daniel1809 (Alle Beiträge)

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Differenzierte Zuschlagskalkulation, Mensaessen
Hallo Tellme,

Nausicaa hat schon ganz recht - du musst Zuschlagssätze für die Gemeinkostenbereiche ermitteln.

Ermittle differenzierte Zuschlagssätze, indem du die Gemeinkosten der jeweiligen Abteilung ins Verhältnis zum Wareneinkauf insgesamt setzt. (z.B. Gemeinkosten Beschaffung / Wareneinkauf über alle Menüs, Gemeinkosten Zubereitung / Wareneinkauf über alle Menüs, etc.) Dann bekommst du 4 Zuschlagssätze.

Zu guter letzt kalkulierst du pro Menü deinen Wareneinsatz + Zuschlagssatz Beschaffung + Zuschlagssatz Zubereitung + ... und errechnest somit deine Selbstkosten.

(Nach diesem Prinzip trägt das Menü mit dem höchsten Wareneinsatz auch den größten Anteil der Gemeinkosten, dieser Zusammenhang muss so natürlich nicht stimmen, er wird aus Gründen der Vereinfachung unterstellt)

VG!
DB-Rechnung bei Dienstleistern - variable, fixe, einzel, und gemeinkosten, wie berechnet ihr bei Dienstleistern den deckungsbeitrag?
Hallo Leute,

ich wärme diesen alten Thread nochmal auf, da dieses Thema nicht ganz trivial ist und ich aus Eigeninteresse ein paar Fragen habe...Nur ganz kurz zur Erläuterung, ich bin gerade dabei, einen Controllingbereich für ein Dienstleistungsunternehmen aufzubauen. Dazu gehört ebenfalls eine Kostenrechnung und in dem Zusammenhang ist auch der Begriff der DB-Rechnung gefallen.

Fixkostenremanenz legt den "Finger in die Wunde":

Zitat
Hast du keine oder nur wenige variable Kosten, dient deine erlös eben zur Deckung der gesamten Fixkosten, wobei dann auch der Sinn einer Deckungsbeitragsrechnung als Ergebnisrechnung zu hinterfragen wäre...

Das Aufteilen der Kosten in fixe und variable Anteile (wie wir es alle aus der Theorie kennen) fällt ungemein schwer, da weder Löhne (nur Gehälter) bezahlt werden, noch variables Material so ohne weiteres zuordnet werden kann.

Mein Ansatz ist jetzt folgender (und nochmal: ich löse mich hier von dem strengen, theoretischen Ansatz und setzte DB deswegen in ""):

Berechnung des "DB I" = USE - Materialkosten - Fremdleistungskosten - geleistete Stunden (bewertet mit internem Verrechnungssatz)
Berechnung des "DB II" = "DB I" - fixe Kosten

Im "DB I" sind Material- und Fremdleistungskosten bewertet mit den Einzelkosten, der Stundensatz ist berechnet auf Herstellkostenbasis
Im "DB II" werden die (fixen) Gemeinkosten verrechnet, dies sind MGK, FLGK sowie VTGK und VWGK

Dieses beiden Größen sollen eine Hilfestellung sein, um kurzfristige Entscheidungen zu treffen. Mit dem "DB I" soll überprüft werden, ob alle "direkten" Kosten des Kostenträgers gedeckt sind. Mit der Berechnung des "DB II" wissen wir, ob auch langfristig alle Kosten gedeckt sind.

Danke für Eure Hilfe  :oops:
Nutzwertanalyse von Verträgen (hier: Beurteilungskriterien)
Hallo Markus,

kannst du etwas mehr Informationen liefern? z.B. welche Instandhaltungsverträge du vergleichst? Solche, die zwischen deinem Unternehmen und  Dienstleistern geschlossen werden? Oder aber bietet dein Unternehmen die Dienstleistungen per Vertrag an..

Daniel
Hilfe - Pure Verzweiflung, Investitionsvergleich Kapitalwert periodisch Deckungsbeitrag
Hallo S.,

grundsätzlich möchtest du Investitionen miteinander vergleichen. Dies kannst du - wie du bereits gemacht hast - quantitativ z.B. per Kostenvergleichsmethode durchführen. Mit dieser quantitativen Methoden wirst du aber Schwierigkeiten haben z.B. das Prestige eines bestimmten Luxus-PKWs mit dem eines anderen zu vergleichen.
Du kannst die Scoring / Nutzwertanalyse zur Hilfe nehmen, um neben den quantitativen Parametern wie Preis etc., auch eine Aussage zu den "weicheren" Parametern (Prestige & Co.) zu treffen. Deinem Chef kannst du so neben dem rein finanziellen Kostenvergleich auch einen qualitativen Vergleich anbieten.

