Allgemeine Fragen zu Kalkulationen in der beruflichen Praxis

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Allgemeine Fragen zu Kalkulationen in der beruflichen Praxis
Hallo zusammen,

ich bin Sachbearbeiter in der Buchhaltung eines Industrieunternehmens und spiele mit der Idee zukünftig in Richtung Controlling zu gehen (bin mir noch unsicher). Ich kenne KLR nur teilweise und ausschließlich theoretisch aus meiner Weiterbildung zum Finanzbuchhalter, das hat mir Spaß gemacht und finde KLR einfach spannend. Speziell zu Kalkulationen habe ich ein paar Fragen wo mir die Vorstellung fehlt wie das in der beruflichen Praxis gehandhabt wird:

■ Hat denn grundsätzlich jeder Controller mit Kalkulationen wie KLR, DB-Berechnung, Break-Even-Berechnungen zutun oder betrifft das spezielle Arten oder Formen von Controllern wie z.B. Financial Controllern oder IT-Controllern?

■ Wie werden denn typischerweise die o.g. Kalkulationen durchgeführt - wird sowas quasi händisch mithilfe von Formeln in Excel berechnet oder gibt es dafür Software, die sowas teilautomatisiert macht?

■ Ich stelle mir grundsätzlich Kalkulation als Teil von Planungsrechnung aber auch als Teil von einem Prozess in der Analyse vor (z.B. ob Angebote angepasst werden müssen oder ob das Unternehmen ganz allgemein kostendeckend arbeitet). Lässt sich ungefähr pauschal abschätzen, wie hoch der (zeitliche) Anteil an Berechnungen an sich beträgt z.B. pro Woche oder pro Monat?


Ich freue mich über eure Antworten und Erfahrungsberichte, danke und VG Felix
Hi Felix  :wink1: ,

ich selbst bin erst seit Juli 2024 im Controlling eines Energieversorgers und habe (wie Du auch) vorher nur theoretische Kenntnisse des Controllings gehabt. Dennoch versuche ich, Deine Fragen zu beantworten.  ;)

Die Aufgabe eines Controllers im Allgemeinen sind die Kontrolle der Kosten und der Erlöse, deren Planung sowie die Berichterstattung an die Entscheidungsträger. Dabei gibt es verschiedene Ausprägungen die (je nach Unternehmensgröße)  auch durchaus Sinn machen. Bei uns im Unternehmen arbeite ich als Vertriebscontroller auf Konzernebene. Meine Daten erhalte ich von den Vertriebscontrolling-Kollegen aus der Abteilung Vertrieb. Nach Aufbereitung und Analyse gebe ich die Daten dann wiederum an eine direkte Kollegin von mir, welche Diese mit den Daten der Controller aus dem zweiten Vertriebsbereich, der Cost- und Service-Center und der Tochtergesellschaften zusammen führt. Daneben gibt es noch Kollegen, die sich ausschließlich um den Bereich Beteiligungscontrolling sowie Risikocontrolling kümmern.
Deine erste Frage beantworte ich daher mit einem "ja". Lediglich Tiefe und Ausprägung der Analysen und Berechnungen kann unterschiedlich sein.

Wir haben bisher die Kalkulationen hauptsächlich in Excel durchgeführt. Allerdings werden wir für den Konzernbereich ein Controlling-Tool einführen, was für uns künftig diese Kalkulationen und Planungen automatisiert anpassen soll. Dadurch bleibt uns dann wesentlich mehr Zeit für die Erstellung der Berichte, Analyse und Optimierung der Prozesse. Auch das ist von Unternehmen zu Unternehmen unterschiedlich.

Wie hoch der zeitliche Anteil an Berechnungen hängt also sehr stark von den technischen Gegebenheiten ab. In Excel müssen für jede Planung die Dateien entsprechen angepasst, Formeln aktualisiert und optimiert werden. Eine pauschale Aussage dazu halte ich daher für schwierig.

Kannst ja einfach mal bei Dir im Unternehmen nach einer Hospitanz im Controlling anfragen. Dann bekommst Du einen direkten Einblick bei Dir selbst.
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