Eigenkapitalerhöhung

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Eigenkapitalerhöhung
Sehr geehrte Damen und Herren,

ich mache mir derzeit Gedanken über eine eventuelle Erhöhung des Eigenkapitals unserer niederländischen Gesellschaft.
Ich bin kein Profi in Sachen Bilanzierung und Finanzierungsregeln, daher würde ich mich über Hinweise und Tipps sehr freuen.

Soweit ich das beurteilen kann, gibt es für unsere Umstände zwei Möglichkeiten zur Erhöhung des EK: 1. externe Erhöhung des EK durch Konzernmutter und 2. Gewinnthesaurierung.
Wie bewerten Sie die beiden Möglichkeiten? Wo liegen die Vorteile, wo die Nachteile der Varianten?

Da ich nicht nur die Frage beantworten soll, ob eine EK-Erhöhung durchzuführen ist, sondern auch, um welchen Betrag das EK zu erhöhen ist, würde ich gerne von Ihnen erfahren, welche Bilanzpositionen bei der Bestimmung eines adäquaten EK-Betrags zu berücksichtigen sind.

Zudem würde ich gerne von Ihnen erfahren, ob man auch schlichte Finanzierungskennzahlen (z.B. EK-Quote) als Ausgangspunkt zur Bestimmung einer geeigneten EK-Ausstattung nutzen kann.

Vorab recht vielen Dank für Ihre Unterstützung.
Hallo Joe_McEntire,

gibt es in dieser Hinsicht überhaupt einen Unterschied zwischen diesen beiden Möglichkeiten? Ich kann mir keinen vorstellen! Ich bin ehrlicherweise aber auch z. B. kein besonders guter Steuerfachmann oder kenne mich im niederländischen Recht aus.

Beides zählt zur Eigenfinanzierung:

- 1. Möglichkeit = externe Erhöhung des EK durch Konzernmutter = Einlagen- bzw. Beteiligungsfinanzierung
- 2. Möglichkeit = Gewinnthesaurierung = offene Selbstfinanzierung

Wenn der (ordentliche und außerordentliche) Kapitalbedarf gedeckt ist, bedarf es i. d. R. keiner Erhöhung des Kapitals (==> logisch).

Dieser ist z. B. abhängig von:

- Konjunktur- und Saisoneinflüssen
- den Bedingungen auf den Faktormärkten
- der Vermögensstruktur (Zusammensetzung des Anlage- und Umlaufvermögens)
- dem Produktionsprogramm
- den Zahlungsgewohnheiten der eigenen Gesellschaft und die der Kunden
- dem Umsatz
- dem Investitionsplan
- der Größe der Gesellschaft (z. B. Anzahl der Mitarbeiter)
- etc.

Ein Finanzplan vollbringt da manchmal Wunder!

Natürlich kann darüber hinaus eine Umwandlung (Erhöhung des EK + Tilgung von FK) sinnvoll sein, um z. B. die Liquidität zu entlasten (==> kein fester Zins- und Tilgungsplan) oder um eine zusätzliche Verringerung der betrieblichen Substanz in Verlustjahren zu vermeiden (==> keine Gewinnanteile). Ein weiterer Vorteil wäre, dass das Kapital dann unbefristet zur Verfügung steht. Gläubiger sehen eine hohe EK-Quote natürlich auch gerne. Allerdings können dann z. B. aber auch weniger FK-Zinsen als Betriebsausgaben steuerlich abgesetzt werden. Haftungsfragen spielen auch eine Rolle.

Da gilt es dann abzuwägen!

Verschiedene Kennzahlen (Goldene Finanzierungsregel, Goldene Bilanzregel, Anlagendeckung, EK-Rentabilität etc.) beinhalten mehr oder weniger das EK.

Durchschnittswerte für die EK-Quote: siehe Controlling-Portal!

Theorie zum optimalen Verschuldungsgrad (komplementär): siehe Wikipedia!

Bis dann!!! Gruß fbausw!!!

P.S.: Sorry, wg. den Abschweifungen!
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