Stiefkind Controlling
Premium
Shop-Artikel

 

CJ-2017-03_inhalt-Seite003.jpgIm Kulturbetrieb sieht man das Controlling oft als ungeliebtes Stiefkind, sagt Petra Schneidewind vom Institut für Kulturmanagement in Ludwigsburg. Woran das liegt, erklärt die Expertin im Gespräch mit Controlling-Journal.

Frau Schneidewind, wie verbreitet ist heute ein Controlling in Kultureinrichtungen, also beispielsweise in Theatern und Opernhäusern, bei Sinfonieorchestern und in Musikschulen?
Petra Schneidewind: Die Kulturbetriebe, die Sie genannt haben sind natürlich sehr unterschiedlich in ihrer Struktur, in ihrer Größe und auch in ihrer Trägerschaft. In den großen Betrieben, in den großen Theatern, in den Orchesterbetrieben, in Museen und bei den großen Festivals ist das Controlling gut verbreitet. Sie sind mit Controllingstellen oder Controllingabteilungen ausgestattet. Die kleineren Einrichtungen sind in der Regel zu klein für eine Controllingstelle. Man muss auch sehr genau hinschauen, auf welches Verständnis für Controlling man trifft.

Wie meinen Sie das?
Schneidewind: Wenn ich bei Tagungen oder Vorträgen frage, wer Controlling macht, dann melden sich in der Regel etwa 80 oder 90 Prozent der Anwesenden. Doch das Verständnis von Controlling ist sehr unterschiedlich. Manche praktizieren nur eine Budgetüberwachung, eine kleine Inselbetrachtung. Das ist sehr in die Vergangenheit gerichtet. Man analysiert und bereitet Daten aus der Vergangenheit auf. Das Idealbild vom Controlling als ganzheitlichem Steuerungssystem sehe ich bisher im Kulturbetrieb kaum irgendwo verwirklicht.

Woran liegt es, dass sich dieser moderne Controllingbegriff im Kulturbetrieb so schwer durchsetzt?
Schneidewind: Dafür gibt es aus meiner Sicht zwei Gründe. Zum einen fehlt in vielen Häusern das Know How, vor allem in kleineren Häusern. Zum anderen ist das eine Sache der Einstellung. Das liegt am Verhältnis von Kulturbetrieb und Controlling. Mit wirtschaftlichen Instrumenten und Tools eine Kultur- einrichtung zu steuern, da gab und gibt es Befindlichkeiten und Ängste. Daher hat das Controlling in diesem Bereich schon beim Einstieg Schwierigkeiten gehabt. Das Verhältnis wurde zusätzlich belastet, weil man Controlling häufig unter falschen Vorzeichen eingeführt hat. Nämlich mit dem Verständnis von Kontrolle und Überwachung. Und es gab häufig auch falsche Einführungsmotive. Der Wunsch nach einem solchen Steuerungssystem kam nicht von den Einrichtungen selbst, sondern von Trägern: Ihr macht das jetzt. Das verstärkt den Eindruck des Kontrollierens und begünstigt die Einführung eines Controllings nicht wirklich. Das passiert oft in Häusern in kommunaler Trägerschaft. Dort führen Sparzwänge zur Einführung eines Controllings, um Einsparpotentiale zu finden. Das ist der falsche Weg. 

(4 Seiten)

Letzte Änderung W.V.R am 13.04.2018
3.00 EUR inkl. MwSt. 19%
Für Premium-Mitglieder frei Login Mitglied werden
Anzeige

Controlling- Newsletter

Neben aktuellen Neuigkeiten für Controller und neueingegangene Fachartikel, informieren wir Sie über interessante Literaturtipps, Tagungen , Seminarangebote und stellen Ihnen einzelne Software- Produkte im Detail vor.
zur Newsletter-Anmeldung >>
Anzeige
Anzeige

Community

Community_Home.jpg






Nutzen Sie kostenfrei das Forum für Controller und und diskutieren ihre Fragen zu Controlling-Themen.
Anzeige

Neu - Controlling-Journal!

CJ_Muster_titel-190px.jpg
Kurzweiliger Mix aus Fachinformationen, Karriere- und Arbeitsmarkt-News, Büroalltag und Softwarevorstellungen.

Probieren Sie jetzt das Print-Magazin Controlling-Journal >>
Anzeige

Neueste Stellenangebote

Sie möchten über neu eingehende Stellenangebote automatisch informiert werden? Dann können Sie unseren kostenfreien Jobletter abonnieren. Mit diesem erhalten Sie alle 14 Tage die aktuellsten Stellenanzeigen und weitere Arbeitsmarkt-News. Jobletter jetzt abonnieren >>
Anzeige

Wie zufrieden sind Sie mit uns?

rotstift_adpic_190px.jpg 
Über Ihre Meinung und auch ihre Anregungen für Veränderungen oder Erweiterungen würden wir uns sehr freuen. Nur 5 kurze Fragen, die in 5 Minuten beantwortet sind!  zur Umfrage >>
Anzeige

Fachbeitrag veröffentlichen?

