ROI Berechnung ( einfach )

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ROI Berechnung ( einfach )
Hallo Forummitglieder,

ich hab mal eine kurze Frage. Für die meisten wohl relativ simple.

"Eine Anlageninvestition in Höhe von 100.000 € wird getätigt. Zu verzeichnen sind jährliche Überschüsse von 25.000 €. Die Anlage soll in 5 Jahren abgeschrieben werden. Wie hoch ist der ROI für die nächsten 5 Jahre?" Das ist der Sachverhalt. Mehr Informationen sind nicht gegeben.

Mein Ansatz wäre

1. Jahr = 25000/100000 = 25%
2. Jahr = 25000/80000 = 31,25%
3. Jahr = 25000/60000 = 41,67%
4. Jahr = 25000/40000 = 62,50%
5. Jahr = 25000/20000 = 125%

Lieg ich mit der Annahme richtig, oder schreib ich für das erste Jahr schon ab ?

Würd mich über Vorschläge bzw. Lösungsansätze freuen! :)

Lg

Sillikon
Hallo Sillikon!

Das Unternehmen hat 100.000 € eingesetzt und 25.000 € Überschuss (wie auch immer definiert) gemacht. Es spricht daher nichts dagegen, im ersten Jahr von einer Rentabilität von 25 % zu sprechen.

Nun flossen aber die Abschreibungen von 20.000 € über den Cashflow an das Unternehmen zurück und das im Laufe der Periode, nicht am 31.12.

Man könnte daher auch die Kapitalfreisetzung berücksichtigen, indem man den Durchschnittswert bildet: (100.000 € + 80.000 €)/2 = 90.000 und den Überschuss darauf bezieht.

LG
-Nausicaa
Danke erstmal für die relativ zügige Antwort.

Die Frage hab ich mir auch gestellt, und mit meinen Kommilitonen bin ich bisher auf keinen grünen Zweig gekommen. Denn die Abschreibungen werden ja wieder auf den Cashflow hinzuaddiert.

Selbst meine Rechnung klingt m.E. nicht sehr plausibel.

Denn im 1. Jahr sind 20.000 € ja schon abgeschrieben, de facto könnte es auch heißen

1. Jahr = 25000/80000 = 31,25%


dann wiederum frage ich mich was ist mit dem 5. Jahr?

25000/0 = ???? %

Ein einfaches Beispiel und doch mit verschiedenen Ansätzen......

:(

Wenn ich jetzt bspw. die Kapitalfreisetzung berücksichtige würde es im 5. Jahr folgendermaßen lauten?

100.000 € + 20.000 € / 2 = 60.000 €, mit der Folge ==> 25.000/60.000 = 41,66%
Bearbeitet: Sillikon - 15.07.2011 00:37:40
Guten Morgen, sillikon!

Die Aufgabe würde ich ohnehin über die dynamische Investitionsrechnung lösen. Einzahlungsüberschüsse ermitteln, abzinsen, internen Zinsfuß berechnen - fertig.

Ansonsten, und darauf will Dein Dozent wohl hinaus, kann man einen statischen Rentabilitätsvergleich machen, dann aber für die gesamten fünf Jahre, und nicht für jedes Jahr einzeln.

Dann ergibt sich: 25.000/50.000 x 100 % = 50 %

Die 50.000 sind das durchschnittlich gebundene Kapital, also (100.000 + 0)/2

Ich denke, das ist in diesem Fall verlangt.

LG
-Nausicaa
Bearbeitet: Nausicaa Phaeacian - 15.07.2011 09:04:58
Guten Morgen,

das bedeutet der ROI wäre dann für Jahr 1 bis Jahr 5 immer 50% ==> 25000/50000?

Ich werde sie nach den Semesterferien mal fragen.

Aber schon blöd wenn man hier verschiedene Ansätze hat oder? Ich mein das Ergebnis man ja drehen und wenden wie man möchte und entsprechend seinen Vorstellungen steuern.!?
Hallo Sillikon!
Zitat
Ich mein das Ergebnis man ja drehen und wenden wie man möchte und entsprechend seinen Vorstellungen steuern.!?
Was meinst Du, was einen guten Controller ausmacht!  ;)
Schau doch mal bei den Amis ... und nicht nur bei denen. Überall steht "adjusted", und dann kannst Du kramen, wer, was, warum hingefummelt hat.

Ist halt eine weiche Wissenschaft, die wir hier betreiben, absolute Wahrheiten sind selten. Kennzahlen kannst nur dann sinnvoll interpretieren, wenn Du weißt, wie sie zustande kamen.

Wäre nett, wenn Du die Lösung Deiner Professorin nach der vorlesungsfreien Zeit hier posten könntest.

LG
-Nausicaa
Gut dann muss ich mich dem ganzen wohl beugen :)

Vielen Dank für die Hilfe.

Na klar werde ich das hier posten :)

LG

Sil
Hallo,

man kann, wenn man will und von dem durchschnittlich gebundenen Kapital ausgeht, den ROI auch herunterbrechen auf die einzelnen Jahre (siehe Dateianhang!).

Schaden kann's nicht!

Bis dann!!! Gruß fbausw!!!
ROI.jpg (27.39 KB) [ Download ]
Da ich in 5 Stunden Controlling nachschreiben darf, und ich versprochen habe das "richtige" Ergebnis hier reinzustellen werd ich das jetzt mal tun.

Das Problem war das für mich die Überschüsse = Gewinn sind. Ihren Unterlagen nach müssen von den Überschüssen die Abschreibungen noch abgezogen werden, so dass sie zu folgenden Ergebnis kommt....==>

1. Jahr 5000/100000= 5%
2. Jahr 5000/80000= 6,25%
3. Jahr 5000/60000= 8,33%
4. Jahr 5000/40000= 12,5%
5. Jahr 5000/20000= 25%

Drückt mir für später die Daumen!  :wink1:
Hallo,

ich hoffe, dass die Prüfung für Dich erfolgreich war.

Sorry wg. meinem falschen Beitrag, der Dich evtl. in Deinem (Irr-)Glauben noch verstärkt hat.

Deine Professorin hat vollkommen Recht. Da es sich um eine Investition und nicht um ein Unternehmen handelt, kann man schlecht von "Jahresüberschüssen" (= Ertrag - Aufwand) im buchhalterischen Sinn sprechen. Da wird es sich dann eher um Einzahlungsüberschüsse handeln und dann müssen die Abschreibungen noch subtrahiert werden.

Bis dann!!! Gruß fbausw!!!
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