Bewerber bevorzugen digitale Prozesse

Vor allem schnell und einfach soll eine Bewerbung möglich sein, daher stehen bei vielen Jobaspiranten digitale Bewerbungsprozesse hoch im Kurs. Ganz auf menschlichen Kontakt verzichten wollen sie aber nicht, wie eine gemeinsame Studie von Stepstone und dem Bundesverband der Personalmanager zeigt.

Wenn es um die Rekrutierung neuer Beschäftigten geht, haben Unternehmen inzwischen viele technische Möglichkeiten – vom automatisierten Auswahlverfahren bis zur intelligenten Vorhersage des eigenen Mitarbeiterbedarfs. Auch die Mehrheit der Bewerber steht digitalen Prozessen aufgeschlossen gegenüber. Das hat die Studie „Sind wir jetzt digital? Digitales Bewerben und Recruiting im Fokus“ der Online-Jobplattform Stepstone und des Bundesverbandes der Personalmanager (BPM) ergeben. Demnach bewerten zudem 80 Prozent der Befragten die eigenen Fähigkeiten und Kenntnisse, digitale Instrumente im Bewerbungsprozess zu nutzen, mit den Schulnoten sehr gut oder gut. Positive Erfahrungen haben sie laut Studie mehrheitlich mit Bewerbungen per One-Klick, mit Videointerviews oder dem Hochladen von Lebensläufen in Datenbanken gemacht.
Aus Sicht des BPM ist es entscheidend, dass die digitalen Recuiting-Tools funktionieren, unkompliziert sind und dem Bewerber klar aufzeigen, dass sie den Bewerbungsprozess zu seinen Gunsten verkürzen. Denn viele Bewerbungsprozesse würden immer noch zu lange dauern. Bei der tatsächlichen Nutzung digitaler Tools gebe es daher noch Luft nach oben.

Auch wenn es Zeit kostet: Ohne direkten menschlichen Kontakt ist ein Bewerbungsprozess nicht ideal. Aus Sicht der meisten Befragten soll es beim näheren Kennenlernen des potenziellen neuen Arbeitgebers unbedingt persönlich zugehen: Während 63 Prozent betonen, ab dem ersten Kennenlerngespräch mit Menschen agieren und von Menschen bewertet werden zu wollen, können sich nur sieben Prozent einen rein digitalen Ablauf vorstellen. Dass digitale Tools Stimme und Mimik während eines Job-Interviews analysieren, lehnen fast zwei Drittel der Befragten ab.

Insgesamt zeigen die Ergebnisse, dass Menschen für digitale Lösungen im Bewerbungsprozess bereit und offen sind – sofern diese zu dessen Effizienz beitragen und den menschlichen Recruiter unterstützen, aber nicht ersetzen. Die Befragten möchten, dass letztlich ein Mensch die Entscheidung trifft. 


Erstellt von (Name) E.R. am 26.10.2020
Geändert: 26.10.2020 10:53:38
Autor:  Petra Hannen
Quelle:  Stepstone
Bild:  Bildagentur PantherMedia / Oleg Dudko
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