Dieses dynamische Investitionsverfahren beurteilt die Anlagegüter mithilfe des internen Zinsfußes.
Interner Zinsfuß:
Der interne Zinsfuß bezeichnet den Zinssatz, der beim Abzinsen der Überschüsse zu einem Kapitalwert von Null führt. Eine Investition ist immer dann vorteilhaft, wenn der interne Zinsfuß über der geforderten Mindestverzinsung liegt. Somit wird Co = 0 und es ergibt sich die unten angegebene Formel. Auch hier würde ein Liquidationserlös angezinst und den Überschüssen hinzuaddiert werden.

Ermittlung des internen Zinsfußes:
Zur Bestimmung des internen Zinsfußes eignen sich die grafische sowie die rechnerische Methode.
Beide sollen in diesem Beispiel zur Anwendung kommen. Es wird von einem Kalkulationszins von 9% ausgegangen. Die Anschaffungskosten des Investitionsgutes betrugen 90.000 €, die Nutzungsdauer 5 Jahre. Für die wählbaren Versuchszinssätze für die Berechnung der Kapitalwerte wurden Zinsen in Höhe von 7% und 14% bestimmt.
Mithilfe einer Wertetabelle ermittelt man den Kapitalwert der Investitionen:

Im Anschluss daran können die Werte in einen Grafen übertragen werden:

Nach dem Verbinden der Punkte zwischen Versuchszins und Kapitalwert erhält man eine Gerade, die auf der y-Achse den internen Zinssatz ermittelt. Laut grafischer Bestimmung ist dieser folglich 10%. Auch die Berechnung nach der "Regula falsi" kommt zu dem gleichen Ergebnis:

Ergebnis der Berechnungen:
Die Investition der Anlage ist vorteilhaft, da der interne Zinsfuß mit 10% über dem Kalkulationszinssatz von 9% liegt.
Kritische Beurteilung:
(1) Die interne Zinsfuß-Methode ist in befragten Unternehmen sehr beliebt. Ca. 68% wenden diese zur Investitionsplanung an. Der Vorteil liegt in der zeitlichen und wertmäßigen Differenzierbarkeit von Zeitreihen. Auch die Anschaulichkeit der Methode ist durch die verschiedenen Ermittlungsarten gegeben. In der Praxis wirken jedoch auch die Nachteile am Erfolg mit.
Erfahrungsgemäß ist es schwer, Investitionen zu vergleichen, die unterschiedliche Anschaffungskosten oder auch Nutzungsdauern aufweisen. Dieses Problem soll mithilfe von Differenzinvestitionen umgangen werden. Zudem sind die Zurechenbarkeit und die Ungewissheit der Zahlungsreihen problematisch. In der Regel können fließende Zahlungen nicht in jedem Fall vollständig berechnet werden.
Quellen:
(1) Vgl. Investition, Olfert / Reichel, Kiehl Verlag, 10. Auflage, 2006, S. 230.
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