Reporting von nicht operativen Abteilungen

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Reporting von nicht operativen Abteilungen
Hallo,

ich habe folgendes Anliegen.
Wie würdet Ihr ein Reporting aufbauen, welches die nicht operativen Abteilungen darstellt?
Zur Zeit verrechnen sich die Bereiche (Handwerker) über Ihren Stundensatz, welcher einmal im Jahr auf Basis Kosten / Leistung ermittelt wird. Die Unter- bzw. Überdeckung wird den empfangenden Kostenstellen nachbelastet. Somit sind die Kostenstellen der "Nebenbetriebe" am Ende des Monats ausgeglichen.
Nun stellt sich die Frage, wie die Nebenbetriebe reported werden können um ein Betriebsergebnis der einzelnen Abteilung und somit Ihre Effizienz messen zu können.

Über Erfahrungen oder Ideen würde ich mich sehr freuen!

Danke
Hi,
spontan fallen mir bei Handwerkern die Auslastung/geleistete Stunden pro Monat vs. Soll oder auch Ist -Stundensatz vs. Verrechnungspreis ein.
Es stellt sich die Frage, wie groß die Steuerungseinflüsse sind, davon abhängig würde ich ein Reporting nicht monatlich machen sondern solche Kennzahlen  zu bestimmten Anlässen "mitnehmen" bzw. auflegen.
Falls unterschiedliche interne Kunden bedient werden, könnte die Kundenstruktur interessant sein sowie evtl. Verschiebungen.
Falls unterschiedliche Leistungen angeboten werden, dann könnte man das Portfolio aufzeigen. Kennzahlen wären auch Kosten pro Handwerker, pro Stunde oder geleistete Stunden für unterschiedliche Gewerke (falls vorhanden und relevant). Auch die Kostenstruktur der Verrechnungspreise, wie Anteil Entgelt, Overhead Meister, Werkstatt, Werkzeuge etc. könnte man gelegentlich mal zeigen.

Wirklich interessant, aber auch anspruchsvoll  wäre der Beitrag zur Wertschöpfung der betreuten Bereiche sofern man Wege findet, diesen zu messen (oder zu vermuten!)
Und aus Controllingsicht natürlich der Quervergleich, was kostet die Leistung im Vergleich zu externen Anbietern incl. interner Koordinierungskosten bzw. gegenüber vergleichbaren innerbetrieblichen Anbietern.

Andere "nicht operative" Abteilungen haben andere Treiber . Ob es etwas zu berichten gibt, hängt auch immer von den individuellen Gegebenheiten ab. Wenn du ein paar Details nennst, könnten wir das gern hier dislutieren.

HW
Hallo HW,

danke für deine ausführliche Antwort.

Es handelt sich um drei Bereiche (Nebenbetriebe / Handwerker).
Aktuell ist es so, dass es für jeden der drei bereiche einen Plantarif für das aktuelle Geschäftsjahr gibt, über den die Entlastung erfolgt.
Die führt dazu, dass am Ende eines Monats, meist eine Überdeckung der Kostenstelle erfolgt.
Diese nicht entlasteten Kosten der Nebenbetriebe, werden dann nach in Anspruchnahme der einzelnen Produktionsbereiche, nachbelastet.
Ich finde diese Lösung eher unglücklich, da eine Anlage, welche in einem Monat eine große Instandhaltungsmaßnahme hatte, auch den größten Teil nachbelastet bekommt.

Für eine idee bin ich sehr Dankbar!!!

Danke
Hallo,
ich finde diese Lösung ebenfalls nicht glücklich, wenn man die Kosten möglichst verursachungsgerecht zuordnen möchte.

Mein Ansatz wäre, den Plan-Tarif möglichst realistisch zu planen, und diesen für die Verrechnung der ist -Stunden unverändert zu lassen.
Den monatlichen Saldo würde ich stehen lassen und bestenfalls am Jahresende nachverrechnen.

Daraus könnte sich auch ein Reporting entwickeln, das die Handwerksbetriebe hinführt  zu ökonomischer Kapazitätsplanung, ggfs. mit flexibler Kostenstruktur zum Ausgleich von Spitzen. Gegenstand des Reportings könnten dann neben der Auslastung auch die Kosten sein: passt der Verrechnungspreis noch, welche Gründe führen zu Abweichungen. idealerweise könnten Gespräche mit den wichtigsten Leistungsnehmern geführt werden. einerseits um Transparenz zu schaffen, andererseits um Verhaltensänderungen zu erzielen.
Beispielsweise falls bei besserer Absprache, besserer Planung des internen Partners der Handwerksbetrieb seine Auslastung und variablen Kosten besser planen und steuern könnte.

Analogien findet man immer im freien Markt. Ein selbständiger Handwerker würde ja auch nicht bei guter Auslastung seinen Kunden einen nachträglichen Nachlass gewähren oder gar eine Nachbelastung anfordern, wenn er die Leistung in einem Monat erbringt, wo er wenige Aufträge hat.
Hallo HW,

Vielen Dank für deine Beiträge!
Bearbeitet: elmarezzo - 18.05.2016 11:35:17
Hallo,

Hat jemand eine Idee, wie man eine größere Abteilung (z.B. Konstruktion), welche keine Leistungsverrechnung macht, abbilden kann?  :)
Ich habe es über einen OH-Zuschlag versucht, dieser fällt jedoch auf die Stunde gesehen sehr hoch aus. Zur Zeit erfolgt die Verteilung nach festen Prozentwerten auf die einzelnen Empfänger (Produktionskostenstellen). Auch dieses Verfahrten ist nicht verursachungsgerecht.

Für eine Idee wäre ich sehr dankbar!

Gruß
Bearbeitet: elmarezzo - 18.05.2016 12:56:16
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