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Wechsel ins Controlling? Bitte um Hilfestellung
Hallo Tojara84,

ich sehe du kommst von den "Big4" der Beratung und was dir beim Telefoninterview gesagt wurde deutet auch eher auf eine Bewerbung bei einem größeren Konzern hin, von dem her was als Einstellungsvoraussetzung erwartet wird.

Mein Tipp wäre, dass du dich bei einem KMU auf eine Controlling-Stelle bewirbst. Das muß auch nicht unbedingt "Junior" sein, nur Mut. Die dort gewonnene Berufserfahrung ermöglicht dir später meiner Meinung nach wahrscheinlich auch einen Einstieg bei den angepeilten Konzernen. Oder die Arbeit bei den "Kleinen" gefällt dir und du bleibst in diesem Unternehmensumfeld.

Natürlich vorausgesetzt so etwas käme für dich grundsätzlich in Frage. Auch denke ich wären die Job-Chancen abseits der großen Metropolen höher, wenn du einen Umzug aufs Land nicht ausschließst.

Schönen Gruß
Andreas
Leerkosten
Hallo Kerstin,

ich verstehe es so dass du eine Laufzeit als Grundlage für eine Stundensatzberechnung ermitteln willst, mit Hilfe deren Daten u. a. die Herstellkosten berechnet werden sollen.

Ich würde als Ansatz für die "Normalbeschäftigung" der Maschine eure betrieblichen Standards verwenden. Das bedeutet, wenn ihr regulär im 2-Schicht-Betrieb arbeitet auch entsprechend nur die Stunden für 2 Schichten ansetzen. Das hängt zusätzlich auch davon ab, ob die Maschine mit Bedienpersonal laufen muss, oder ob auch ein vorprogrammierter Einsatz möglich ist (ohne Bediener) z. B. mit entsprechend großen Serien oder langen Bearbeitungszeiten auch über Nacht / am Wochenende. Dann müsstest du die Stundenzahl entsprechend höher ansetzen. Deine anderen Fragen bzgl. Feiertage, Urlaub etc. sollten sich damit auch erledigen.

Je nach Auftragslage kann es sein dass sich die geplante Schichtzahl und Laufzeit bestimmter Anlagen verändert, also z. B. bei hoher Nachfrage von 2 auf 3 Schichten erhöht wird. Diese Anpassungen musst du entsprechend abbilden.

Werden die Rüstzeiten bei euch im Produktpreis mitkalkuliert? Wenn ja, solltest du die Rüstzeiten nicht von deiner Stundenbasis abziehen.

Die Ausfallzeiten für Wartung und Störungen sollten soweit möglich geschätzt und von der Laufzeit abgezogen werden. Sprich doch mit dem Bedienpersonal und lass sie eine Schätzung abgeben. Je nach Genauigkeitswunsch kannst du das auch noch ab sofort erfassen um bei der nächsten Berechnung eine bessere Datengrundlage zu erhalten.

Schöne Grüße
Andreas
Abrechnung von Projekte
Hallo CP8,

vielleicht wäre es eine Möglichkeit, dies über Innenaufträge abzuwickeln.

Also ein Auftrag als Kontierungsobjekt je Abrechnungsakte, damit ihr nach Auftragsende die Kosten gesammelt betrachten könnt.

Die Eingangsrechnungen der verschiedenen Monate müssten dann nur jeweils auf den richtigen Auftrag gebucht werden.

Schöne Grüße
Andreas
Wie oft wird kalkuliert / neuer Standardpreis fortgeschrieben
Hallo Controller76,

wir kalkulieren die Artikel mit Standardpreis (auch SAP im Einsatz?) mindestens vierteljährlich neu, da es z. B. laufend Schwankungen bei den Rohstoff-Preisen und auch Änderungen an den Kostenstellen-Tarifen geben kann. Die Umbewertungen wirken sich auf die jeweiligen Monatsergebnisse aus und sind für uns aber kein Problem, da die Schwankungen als Begründung herhalten.

Ob es bilanziell Besonderheiten gibt oder jemals Probleme bei einer Prüfung gab - da wäre mir nichts bekannt. Bin allerdings hier nicht mehr im Thema.

Schönen Gruß
Andreas
Hilfsstoffe auf Material oder Fertigung umlegen
Hallo Tobilein,

du hast dir deine Frage schon selbst beantwortet. Ich würde es auch so sehen, dass die Hilfsstoffe in die Fertigungsgemeinkosten einfließen sollten.

Im MGK-Bereich würden wir das auch nicht sehen, außerdem ist der Erfassungsaufwand bei der Betrachtung als Einzelkosten vermutlich unverhältnismäßig hoch.

Schöne Grüße
Andreas
Werkzeugkosten verrechnen?
Hallo Rchrist,

bei uns ist es so, dass wir bei den Matrizen für Stanzmaschinen (und grundsätzlich) eine Unterscheidung in kundenspezifische und allgemeine Werkzeuge machen.

