Deckungsbeitragsrechnung abgewandelt?

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Deckungsbeitragsrechnung abgewandelt?
Hallo,

ein Kommilitone von mir hat mir heute von seinen Aufgaben in seinem Nebenjob erzählt. Dabei erwähnte er eine Rechnung mittels doppeltem Deckungsbeitrag. Die Formel dafür soll folgende sein: (Deckungsbeitrag Euro x 2) + (deckungsbeitrag in Prozent)/2. Damit errechnet er seiner Aussage nach die wirtschaftlichkeit eines Produktes. Ich hab dann zu Hause mal meine Unterlagen durchgesehen und finde rein gar nichts zu dieser Formel.
Kann mir jemand sagen, ob es die überhaupt gibt? Oder stellen sich Betriebe auch eigene Kennzahlen und Kalkulationen zusammen, die man nicht in Lehrbüchern findet?

Lieben Gruß
Hallo EtBa,

"Oder stellen sich Betriebe auch eigene Kennzahlen und Kalkulationen zusammen, die man nicht in Lehrbüchern findet?"
ja.

"Kann mir jemand sagen, ob es die überhaupt gibt?"
Dem Kennziffernfetischismus stehe ich durchaus kritisch gegenüber, insbesondere der Tendenz, Dinge nur deshalb zu berechnen, weil andere es berechnen.

"(Deckungsbeitrag Euro x 2) + (deckungsbeitrag in Prozent)/2."

Nehmen wir doch einfach mal an:

Produkt 1

Preis in €/Stück: 20
kvar in €/Stück: 5
ergibt eine DBU von 75 %

Eingesetzt in besagte Formel: (15 * 2) + (75)/2 = 67,5


Produkt 2

Preis in €/Stück: 20.000
kvar in €/Stück: 5.000
ergibt eine DBU von 75 %

Eingesetzt in besagte Formel: (15.000 * 2) + (75)/2 = 30.037,5.

Fazit: Ergibt keinen Sinn. Kann es ja auch nicht, denn absolute und relative Zahlen zu addieren, ist sinnlos.

LG
-Nausicaa
Bearbeitet: Nausicaa Phaeacian - 26.02.2017 09:20:38
Hallo,

die oben genannte Formel scheint erstmal keinen besonderen Sinn zu haben, es wurde ja nun schon angemerkt, dass die Addition von absoluten Zahlen mit relativen Zahlen merkwürdig ist.
Es ist jedoch so, dass Unternehmen durchaus ihre eigenen KPIs und somit eigenen Formeln benutzen. Sich stumpf an vorgegebene Formeln zu halten sollte man unterlassen. Es ist jedoch so, dass an etablierten Lehrbuchformeln und KPIs etwas dran ist, daher sind sie ja etabliert. Es gilt dementsprechend die Bedürfnisse des Unternehmens laufend mit der Theorie zu vergleichen, um sicher zu gehen, dass man aus solchen Formeln den optimalen Informationsgewinn zieht.
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