Liquiditätsplanung

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Liquiditätsplanung, Liquiditätsplanung
Hi an alle,

und zwar hab ich eine Frage zu einer Aufgabe im Bereich Liquiditätsplanung, aber erstmal Teile ich mit euch die Aufgabe:

Aufgrund der geplanten Investitionen im Bereich „E-Bikes“ kommen außergewöhnlich viele und hohe Auszahlungen auf die Schneider GmbH zu. Dementsprechend erwartet die
Geschäftsführung eine regelmäßige Kontrolle und Prognose der Liquidität, um rechtzeitig auf drohende Engpässe reagieren zu können.

Du wirst beauftragt, die Liquiditätsplanung für das 2. Quartal des Jahres im Bereich „Fahrräder“ durchzuführen. Das Controlling stellt dir dazu folgende Informationen
über die Ein- und Auszahlungen zur Verfügung:

Es ist mit folgenden Absatzzahlen für die Fahrräder in der ersten Jahreshälfte zu rechnen:
-Januar: 2800 Stück
-Februar: 2500 Stück
-März: 2950 Stück
-April: 3200 Stück
-Mai: 4000 Stück
-Juni: 3200 Stück

-Pro Stück werden im Schnitt Erlöse von 480 € erwartet.
-Die offenen Forderungen gehen nicht komplett und sofort ein, sondern erfahrungsgemäß nach dem folgenden Schema:
-50 % der offenen Rechnungen werden im Monat der Rechnungsstellung beglichen; die Hälfte davon nimmt 2 % Skonto in Anspruch
-Jeweils 20 % der Einzahlungen gehen im Folgemonat sowie im übernächsten Monat ein.
-Die restlichen 10 % der offenen Zahlungen gehen erst im vierten Monat ein; dabei ist mit einem Abschlag von 20 % zu rechnen, da nicht alle Rechnungen beglichen werden.

-In den nächsten Monaten stehen mehrere Einmalverkäufe an: Im Mai werden Maschinen für 125.000 € verkauft; im Juni werden Einzahlungen von 180.000 € aus dem Verkauf
einer Lagerhalle erwartet.
-Die Schneider GmbH verkauft regelmäßig nicht mehr benötigte Ersatzteile aus ihrem Lager. Auf diese Weise werden monatlich 20.000 € erzielt, im April und Mai steigt
dieser Wert um 25 %, da wirtschaftliche Hochphase für den Fahrradhandel ist.
-Zur Unterstützung der Umstrukturierungen stellt ein befreundeter Geschäftsmann einen privaten Kredit in Höhe von 55.000 € zur Verfügung. Das Geld geht im April ein.
-Für jedes verkaufte Fahrrad müssen 215 € an variablen Kosten kalkuliert werden; die Auszahlung findet im Monat des Absatzes statt.
-Die monatlichen Personalkosten liegen bei 254.000 €; im Mai und Juni steigen die Auszahlungen um 20 %, da viele Saisonkräfte beschäftigt werden.
-Monatlich werden Mietkosten von 95.000 € fällig.
-Die Schneider GmbH hat zurzeit offene Kredite in Höhe von 500.000 €, die monatlich 0,5 % Zinszahlungen verursachen.
-Zudem sind zwei größere Tilgungen geplant: 150.000 € im Mai und 220.000 € im Juni.

Lösung:

Prüfung I, Aufgabenstellung II: Musterlösung zu
Übungsaufgabe Nr. 2
April Mai Juni
Geldmittelbestand am Monatsanfang 500.000 € 931.540 €14 1.306.040 €28
EINZAHLUNGEN
… aus Verkäufen im Januar 107.520 €1
/ /
… aus Verkäufen im Februar 240.000 €2 96.000 €15 /
… aus Verkäufen im März 283.200 €3 283.200 €16 113.280 €29
… aus Verkäufen im April 760.320 €4 307.200 €17 307.200 €30
… aus Verkäufen im Mai / 950.400 €18 384.000 €31
… aus Verkäufen im Juni / / 760.320 €32
… aus einmaligen Verkäufen / 125.000 €19 180.000 €33
… aus dem Verkauf von Ersatzteilen 25.000 €5 25.000 €20 20.000 €34
… aus Krediten und Darlehen 55.000 €6
/ /
Summe der Einzahlungen 1.471.040 €7 1.786.800 €21 1.764.800 €35
AUSZAHLUNGEN
… für Personal 254.000 €8 304.800 €22 304.800 €36
… für Miete 95.000 €9 95.000 €23 95.000 €37
… aus der Produktion 688.000 €10 860.000 €24 688.000 €38
… für Tilgungen und Zinsen 2.500 €11 152.500 €25 222.500 €39
Summe der Auszahlungen 1.039.500 €12 1.412.300 €26 1.310.300 €40
Saldo der Ein- und Auszahlungen 431.540 €13 374.500 €27 454.500 €41

