen ist gestiegen und beträgt im aktuellen Jahr 1,8 Millionen Euro, gegenüber 1,3 Millionen Euro im Vorjahr.
Auf der Passivseite zeigt sich ebenfalls eine klare Veränderung. Das
Fremdkapital hat sich von 1,1 Millionen Euro auf 1,6 Millionen Euro erhöht. Entsprechend hat sich das
Eigenkapital verringert, insgesamt um rund 1,1 Millionen Euro.
Die
Gesamtkosten des Unternehmens sind ebenfalls gestiegen, von 4,5 Millionen Euro im Vorjahr auf 5,9 Millionen Euro im aktuellen Jahr. Die
Bilanzsumme hat sich im Jahresvergleich hingegen reduziert, von 3,4 Millionen Euro auf etwa 2,8 Millionen Euro.
Die
Wirtschaftlichkeit beschreibt das Verhältnis zwischen dem erzielten Umsatz und den gesamten Kosten des Unternehmens auf Jahresbasis. Sie gibt damit Auskunft darüber, wie effizient das Unternehmen wirtschaftet, also wie viel Umsatz pro eingesetztem Kostenblock erwirtschaftet wird.
Die
Umsatzrentabilität stellt hingegen die Marge dar, also die Kostenspanne zwischen Umsatz und Aufwand. Sie spiegelt die Kostenquote wider und setzt die angefallenen Kosten ins Verhältnis zum Umsatz.
Für das vorliegende Unternehmen zeigt sich, dass die Wirtschaftlichkeit über beide Jahre hinweg weitgehend stabil geblieben ist. Im aktuellen Jahr liegt sie bei rund 5 %, während sie im vergangenen Jahr durchschnittlich etwa 4 % betrug. Insgesamt ist damit trotz gestiegener Kosten und veränderter Bilanzstruktur eine leichte Verbesserung der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit erkennbar. Eine fundierte Unternehmensbewertung funktioniert nicht ohne Verschuldungsanalyse.
Der
Verschuldungsgrad des Unternehmens beschreibt das Verhältnis zwischen Fremdkapital und Eigenkapital und ist ein zentraler Indikator für die finanzielle Stabilität. Im vorliegenden Fall zeigt sich hier eine klare Verschlechterung. Während der
Verschuldungsgrad im vergangenen Jahr noch bei rund 53 % lag, bewegt er sich im aktuellen Jahr weiterhin auf einem sehr hohen Niveau von etwa 146 %. Damit liegt die Verschuldung deutlich über 100 % und bleibt strukturell problematisch.
Besonders kritisch ist das
Verhältnis zwischen EBIT und Fremdkapital. In beiden betrachteten Jahren fällt dieser Wert sehr niedrig aus. Das bedeutet konkret, dass aus dem laufenden operativen Ergebnis lediglich rund ein Fünftel der durchschnittlichen Verbindlichkeiten getilgt werden könnte. Die Ertragskraft des Unternehmens reicht damit nicht aus, um die bestehende Fremdkapitalstruktur nachhaltig zu tragen.
Parallel dazu hat sich auch das
Eigenkapital-Fremdkapital-Verhältnis weiter verschlechtert. Das Eigenkapital ist rückläufig, während das Fremdkapital weiter angestiegen ist. Diese Entwicklung verstärkt den finanziellen Druck zusätzlich und erhöht die Abhängigkeit von externer Finanzierung. Die daraus resultierende Verschuldungsdifferenz wird im nächsten Jahr fortlaufend dargestellt und weiter analysiert.
Der
Entschuldungsgrad hat sich im aktuellen Jahr rechnerisch lediglich um rund einen Prozentpunkt verändert. Diese geringe Verbesserung ist jedoch rein technisch und ändert nichts an der grundlegenden Problematik. Die hohe Fremdkapitalquote stellt weiterhin die Hauptverschuldung und damit das Kernproblem des Unternehmens dar.
Auf Basis dieser Kapitalstruktur und der ausgewerteten Rentabilität lässt sich bereits ein Unternehmenswert nach dem NIADIX ableiten.
Für das aktuelle Jahr ergibt sich ein Unternehmenswert von rund 2,2 Millionen Euro. Daraus resultiert ein Multiplikator von etwa 2,42. Im Vergleich dazu lag der Multiplikator im vergangenen Jahr noch bei rund 2,46.
Der Unternehmenswert hat sich damit im Jahresvergleich um mehr als 1 Million Euro reduziert. Die Ursache hierfür liegt im Wesentlichen im Anstieg der Verschuldung bei gleichzeitig eingeschränkter Entschuldungsfähigkeit aus dem operativen Geschäft heraus. Der Wertverlust ist somit weniger operativ als vielmehr finanzierungsgetrieben.
In der Unternehmensbewertung existiert kein einzelnes Modell, das eine vollständige und belastbare Szenarioanalyse abbilden kann. Szenarioanalysen sind zudem in der deutschen Betriebswirtschaft bislang nur unzureichend verankert und werden in der Praxis häufig vernachlässigt. Aus diesem Grund werden im weiteren Verlauf bewusst mehrere Szenarien dargestellt, um die Auswirkungen unterschiedlicher Verschuldungs- und Ergebnisentwicklungen auf den Unternehmenswert transparent und nachvollziehbar darzustellen.
Durch diesen voll komplexen Algorithmus lassen sich natürlich verschiedene Szenarien sehr gut und auch vergleichsweise einfach darstellen. Gleichzeitig ist zu beachten, dass andere klassische Bewertungsansätze wie
DFC, DCF oder APV hier nicht explizit abgebildet werden.
Der
erste Part ist sozusagen der Ausgangspunkt: Wenn das Unternehmen einen Wert von knapp 124.000 Euro hat, sollte es aus heutiger Sicht dringend verkauft werden.
