Frage zu Eigenkapital-Quote und Bilanzfehler

Anzeige
controller_152px.jpgController/in (IHK) werden! Sie möchten ins Controlling einsteigen? Werden Sie mit einem ILS-Fernstudium in 18 Monaten Controller mit IHK-Abschluss. Dieser Fernlehrgang ist nach AZAV zertifiziert und durch den Bildungsgutschein der Agentur für Arbeit zu 100 % förderungsfähig. Nutzen Sie diese Weiterbildung als Sprungbrett für Ihre Karriere und steigen ins Controlling ein. Jetzt Infos anfordern >>


Neues Thema in folgender Kategorie
Seiten: 1
Antworten
[ geschlossen ] Frage zu Eigenkapital-Quote und Bilanzfehler
Hallo an alle,

hab ein kleines Problem. Ich studiere BWL und schreiben nächste Woche im Fach Controlling eine Klausur. Ich versuche gerade eine alte Klausur zu lösen und stecke bei zwei Fragen fest.
Und zwar:

Frage 1:

Beitrag mit dem Titel "Wie kann man die Eigenkapital-Quote verbessern?" Vorschlag eines Diplom-Volkswirt: Die Eigenkaptal-Quote durch die Abtretung erwarteter Einnahmen zu verbessern.

Inwiefern ist der Vorschlag zur Verbesserung der Eigenkapital-Quote geeignet?
Antwort bitte begründen.


Frage 2:

"GM schockt mit Bilanzfehlern die Börse"
General Motors hat den Gewinn des Jahres 2001 irrtümlich um ca. 350 Mio. Dollar zu hoch ausgewiesen. Der Grund: Lieferantenkredite wurden irrtümlich als Einnahmen verbucht.
GM korrigierte Ende des Jahres 2005 nachträglich die Bilanz für das Jahr 2001 um 350 Mio. Dollar.

Wirkt sich die Bilanzkorrektur der GM-Bilanz in Höhe von 350 Mio. für das Jahr 2001 auch auf die GM-Bilanzen der Folgejahre 2002, 2003, 2004 aus?
Antwort bitte begründen.


Bin für eure Hilfe echt dankbar und freue mich auf eure Antworten

Gruß
Bearbeitet: bwlpaukerin - 26.01.2007 22:09:19
Hallo

zu deiner ersten Frage: Die Abtretung erwarteter Einnahmen sind aus meiner Sicht Forderung = UV.
Forderungen können entweder an Banken abgetreten werden, oder an andere Gesellschaften verkauft werden, das nennt sich dann Factoring. In beiden Fällen bekommt das Unternehmen Geld von der Gesellschaft(entweder Bank oder die Factoringgesellschaft). Diese Geld kann als Umsatzerlöse verbucht werden. Da Gewinn bekanntlich Umsatz-Kosten ist, sollte sich damit auch der Gewinn erhöhen bzw. der Verlust verringern. Da der Gewinn ins EK fließt, erhöht sich somit die EK-Quote. Ein weiterer Vorteil ist, dass das Risiko des Forderungsausfalls an die Gesellschaft mitabgetreten wurde und keine Bedrohung mehr für das Unternehmen ist.

zu deiner zweiten Frage:

Wenn GM die 350 Mio rückwikend in die Bilanz von 01 in die richtige Position gebucht hat(also Lieferantenkredit), dann hat sich in diesem Jahr der Bilanzgewinn um die 350 Mio reduziert bzw. der Bilanzverlust um den Betrag erhöht.
Für die Folgejahre bedeutet dies, dass der Gewinn- oder Verlustvortrag auch um den Wert korrigiert werden muss. Weiterhin müssen Tilgungsmodalitäten beachtet werden. Aber in jeden Fall verringert sich der Bilanzgewinn um die 350 mio + Tilgung auch für die Folgejahre.

Ich hoffe ich konnte dir ein wenig helfen. War es denn verständlich? Oder hast du andere Gedanken dazu?
@controller16
Danke für deine ausführliche Antwort.
Du hast meine Vermutungen mit sachlichen Begründungen bestätigt.
Deine Anwort ist eine sehr große Hilfe für mich.

Ich bin für weitere Tips und Anregungen offen.