Anmerkungen zum Rechenweg:
1 2800 ∙ 480 € ∙ 0,1 ∙ 0,8 = 107.520 €
2 2500 ∙ 480 € ∙ 0,2 = 240.000 €
3 2950 ∙ 480 € ∙ 0,2 = 283.200 €
4 3200 ∙ 480 € ∙ 0,25 + 3200 ∙ 480 € ∙ 0,25 ∙ 0,98 = 760.320 €
5 20.000 € ∙ 1,25 = 25.000 €
6 Vorgegebener Wert = 55.000 €
7 107.520 € + 240.000 € + 283.200 € + 760.320 € + 25.000 € + 55.000 € = 1.471.040 €
8 Vorgegebener Wert = 254.000 €
9 Vorgegebener Wert = 95.000 €
10 3200 ∙ 215 € = 688.000 €
11 500.000 € ∙ 0,005 = 2.500 €
12 254.000 € + 95.000 € + 688.000 € + 2.500 € = 1.039.500 €
13 1.471.040 € - 1.039.500 € = 431.540 €
14 500.000 € + 431.540 € = 931.540 €
15 2500 ∙ 480 € ∙ 0,1 ∙ 0,8 = 96.000 €
16 2950 ∙ 480 € ∙ 0,2 = 283.200 €
17 3200 ∙ 480 € ∙ 0,2 = 307.200 €
18 4000 ∙ 480 € ∙ 0,25 + 4000 ∙ 480 € ∙ 0,25 ∙ 0,98 = 950.400 €
19 Vorgegebener Wert = 125.000 €
20 20.000 € ∙ 1,25 = 25.000 €
21 96.000 € + 283.200 € + 307.200 € + 950.400 € + 125.000 € + 25.000 € = 1.786.800 €
22 254.000 € ∙ 1,2 = 304.800 €
23 Vorgegebener Wert = 95.000 €
24 4000 ∙ 215 € = 860.000 €
25 500.000 € ∙ 0,005 + 150.000 € = 152.500 €
26 304.800 € + 95.000 € + 860.000 € + 152.500 € = 1.412.300 €
27 1.786.800 – 1.412.300 € = 374.500 €
28 931.540 € + 374.500 € = 1.306.040 €
29 2950 ∙ 480 € ∙ 0,1 ∙ 0,8 = 113.280 €
30 3200 ∙ 480 € ∙ 0,2 = 307.200 €
31 4000 ∙ 480 € ∙ 0,2 = 384.000 €
32 3200 ∙ 480 € ∙ 0,25 + 3200 ∙ 480 € ∙ 0,25 ∙ 0,98 = 760.320 €
33 Vorgegebener Wert = 180.000 €
34 Vorgegebener Wert = 20.000 €
35 113.280 € + 307.200 € + 384.000 € + 760.320 € + 180.000 € + 20.000 € = 1.764.800 €
36 254.000 € ∙ 1,2 = 304.800 €
37 Vorgegebener Wert = 95.000 €
38 3200 ∙ 215 € = 688.000 €
39 500.000 € ∙ 0,005 + 220.000 € = 222.500 €
40 304.800,00 € + 95.000,00 € + 688.000,00 € + 222.500,00 € = 1.310.300 €
41 1.764.800 € - 1.310.300 € = 454.500

Die Zahlen hinter dem € der Beträge sind die Nummern des jeweiligen Rechenwegs.

Nun zu meiner Frage ich weiß leider nicht wo beim Rechenweg 1 die 0,1 und die 0,8 herkommen, also wie man auf die Dezimalzahl kommt, dass gleiche bei Rechenweg 2, 3, 4, und 5 wäre toll wenn mir das jemand verständlich erklären könnte.

Ich danke im voraus

Gruß Keystyle
Hallo Keystyle,

Du hast bezüglich der EZ ein festes Muster:

"-50 % der offenen Rechnungen werden im Monat der Rechnungsstellung beglichen; die Hälfte davon nimmt 2 % Skonto in Anspruch
-Jeweils 20 % der Einzahlungen gehen im Folgemonat sowie im übernächsten Monat ein.
-Die restlichen 10 % der offenen Zahlungen gehen erst im vierten Monat ein; dabei ist mit einem Abschlag von 20 % zu rechnen, da nicht alle Rechnungen beglichen werden."

Das hier  2800 ∙ 480 € ∙ 0,1 ∙ 0,8 = 107.520 € gehört in den April. Den Umsatz hast Du im Januar gemacht: 2800 * 480
Im vierten Monat bekommst Du die restlichen 10 %, daher die 0,1.
Davon fallen aber 20 % aus, daher die 0,8.

Das hier 2500 ∙ 480 € ∙ 0,2 = 240.000 € gehört in den März und den April. Den Umsatz hast Du im Februar gemacht 2500 * 480.
Im zweiten und dritten Monat bekommst Du jeweils 20 %, daher die 0,2.

Das hier 3200 ∙ 480 € ∙ 0,25 + 3200 ∙ 480 € ∙ 0,25 ∙ 0,98 = 760.320 € gehört in den April. Den Umsatz hast Du im April gemacht 3200 * 480.
Du bekommst die Hälfte, aber von der Hälfte der Hälfte wird skontiert. Also bekommst Du ein Viertel komplett, von anderen Viertel 98 %.

LG
-Nausicaa
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