Zuschlagkalkulation: Hilfe

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Zuschlagkalkulation: Hilfe
Hallo,

ersteinmal die aufgabe:

a)Berechnen Sie die GK-zuschlagssätze nach traditioneller Art
b)Stellen Sie eine traditionelle Zuschlagskalkulation auf
c)bilden Sie die Prozesskostensätze für die angegebenen Bereiche
d)Stellen Sie eine prozessorientierte Kalkulation auf

1.Daten (Produkte)              Standard            Deluxe        Exot              Gesamt
Mengen p.a.                          200000              30000         2500
Seriengröße                         10000                 3000           500
Lose pro Jahr                       20                        10                5
Ausführungszeit(std/st)      0,018                 0,041            0,018
Rüstzeiten(std/los)              2                          8                  2

2.Kosten in €                  
Rohmaterialeinzelkosten 40,00                   30,00           40,00
Rohmaterialprüfung X 2250000
Maschinen icnl. Fertigungslohn X 9450000
Instandhaltung X 1417500
Sonstige FGK X 1890000
Verwaltung X 8403000
Vertrieb X 7203000
Konzernumlage X 1440000

3.Zuschlagssätze X Grundlage  
Rohmaterialprüfung X Rohmaterial
Maschinen incl. Fertigungslohn               €/Maschinenstunde
Instandhaltung X Maschinenkosten        
sonstige FGK X Maschinenkosten
Verwaltung X Herstellkosten
Vertrieb X Herstellkosten
Konzernumlage X Herstellkosten

4. Ermittlung ausgesuchter gemeinkostentreibender Faktoren
Gemeinkosten                           Costdriver
Rohmaterialprüfung                 100% Anzahl Lose(lmi)
Verwaltung X 80% Herstellkosten (lmn)
X 20% Anzahl Produkte (lmi)
Vertrieb: X 70% Herstellkosten (lmn)
X 30% Anzahl Produkte (lmi)
ausführungsabhängige          
Maschinenkosten                     100% Ausführungszeit(lmi)


Zusatz:
Rüstkosten (innerhalb der Maschinenkosten)
betragen 200000                   100% Rüstzeit (lmi)

Meine Fragen sind nun folgende: wie ermittle ich die Einzelkosten der Fertigung und des Materials.

Die MEK denke ich ergeben sich aus der Stückzahl der Teile* die Rohmaterialeinzelkosten. Das wären dann 18Mio€. und die MGK entsprechen der Summe der Rohmaterialprüfung. Mein Problem ist nun wie ermittle ich die FEK da meiner meinung nach nur die FGK gegeben sind (maschinen incl fertigungslohn+instandhaltung+sonstige FGK). es könnte sein das die Maschinenkosten incl Fertigungslohn die FEK darstellen aber da es sích um 3 verschiedene Produkte handelt lassen sich diese kosten nicht direkt auf die Kostenträger zurechnen..... ich bin noch recht unerfahren in der Materie und bräuchte deswegen dringend ein paar gute Ratschläge :)

Und wie wende ich dann die mir bei 3. geg Zuschlagssätze an?
Hallo softisluft,

anbei eine mögliche Lösung zu den Aufgaben a) + b), bei denen Du Ratschläge gesucht hast.

Fragen können natürlich gestellt werden!

Bis dann!!! Gruß fbausw!!!
Klassischer Kalkulationsansatz bis hin zu Vollkosten


Materialeinzelkosten (direkte Kosten)................Rohmaterialeinzelkosten
+Materialgemeinkosten-------------------------------- Rohmaterialprüfung (Eingangsfrachten, Wareneingang, Lager, Einkauf usw.)
= Materialkosten

Fertigungslöhne (direkte Kosten)................. Maschinen icnl. Fertigungslohn
+Fertigungsgemeinkosten------------------------Instandhaltung, sonstige FGK (Meister, Einrichter usw.)
= Fertigungskosten

Materialkosten
+Fertigungskosten
= Herstellkosten

Herstellkosten
+ Werksselbstkosten (Manufacturing Overhead z.B. Arbeitsvorbereitung, Werksverwaltung, Werksleiter usw.)
= Werksselbstkosten

Werksselbstkosten
+ Vertiebs-GK-----------------------------------------Vertrieb
+ Verwaltungs-GK ---------------------------------------Verwaltung, Konzernumlage
+ FuE- GK -----------------------------------------------------?
= Selbstkosten  (Vollkosten)

Soweit ein mögliches, klassisches Kalkulationschema im Grobüberblick.
Es fällt Dir bestimmt auf, das in dem Modell ein Zwischenblock existiert, den die Aufgabe so nicht vorsieht.
Entweder, die Kostenelemente wurden vergessen ;) oder wir gehen mal davon aus, dass die Werksselbstkostenelemente bereits in den Herstellkosten sein sollen oder oberhalb davon in den Selbstkosten, die Aufgabe also vereinfachend gestellt ist.

Eine Konzernumlage ist eigentlich kein Element einer Kalkulation in dem Sinne. Umlagen sind ja dargestellt in Form der Gemeinkosten die bestimmte Bereiche verursachen. Bereiche wiederum werden als Kostenstellen abgebildet.
Konzernumlage ist bestimmt keine verursachende Kostenstelle  :wink1:

Eine Konzernumlage müsste nun eigentlich den Konzerneinkauf beinhalten (Material-GK), die Unternehmensleitung (Verwaltungs-GK) usw. und müsste somit auf unterschiedliche Kalkulationselemente aufgeteilt werden.

Aus genau dem Grund, kommt man von der Kostenstellenrechnung zur Produktrechnung und nimmt nicht irgendwo mittendrin mal irgend einen nicht näher spezifizierten Kostenblock rein.
Von der Kostenstellenrechnung zur Produktrechung (Kostenstellen anreichern um Materialkosten)

Da Verwaltung und Vertrieb expliziet bereits genannt ist, finde ich die Konzernumlage auch etwas doppelt gemoppelt, ausser sie beinhaltet ausschließlich die nur noch fehlenden Forschungs-/Entwicklungskosten. Wäre aber ungewöhnlich.  :denk:

Woher kommt bzw. was ist also Inhalt der Konzernumlage ?

Schlechte Aufgabenstellung. Ich habe sie hier mal komplett der Verwaltung zugeordnet, weil irgendwohin muss sie ja.

Hoffe ich konnte ein wenig weiter helfen.
Bearbeitet: Paix - 10.05.2012 13:32:56
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