Break-Even-Point bei Autovermietung

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Break-Even-Point bei Autovermietung
Hallo zusammen,
ich bearbeite gerade eine Fallstudie in Controlling und komme nicht wirklich weiter.
Ein Privatier besitzt 20 Sportwagen und überlegt mit den Fahrzeugen eine Autovermietung zu gründen um einen Nebenverdienst zu erzielen.
Die fixen Kosten liegen jährlich bei 493.000 €, also 24.650 € pro Auto.
Die variablen Kosten liegen jährlich bei 25.000 €, also 1.250 € pro Auto.
Der Mietpreis soll wochentags bei 250 € inklusive 100 km Fahrleistung liegen. Jeder Mehrkilometer wird mit 2 € berechnet.
Am Wochenende soll die Miete 600 € inklusive 200 km Fahrleistung betragen. Mehrkilometer kosten ebenfalls 2 €.
Ich soll nun die notwendige Mindestauslatung bestimmen, damit die Autovermietung keinen Verlust erwirtschaftet.
Außerdem soll ich den Mindestumsatz errechnen, welcher zum Aufrechterhalten der Liquidität benötigt wird.
Bei der Mindestauslastung wäre ich mit dem Break-Even-Point vorgegangen, allerdings habe ich ja keinen fixen Verkaufspreis.
Jemand eine Idee? Vielen Dank
Hallo Green90,

Du könntest die Tage gewichten und daraus eine Kosten- und eine Erlösfunktion ableiten. "Wochentage" hat eine Woche allerdings sieben, davon sechs Werktage.
Vielleicht mal 5 : 2 aufteilen. Dann hast Du einen Durchschnittstag und kannst den BEP berechnen.

Ob das Unterfangen sinnvoll ist, weiß nur der Ersteller der Fallstudie.

LG
-Nausicaa
Hallo Nausicaa,

habe mich mal dran versucht.

Auslastung wochentags: 50 % = 10 Autos
Auslastung Wochenende: 80 % = 16 Autos

Umsatz wochentags: 10 Autos * 250 € = 2.500 € * 5 = 12.500 €
Umsatz Wochenende: 16 Autos * 600 € = 9.600 €
Wochenumsatz: 22.100 €
Durchschnittlicher Umsatz pro Tag: 22.100 € / 7 = 3.157,14 €

Break Even = Fixkosten / (Preis – variable Kosten)

493.000 / (3.157,14 - 1.250) = 258,5

Somit ist nach 259 Tagen der Break Even Point erreicht. Das entspricht einem Mindestumsatz von  817.699,26 €.

Habe ich da einen Denkfehler drin?
Ich denke ich habe meinen Denkfehler schon gefunden. Habe die variablen Kosten falsch eingesetzt.

25.000 € variable Kosten für Benzin (ist natürlich viel zu wenig, aber die Plausibilität ist nebensächlich)

Die durchschnittliche Fahrleistung pro Tag beträgt insgesamt 1886 km. Im Jahr 686.400 km.  Bei 25.000 € Gesamtkosten und einem Benzinpreis von 1,50 € / Liter werden 16.667 Liter im Jahr benötigt.
Der Verbrauch beträgt somit 2,43 Liter / 100 km.

Variable Kosten: 1.886 km pro Tag. Dafür werden 46 Liter Benzin benötigt. Das entspricht 68,75 € pro Vermietung insgesamt für alle 20 Autos.

493.000 / (3.157,14 - 68,75) = 160 Tage bis zur Gewinnschwelle. Das entspricht einem Mindestumsatz von 505.142 €.
Ist ja weiterhin falsch.

Ich habe jetzt berechnet, nach wie vielen Tagen die Gewinnschwelle bei der geschätzten / geplanten Auslastung erreicht ist. Aber diese Auslastung soll ja eben berechnet und nicht geschätzt werden.
Aber dann fehlt mir doch ein Parameter zur Berechnung der Einnahmen.
Hallo Green90,

kann es sein, dass Euer Prof. Euch ärgern will?  :D

"Die variablen Kosten liegen jährlich bei 25.000 €, also 1.250 € pro Auto."

Dann sind die doch nicht variabel.

"Der Verbrauch beträgt somit 2,43 Liter / 100 km."

Die Benzinkosten kann man wohl vernachlässigen. Kunde holt PKW vollgetankt ab und gibt ihn vollgetankt zurück.
2,43 l/100km - selbst wenn der nur Goggomobile vermietet ist das unrealistisch.

Mehrkilometer 2 €. Die bleiben ja nicht als Gewinn. Ohne die var. Kosten pro km kann man hier keinen db berechnen. Dann hat man aber zusätzlichen DB, wenn der Kunde statt 600 km nur 350 fährt.

Pro Kilometer kann man hier meiner Meinung nach gar nichts berechnen. Sorry, ich streich die Segel ...

Wäre aber toll, wenn Du die Lösung hier posten könntest.

LG
-Nausicaa
Ich habe gerade nochmal alles geprüft. Eine Lösung habe ich zwar nicht, aber das Problem mit den variablen Kosten konnte ich beheben.

Also aktueller Stand:
Fixkosten: 508.000 €
Variable Kosten: 18 € pro 100 km

Anhand dessen müsste ich jetzt irgendwie auf die Mindestauslastung kommen. Habe schon versucht eine Gleichung aufzustellen, aber stolpere eben immer über den Verkaufspreis

x * Verkaufspreis - x * 18 € = 508.000 €

Wenn ich dann nach x auflöse, sollte ich ja zur Lösung kommen.
Du hast doch keine Angabe, wie viele Kilometer pro Jahr gefahren werden. Wie kannst Du die 18 € ausrechnen? Und warum sind die Kfix jetzt höher als vorher?

Ich bleibe dabei, dass hier viele Angaben fehlen um den BEP berechnen zu können.

"x * Verkaufspreis - x * 18 € = 508.000 €

Wenn ich dann nach x auflöse, sollte ich ja zur Lösung kommen."

Schon. Nur: Du kannst ja die Erlöse pro KIlometer mit diesen Angaben nicht berechnen, denn ...

"Am Wochenende soll die Miete 600 € inklusive 200 km Fahrleistung betragen. Mehrkilometer kosten ebenfalls 2 €."

Das ist ja keine stetige Funktion.
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