Gruß
Bearbeitet: bwlpaukerin - 26.01.2007 22:10:02
@controller16
Ein Freund von mir hat folgende Antwort auf die erste Fragen gegeben:
zu 1) Nein, Forderungen gegen Bankvermögen zu tauschen ist nur ein Aktivtausch und beeinflusst nicht das Verhältnis von EK zum Gesamtkapital...

Was ist deine Meinug hierzu, denn er hat offensichtlich eine andere Meinung.

Über ein Feedback von dir würde ich mich freuen.

Gruß
Bearbeitet: bwlpaukerin - 26.01.2007 22:10:43
Zitat
controller16 quote:
Hallo

zu deiner ersten Frage: Die Abtretung erwarteter Einnahmen sind aus meiner Sicht Forderung = UV.
Forderungen können entweder an Banken abgetreten werden, oder an andere Gesellschaften verkauft werden, das nennt sich dann Factoring. In beiden Fällen bekommt das Unternehmen Geld von der Gesellschaft(entweder Bank oder die Factoringgesellschaft). Diese Geld kann als Umsatzerlöse verbucht werden. Da Gewinn bekanntlich Umsatz-Kosten ist, sollte sich damit auch der Gewinn erhöhen bzw. der Verlust verringern. Da der Gewinn ins EK fließt, erhöht sich somit die EK-Quote. Ein weiterer Vorteil ist, dass das Risiko des Forderungsausfalls an die Gesellschaft mitabgetreten wurde und keine Bedrohung mehr für das Unternehmen ist.

Also das Factoring hast du richtig erklärt, aber die Bank zahlt doch einen geringeren Betrag als die Forderungen an Wert in der Bilanz haben. Das ist dann 1. nur ein Aktivtausch (Ford. weg, dafür Bankguthaben) und 2. macht das Unternehmen doch auch noch Verlust dabei. Die liquiden Mittel werden dadurch erhöht, aber nicht das EK! Ist doch eine Bilanzverkürzung.

Falls jetzt falsch liege tut es mir leid. Aber so würde ich das sehen.

MfG
Hmm, das hört sich erst einmal richtig an.
Aber ein Gedanke den ich noch dazu hab ist, wenn die Forderungen zu 100% sicher nicht ausfallen, dann sollte auch 100% der Forderung ausezahlt werden. Somit hat das Unternehmen gleich für die Periode einen Zahlungseingang und muss nicht auf die säumigen Zahler warten. Der Zahlungseingang kann doch nun aber unter Umsatzerlöse verbucht werden und somit direkt in die GuV hinein kommen. Die Folge ist die Umsatzerlöse steigen und somit auch der Gewinn und somit die EK-Quote...

Hab ich einen Denkfehler???

Gruß
@Controller16,

du vergisst zu beachten, dass die Umsatzerlöse durch die Buchung der Forderungen schon vorhanden sind. Die G+V ändert sich durch den Zahlungseingang nicht.

Gruß, CP1
Seiten: 1
Antworten
User, die dieses Thema lesen. (1 Gäste, 0 registrierte User, 0 versteckte User):

Aktuelle Job-Angebote für Controller

Details/Firma Ort/Region Anzeige Firmeninfo
Datenanalysten (m/w)
Die Techniker
Hamburg Firmeninfo
Sachbearbeiter/in für das Arbeitsgebiet „Kämmerei, Steuern, Beteiligungen und Anwendungen des Finanzwesens“
Bezirk Oberbayern
München Firmeninfo
Controller (w/m)
d&b audiotechnik GmbH
Backnang Firmeninfo
Referent (m/w) Rechnungswesen
Grieshaber Feinmechanik GmbH & Co. KG
Eisenbach Firmeninfo
Mitarbeiter Rechnungslegung / Meldewesen (m/w)
Stadtsparkasse Wunstorf
Wunstorf
Referent (m/w) Service-Controlling (Schwerpunkt Full Service)
Jungheinrich AG
Kaltenkirchen Firmeninfo
Europa Senior Controller / Financial Analyst (m/w)
Aleris Rolled Products Germany GmbH
Koblenz Firmeninfo
Senior Controller (m/w)
SCHUBERTH GRUPPE
Magdeburg Firmeninfo
Beteiligungscontroller (m/w)
CTS Eventim
Bremen Anzeige Firmeninfo
Projektleiter (m/w) Controlling
Löwen Play GmbH
Firmeninfo
BUCHHALTER / KREDITORENBUCHHALTER (M/W)
The KaDeWe Group GmbH
Berlin Anzeige
STEUERREFERENT / TAX SPECIALIST (M/W)
KaDeWe Group
Berlin Anzeige Firmeninfo
Kaufmännischen Mitarbeiter / Controller (w/m)
Pan Dacom Networking AG
Dreieich bei Frankfurt / Main Firmeninfo
Buchhalter / Debitorenbuchhalter (m/w)
The KaDeWe Group GmbH
Berlin
ANLAGENBUCHHALTER (M/W)
The KaDeWe Group GmbH
Berlin Anzeige