Autorin.jpg Sie sind Autor von Fachbeiträgen mit Controlling-Thema? Gerne veröffentlichen oder vermarkten wir ihren Fachbeitrag im Themenbereich Controlling. Eine kurze Autorenvorstellung oder Unternehmensdarstellung am Ende des Artikels ist möglich. jetzt Mitmachen >>
Anzeige

TOP ANGEBOTE

Button__subThema.PNG RS Toolpaket - Planung:
4 Excel-Tools zum Paketpreis von nur 129,- EUR statt 207,- EUR bei Einzelkauf
Button__subThema.PNG RS Toolpaket - Controlling:
6 Excel-Tools zum Paketpreis von nur 169,- EUR statt 266,- EUR bei Einzelkauf
Button__subThema.PNG RS FiBu Paket:

8 Excel-Tools zum Paketpreis von nur 39,- EUR statt 49,- EUR bei Einzelkauf
Anzeige
Excel-Vorlagen-Shop.de
Anzeige

RS Liquiditätsplanung L

RS-Liquiditaetsplanung L.jpg
Liquiditätsplanung L ist ein in Excel erstelltes Werkzeug für die Liquiditätsplanung von Klein- unternehmen sowie Freiberuflern. Die Planung erfolgt auf Basis von veränderbaren Einnahmen- und Ausgabepositionen. Preis 20,- EUR. Mehr Informationen >>
Anzeige

Junior Group Controller (m/w)

Unbenannt.png
Wir sind eine internationale See- und Luftfrachtspedition mit Firmensitz in Hamburg und weltweit mehr als 2.000 Mitarbeitern, die in 80 Ländern in über 100 eigenen Büros für uns tätig sind. Zum nächstmöglichen Termin suchen wir für unseren Group Finance Bereich in Hamburg einen engagierten Junior Group Controller (m/w)Zum Stellenangebot >>
Anzeige

Software-Tipp

BI_Forderungscockpit_controllingportal.jpg Diamant/3 bietet Ihnen ein Rechnungswesen mit integriertem Controlling für Bilanz- / Finanz- und Kosten- / Erfolgs- Controlling sowie Forderungsmanagement und Personalcontrolling. Erweiterbar bis hin zum unternehmensweiten Controlling.

Mehr Informationen >>
Anzeige
Anzeige

Software-Tipp

box_Liquiditaetstool_W.pngRollierende Liquiditätsplanung auf Wochenbasis. Mit der Excel-Vorlage „Liquiditätstool“ erstellen Sie schnell und einfach ein Bild ihrer operativen Liquiditätslage für die nächsten (bis zu 52) Wochen.. Preis 47,60 EUR Mehr Infos und Download >>
Anzeige

RS-Balanced Scorecard

RS-Balanced Scorecard.jpg
Unternehmen mit Balanced Scorecard (BSC) im Einsatz sind erfolgreicher als ihre Wettbewerber. Erstellen Sie mit RS-BSC Ihre Balanced Scorecard! Definieren und überwachen Sie mit Hilfe dieser Excel-Vorlage ihre operativen und strategischen Ziele. Excel- Tool bestellen >>
Anzeige

Web-Tipp

RWP_Logo.jpg
Rechnungswesen-Portal.de: Zahlreiche Fachbeiträge und News zum Thema Rechnungswesen und Steuern. Umfangreiche Marktüber- sichten für kaufmännische Software, Seminare speziell für die Weiter- bildung von Buchhaltern und ein Forum runden das Angebot ab.
Anzeige

Web-TippVermieter1x1_logo_282px.jpg 

Vermieter1x1.de - Das Internetportal für Vermieter und Immobilien-Manager. Zahlreiche Fachbeiträge und News zum Thema Vernieten und Verwalten von Immobilien. Umfangreiche Marktübersichten für kaufmännische Software, Seminare  und Tagungen runden das Angebot ab.
Anzeige

Webtipp

Sie suchen eine Software für Ihr Unternehmen, z.B. eine Shopsoftware, Newsletter-Software oder ein ERP-System? Im Softwareverzeichnis auf findsoftware.de finden Sie einen Marktüberblick, Vergleichsstudien und ein Forum zum Austausch mit anderen Anwendern.
Anzeige

RS Controlling-System

RS-Controlling-System.jpg Das RS- Controlling-System bietet Planung, Ist- Auswertung und Forecasting in einem Excel-System. Monatliche und mehrjährige Planung. Ganz einfach Ist-Zahlen mit Hilfe von Plan/Ist-Vergleichen, Kennzahlen und Kapitalfluss- rechnung analysieren.  Alle Funktionen im Überblick >>
Anzeige

Excel Tool

Anlagenverwaltung in Excel: Das Inventar ist nach Bilanzpositionen untergliedert, Abschreibungen und Rest- Buchwerte ihrer Anlagegüter werden automatisch berechnet. Eine AfA- Tabelle, mit der Sie die Nutzungsdauer ihrer Anlagegüter ermitteln können, ist integriert. mehr Informationen >>
Anzeige

Bilanzbuchhalter werden !

Bilanzbuchhalter/in IHK ist die beliebteste Aufstiegsfortbildung für kaufmännische Praktiker aus allen Branchen.  Werden Sie mit einem sgd-Fernstudium in 21 Monaten Bilanzbuchhalter mit IHK-Abschluss. Nutzen Sie jetzt Ihre Chance >>