Für dein Problem bzgl. der Ermittlung von Einnahmen im Rahmen der Kapitalwertmethode. Hier kannst du nur Annahmen treffen, da das Anbieten eines Chaffeur-Service sich nicht unmittelbar auf eure Einnahmen auswirken wird. Eine Annahme wäre, dass ihr so und so viel Kunden hinzugewinnt durch diesen Service bzw. mehr Umsatz mit bestehenden Kunden macht..

Grüße
Business case - Hilfee, Zusatzkosten und entgangener Umsatz aufgrund eines Maschinenausfalls
Hallo Anke,

zu (1) kannst du versuchen, die Stillstandskosten zu ermitteln. Dies sind die Kosten, die angefallen sind auf Grund des Ausfalls, ohne die variablen Bestandteile, wie z.B. Löhne und direktes Material. Die Stillstandskosten werden sich im großen Maße mit den Fixkosten der Produktion decken. Hinzu kommen noch Kosten für Instandhaltung und Reparatur, die direkt mit dem Stillstand zusammenhängen.
(Falls mit Maschinenstundensätzen gearbeitet wird, kann zu Annhäherung auch der Maschinenstundensatz mit der Ausfallzeit multipliziert werden)

Zu (2) müsste der Vertrieb dir eine Einschätzung liefern, wieviel im betreffenden Zeitraum hätte abgesetzt werden können.

Die ermittelten Stillstandskosten und der entgangene Umsatz zusammen sollten dir helfen, diesen Vorfall quantitativ zu bewerten. Hinzu kommen evtl. noch qualitative Faktoren, wie z.B. verlorene Reputation beim Kunden durch Nicht- bzw. Spätlieferung.

VG
Unterschiede verschiedener Controllingarten (Beteiligungscontrolling, Vertriebscontrolling, Finanzcontrolling, Projektcontroling etc.l), Was erwartet mich wo?
Hi Peter,

der Beteiligungscontroller wird nicht nur zur Erstellung der Finanzplanung benötigt.  :)

Unterjährig bzw. laufend kümmert er sich z.B. um Adhoc-Auswertungen, Soll-Ist-Vergleiche, assistiert bei der Erstellung von Monats- und Quartalsabschlüssen oder ist Ansprechpartner für das Management  in kaufmännischen Fragen (Investitionsrechnungen etc.). In der Regel ist der (Beteiligungs-) Controller ein kaufmännischer Allrounder.
Ich würde dem Beteiligungs- und IT-Controller sehr gute Karriereaussichten bescheinigen (Hierzu siehe z.B. Studien von Robert Half o.a.) Für die Gehaltsaussichten empfehle ich ähnliche Quellen.
Kostenstellenrechnung, Bildung von Kostenstellen
Hallo kicker,

ich würde grundsätzlich bei dem Jahresabschluss bzw. der BWA der Firma anfangen. Im ersten Schritt gilt es die Kostenarten (vereinfacht: die Aufwandskonten) auf Kostenstellen zu verteilen. Bei dem Konzept bist du grundsätzlich frei, jedoch ist es ratsam, sich an dem Modell aus der Theorie zu orientieren (Allgemeiner Teil, Hilfskostenstellen, Fertigungsbereich). In der Buchhaltung / Kostenrechnung der Firma findet anscheinend eine Vermischung von Kostenstelle / Kostenträger statt. Eine Kostenträgerrechnung klappt erst nach Fertigstellung der Kostenstellenrechnung! Nachdem du die Kosten verteilt hast (Kostenstelleneinzel- und gemeinkosten) bildest du Summen pro Kostenstelle. Im weiteren Schritt gilt es die Verflechtungen / Umlagen von Kostenstellen darzustellen (Stichworte hierzu: Stufenleiter- oder Gleichungsverfahren). Nachdem dieses auch erfolgt ist und du eine Summe pro Kostenstelle (Primäre Kosten und sekundäre Kosten aus Umlagen) errechnet hast, bildest du Zuschlagssätze (auf Basis von Zuschlagsgrundlagen). Erst jetzt kannst du eine Kostenträgerrechnung durchführen (z.B. für ein Projekt, Auftrag, Produkt, etc.) und kannst neben den Einzelkosten auch deine Gemeinkosten aus der Kostenstellenrechnung (Zuschlagssätze) verwenden.
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