Der
zweite Part betrachtet die Kapitalstruktur: Wenn das Unternehmen 100 % Eigenkapital aufweist, liegt der durchschnittliche Unternehmenswert bei rund 684.000 Euro.
Ist das Unternehmen nicht verschuldet, liegt der Unternehmenswert bei rund 4,1 Millionen Euro. Erreicht das Unternehmen lediglich eine schwarze Null, bewegt sich der Wert bei etwa 1,4 Millionen Euro (aufgerundet). Ist das Unternehmen nicht verschuldet und ohne Fremdkapital, liegt der Wert bei rund 2,7 Millionen Euro.
Bei einem
Verschuldungsgrad von 1 – also Eigen- und Fremdkapital exakt gleich hoch – ergibt sich ein Unternehmenswert von etwa 2,3 Millionen Euro. Ist das Unternehmen vollständig fremdfinanziert, liegt der Wert nur noch bei rund 760.000 Euro. Bei einer Senkung der Fremdkapitalquote von 50 % ergibt sich ein Unternehmenswert von etwa 2,5 Millionen Euro.
Wird das Fremdkapital um 50 % erhöht, liegt der Unternehmenswert bei rund 2,1 Millionen Euro. In einem alternativen Szenario mit gleicher Eigenkapitalerhöhung ergibt sich sogar ein Wert von rund 3,5 Millionen Euro. Wird die Eigenkapitalquote um 50 % gesenkt, fällt der Unternehmenswert auf nur noch etwa 780.000 Euro. Bei einer
Kostensteigerung von 5 % liegt der Unternehmenswert bei etwa 1,3 Millionen Euro. Werden die
Kosten gesenkt, steigt der Unternehmenswert deutlich auf rund 2,9 Millionen Euro. Eine Umsatzsenkung reduziert den Unternehmenswert ebenfalls auf etwa 1,3 Millionen Euro. Bei einer
Umsatzsteigerung liegt der Unternehmenswert hingegen bei rund 3 Millionen Euro. Eine EBIT-Senkung um 5% reduziert den Unternehmenswert auf etwa 2 Millionen Euro. Eine EBIT-Steigerung erhöht ihn auf rund 2,2 Millionen Euro.
Insgesamt zeigt sich sehr klar, wie stark der Unternehmenswert von
Kostenstruktur, Ergebnisniveau und insbesondere der optimalen Verschuldung abhängt.
Im folgenden sind die Ergebnisse grafisch dargestellt.
Grundlegend lässt sich somit sagen. Der NIADIX-Unternehmensbewertungsalgorithmus ist ein deterministisches, betriebswirtschaftlich fundiertes Bewertungsmodell zur Ermittlung eines ökonomisch stabilen Unternehmenswertes. Dieser verfolgt einen grundlegend anderen Ansatz als klassische, cashflow-zentrierte Bewertungsverfahren und versteht
Unternehmenswert primär als Ergebnis struktureller Leistungsfähigkeit, nachhaltiger Rentabilität und finanzieller Stabilität.
Im Zentrum von NIADIX steht nicht die Prognose zukünftiger Zahlungsströme, sondern die aktuelle ökonomische Qualität des Unternehmenssystems selbst.
NIADIX beruht auf folgender ökonomische Grundannahme:
Ein Unternehmen ist nicht deshalb wertvoll, weil es kurzfristig hohe Zahlungsüberschüsse generiert, sondern weil es dauerhaft leistungsfähig, rentabel und finanziell tragfähig organisiert ist, das anhand von der Auswertung mehrere betriebswirtschaftlicher Kennzahlen möglich.
Damit positioniert sich NIADIX explizit gegen die Volatilitätsanfälligkeit klassischer Bewertungsmodelle, insbesondere der Discounted-Cashflow-Logik, bei der bereits geringe Schwankungen im operativen Cashflow oder im Diskontsatz zu massiven Wertveränderungen führen.
NIADIX betrachtet den Cashflow nicht als primäre Wertquelle, sondern als Resultat einer funktionierenden Unternehmensstruktur.
Mathematisch und ökonomisch lässt dieser Unternehmensbewertungsalgorithmus begründen.
- Multiparametrische Integration: Der Algorithmus betrachtet Leistung, Rentabilität und Kapitalstruktur gleichzeitig.
- Nichtlinearität: Extremwerte werden gedämpft, Stabilität wird gefördert.
- Skalierung: Berücksichtigt operative Größe (EBIT) und Kapitalbasis (Eigenkapital).
- Monotonie: Höhere Leistung oder bessere Rentabilität steigern den Wert; höhere Verschuldung senkt ihn – genau so, wie es ein fundiertes Bewertungsmodell erwarten lässt.
- Robustheit: Schwankungen einzelner Kennzahlen führen nicht zu willkürlichen Verzerrungen.
Zum Abschluss sei folgendes gesagt. Die größte Errungenschaft, die dieser Unternehmensbewertungsalgorithmus NIADIX erreicht hat, ist dass die Errechnung des Unternehmenswert zu 99% gleich ist, mit dem Marktpreis des Unternehmens.
Der Autor:
Felix Huebner, Master of Science im Bereich Finance und Investment an der ADG Business School. Berufliche Spezialisierung liegen in den Bereichen digitalisiertes Controlling, Kosten/Leistungsrechnung und Unternehmensbewertung. Sein Motto: "Rational, ökonomisch, innovativ, dynamisch, realistisch und gerade denken." Hübner ist Autor zweier Fachbücher beim Ibidem-Verlag in Stuttgart.
letzte Änderung E.R.
am 16.03.2026
Autor:
Felix Huebner
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