Anzeige

Confex - Inhouse - Seminare

285x120_Inhouse.png
Haben mehrere Ihrer Kollegen den gleichen Fortbildungsbedarf? Möchten Sie Ihre Führungskräfte und Mitarbeiter gezielt qualifizieren? In diesem Fall ist eine unternehmensinterne Schulung oft die beste Lösung. Jetzt lesen!
Anzeige
Travsim - günstig surfen im Ausland
Anzeige

Software-Tipp

Baukostenrechner-150px.jpgDer Excel-Baukostenrechner unterstützt Sie in der Kalkulation der Kosten Ihres Hausbaus mit einer detaillierte Kosten- und Erlösplanung. Zusätzlich bietet Ihnen dieses Excel-Tool einen Plan / IST-Vergleich sowie verschiedene andere Auswertungen.. Preis 30,- EUR Mehr Infos und Download >>
Anzeige

Referent (m/w) Service-Controlling (Schwerpunkt Full Service)

JH_Logo_RGB.png
Mit ausgereiften Innovationen und verlässlichen Produkten gestaltet Jungheinrich die Intralogistik neu. Durch uns verschmelzen Fahrzeuge, Lagersysteme und Technologien für unsere Kunden zu ganzheitlichen Lösungen. Die Jungheinrich Service & Parts AG & Co. KG in Kaltenkirchen sorgt mit einem der fortschrittlichsten Zentrallager Europas für die internationale Ersatzteilversorgung unserer Produkte. Zum Stellenangebot >>
Anzeige

Excel-Vorlagen

 Investitionsrechnung Excel.jpg
Berechnen Sie die Rentabilität, Kapitalwert oder Armortisationszeit Ihrer Investitionen mit
Excel-Vorlagen für Investitionsrechnung
. Eine Auswahl finden Sie hier >>
Anzeige

Software-Tipp

box_Liquiditaetstool_W.pngRollierende Liquiditätsplanung auf Wochenbasis. Mit der Excel-Vorlage „Liquiditätstool“ erstellen Sie schnell und einfach ein Bild ihrer operativen Liquiditätslage für die nächsten (bis zu 52) Wochen.. Preis 47,60 EUR Mehr Infos und Download >>
Anzeige

RS-Balanced Scorecard

RS-Balanced Scorecard.jpg
Unternehmen mit Balanced Scorecard (BSC) im Einsatz sind erfolgreicher als ihre Wettbewerber. Erstellen Sie mit RS-BSC Ihre Balanced Scorecard! Definieren und überwachen Sie mit Hilfe dieser Excel-Vorlage ihre operativen und strategischen Ziele. Excel- Tool bestellen >>
Anzeige

Webtipp

 Forum Lohnabrechnung 
Sie haben eine Frage zum Thema Lohnabrechnung oder wollen über Ihre Erfahrungen zu einer Lohn-Software diskutieren? Das Forum von Lohn1x1.de ist Treffpunkt von Lohnbuchhaltern und bietet Ihnen die Möglichkeit zur Diskussion ihrer Fragen.
Anzeige

Web-TippVermieter1x1_logo_282px.jpg 

Vermieter1x1.de - Das Internetportal für Vermieter und Immobilien-Manager. Zahlreiche Fachbeiträge und News zum Thema Vernieten und Verwalten von Immobilien. Umfangreiche Marktübersichten für kaufmännische Software, Seminare  und Tagungen runden das Angebot ab.
Anzeige
Anzeige

RS Controlling-System

RS-Controlling-System.jpg Das RS- Controlling-System bietet Planung, Ist- Auswertung und Forecasting in einem Excel-System. Monatliche und mehrjährige Planung. Ganz einfach Ist-Zahlen mit Hilfe von Plan/Ist-Vergleichen, Kennzahlen und Kapitalfluss- rechnung analysieren.  Alle Funktionen im Überblick >>