Die kundenspezifischen Werkzeuge verrechnen wir in der Regel direkt und separat (z. B. als Einmalkosten) an den Kunden.

Bei den allgemeinen Werkzeugen kontieren wir diese auf Kostenstelle und lassen deren Kosten über diesen Weg in den Stundensatz einfließen. Die Kontierung auf Kostenstelle erfolgt in so einem Fall meistens als Sofortaufwand, wenn es teure und länger nutzbare Werkzeuge sind (nicht im Stanzbereich) dann werden diese aktiviert und die Abschreibung läuft wiederum auf die entsprechende Kostenstelle, also auch wieder in den Stundensatz.

Schöne Grüße
Andreas
Prozessorientierte Kalkulation vs. Prozesskostenrechnung, Fragen zum Unterschied, Aufwand und Ermittlung der Prozesskostensätze
Hallo TBerg,

deine Idee für den nächsten Schritt geht bestimmt in die richtige Richtung. Wenn ich noch etwas zum Thema finde, stell ich es gern zur Verfügung.

Diese Seite kennst vermutlich bereits: http://www.ixwin.de/prozessorientierte_Kalkulation.html

Aber: Interessant ist hier der letzte Absatz, wonach nur die "Bereiche Beschaffung, Fertigung, Auftragsbearbeitung sowie ... Versand" über die prozessorientierte Herangehensweise verursachungsgerecht auf die Kostenträger verrechenbar wären. Das wäre ja dann schon eine erste Vereinfachung zur "echten" Prozesskostenrechnung - also z. B. die Leitungsfunktionen von der Analyse auszuschließen.

Schönen Gruß
Andreas
Prozessorientierte Kalkulation vs. Prozesskostenrechnung, Fragen zum Unterschied, Aufwand und Ermittlung der Prozesskostensätze
Hallo TBerg,

wenn das Fraunhofer Institut hier eine besondere Methode entwickelt hat, denke ich dass du am besten dort mit Fragen ansetzen solltest.

Ich habe mit denen keine Erfahrung, wenn das Thema ähnlich wie bei einer Unternehmensberatung aufgehängt ist, werden die natürlich ihre "Betriebsgeheimnisse" nicht verraten. Sonst könnte ja jedes Unternehmen selbständig prozessorientierte Kalkulation einführen, mit "deutlich reduziertem Aufwand"... ;-)

Für mich sieht das PDF-Beispiel allerdings wie normale Prozesskostenrechnung ohne leistungsmengenneutrale Bestandteile aus.

Schöne Grüße
Andreas
Prozessorientierte Kalkulation vs. Prozesskostenrechnung, Fragen zum Unterschied, Aufwand und Ermittlung der Prozesskostensätze
Hallo TBerg,

vielleicht ist mit prozessorientierter Kalkulation gemeint, dass die einzelnen Fertigungsschritte kalkuliert werden. Im Unterschied zur Prozesskostenrechnung würden jedoch die Gemeinkosten über Zuschlagssätze auf die Produkte verrechnet, nicht über Prozesskostensätze.

Das würde dann auch einen deutlichen Unterschied im Erhebungsaufwand erklären, da du bei prozessorientierter Kalkulation + Zuschlagssätzen keinerlei Tätigkeitsanalyse im Gemeinkostenbereich durchführen mußt (eben ohne die ganze Kette, die du beschrieben hast).

Zur Verdeutlichung, was ich jetzt mit prozessorientiert bzw. Fertigungsschritte meine, ein Beispiel aus der Blechbearbeitung wie sich deine Herstellkosten zusammensetzen könnten:

Material
+MGK
=MEK

Stanzen -> Zeit x Stundensatz
Biegen -> ...
Bohren
Entgraten
Lackieren
+FGK
=FEK

MEK+FEK = HK

Bei der Prozesskostenrechnung würdest du ja MGK und FGK ebenfalls aufsplitten und die einzelnen Prozesse bewerten.

Vielleicht hilft dir das weiter.

Schöne Grüße
Andreas
Geändert: Andreas_CO - 27.01.2014 09:24:51
Richtige Kostenstellenbelastung
Hallo,

wenn es eine Kostenträgerrechnung gibt (Produkt/Auftrag/...) sollten die Kosten direkt den entsprechenden Produkten zugeordnet werden. Was würde es bringen, wenn die Gemeinkosten statt auf der Kostenstelle "Techn. Doku" jetzt unter "Vertrieb" erscheinen?

Existiert keine Kostenträgerrechnung, könnte man die Sache auch so sehen, dass die Dokumentation vom Vertrieb verursacht wird und dieser daher die Kosten zu tragen hat.

In beiden Fällen würde ich auch die Erstellung der deutschen Dokumentation (also der Vorlage) entsprechend zurechnen.

Meine Meinung :-)

Schöne Grüße
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