Einsparungseffekte durch Zentralisierung - Wieviel real, wieviel nur Augenwischerei?

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Einsparungseffekte durch Zentralisierung - Wieviel real, wieviel nur Augenwischerei?
Hallo zusammen,

ich würde an der Stelle gerne ein Thema diskutieren, mit dem ich nun schon etliche Jahre immer wieder konfrontiert bin, ich aber immer mehr der Meinung bin, es bringt weniger, als oftmals angenommen: Die Zentralisierung von Aufgaben und Prozessen.
Damit meine ich Dinge wie:
  • Smartphones werden nicht mehr durch jeden User selbst auf einem Unternehmensportal bestellt, sondern durch eine Person, die unternehmensweit dafür zuständig ist.
  • Es gibt nicht mehr an jedem Standort eine IT, sondern vieles wird durch die Zentrale übernommen.
  • Rechnungen werden nicht durch den Besteller vorkontiert, sondern an einer zentralen Erfassungsstelle
  • usw.

Oftmals im Grunde auch nur kleine Prozesse, die nicht mehr jeder selbst erledigen soll.

Der Gedanke dahinter ist klar, an einer spezialisierten Stelle kann sowas deutlich effizienter erledigt werden als dezentral bzw. durch jeden Mitarbeiter selbst. Das ist natürlich auch richtig so. Ich habe in meinem Berufsleben nun aber schon eine Vielzahl von Projekten begleitet, die genau solche positiven Zentralisierungseffekte zum Ziel hatten, die durch die Bank aber nicht in der erwarteten Höhe eingetreten sind. Oder aber es wurde nur unter Annahmen eine Einsparung erreicht, die real so nie vorhanden ist.
Um beim Smartphone-Beispiel zu bleiben:
Nehmen wir an, 1000 Mitarbeiter dürfen sich alle zwei Jahre ein neues Smartphone bestellen. Machen sie das selbst benötigen sie dafür 30 Minuten.
Nehmen wir an, die selbe Aufgabe kann ein spezialisierter Mitarbeiter in 15 Minuten erledigen.
Dann kann man natürlich hergehen und vorrechnen, super, wir haben dadurch jedes Jahr 250h bei den Mitarbeitern eingespart, der Spezialist arbeitet dafür nur 125h.
Aber:
Die halbe Stunde, die jeder Mitarbeiter alle zwei Jahre dadurch einspart, die wird er nicht plötzlich in Mehrarbeit investieren, im Zweifelsfall trinkt er einfach ein paar Kaffee mehr. Auf der anderen Seite sehe ich aber ganz genau die Mehrkosten die zentralseitig entstehen, weil sie dort gebündelt auftreten.

Auch wenn das Beispiel evtl. doof ist, ich hoffe ihr versteht, worauf ich hinaus will:
Einsparungen durch Zentralisierungen gehen meiner Erfahrung nach oftmals im "Rauschen" unter, können nicht wirklich gegriffen werden und werden deshalb geschätzt. Zentralseitige Mehrkosten sind dagegen direkt erkennbar. Meiner Erfahrung nach besteht dann meist auch die Tendenz, die Abschätzung der Einsparung viel zu hoch anzusetzen oder eine zu sehen, wo garkeine vorhanden ist, schließlich muss man die Zentralisierungsmaßnahme ja rechtfertigen. Ebenso werden "Reibungsverluste" vergessen, die dadurch entstehen, dass Dinge nicht mehr vor Ort erledigt werden können. Wenn der Helpdesk in Indien viel günstiger ist, schön und gut, wenn es viel länger dauert, bis ich einem Inder mein Problem erkläre oder das ganze nur auf Englisch geht, 50% der eigenen Mitarbeiter aber keine ausreichenden Englischkenntnisse mitbringen, dann ist mir an der Stelle mit geringeren Kosten nicht geholfen.

Wie seht ihr das Thema? Habt ihr evtl. ähnliche Erfahrungen gemacht?

Viele Grüße
Otscho
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