Vergleich deutsche und amerikanische Controllingpraxis

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Vergleich deutsche und amerikanische Controllingpraxis, Welche Vorteile hat die deutsche Praxis gegenüber der amerikanischen
Hallo!

welche Vorteile hat die deutsche Controllingpraxis gegenüber der amerikanischen (Management Accounting)?!

wäre für Antworten dankbar! :D
Hallo c.sch,

die deutsche Controllingpraxis gibt es nicht; zudem weist managerial accounting eine große Bandbreite auf.

Hilfreich wäre daher, wenn Du Deine Frage präzisieren könntest.

LG
-Nausicaa
Hallo Nausicaa,

genau das ist mein Problem. Das Thema der Studienarbeit lautet: " Hat die deutsche Praxis des Controlling Vorteile gegenüber der amerikanischen?"
Hallo c.sch,

lies Dir mal das hier durch: http://books.google.de/books?id=FZdY1n3-ucgC&printsec=frontcover&dq=Praxiswissen+Controlling:+Grundlagen-+Werkzeuge-+Anwendungen&hl=de&sa=X&ei=Kp2AT-X2CsrOswbK2-mgBA&ved=0CEsQ6AEwAA#v=onepage&q=Praxiswissen%20Controlling%3A%20Grundlagen-%20Werkzeuge-%20Anwendungen&f=false

und das hier: http://www.afwbadharzburg.de/afw/download/fernstudium/leseprobe_bwf_grundl_des_control­.pdf

vielleicht ist das ergiebig: http://www.diplom.de/Berufsfeld-Controlling-Deutschland-USA/13199.html

Wer vergibt denn solche Themen für eine Studienarbeit?  :denk:

LG
-Nausicaa
Ja die deutsche hat Vorteile gegenüber der amerikanischen, da sie präzisere und vor allem detailliertere Daten liefert.

Die Amerikaner hängen immer noch im reinen Buchhaltungscontrolling,
bestenfalls Kostenstellenrechnung und glauben immer noch ein Unternehmen über Diskussionen zu Stundensatzsteigerungen steuern zu können.

Die Deutschen (oder eher, die Europäer) gehen da weiter, machen aus der Kostenstellenrechung eine Kostenträgerrechung und daraus eine Produktrechung, beschäftigen sich mit Prozessen und Prozesskosten, Projektcontrolling usw. usw.

In der Theorie haben die Amis bestenfalls von gehört. In der Praxis hat das aber nichts mit dem zu tun, was wir darunter verstehen und gelernt haben.
In Projekte werden zum Beispiel Budgets als IST gebucht in amerikanischen Konzernen. Darüber hinaus werden globale Blended Rates eingesetzt. Wenn sie denn überhaupt Daten so darstellen. Dies basiert meist auf Excel und ähnlich genutzten Tools. Keine echte Istkostenerfassung. Sonst bekäme man ja Abweichungen.
Was das noch mit dem Grundgedanken eines Controllings auf Basis eines integrierten ERP-Systems zu tun hat entzieht sich allerdings meiner Kenntnis.

Das ist für Amis alles viel zu kompliziert und aufwändig, was wir Deutschen da machen.
Den Ressourceneinsatz für so etwas halten sie für überflüssig.
Lieber setzen sie "Blind-Tasks" in Planungen um Wunschbudgets zu erreichen, die man an der Börse verkaufen kann.
Die Führungskräfte dürfen diese "Challenge" dann annehmen oder sich neue Jobs suchen.
Was sie auch dürfen, wenn sie es annehmen und dann nicht schaffen.  :klatschen:
Ausserdem ist Unternehmensfühurng ein Gamble das Spaß macht.

Ach ja, die Amis steuern noch sehr stark über Liquidität, zum Beispiel durch heraufsetzen von Zahlungszielen auf 100 Tage und zahlen erst bei Mahnstufe 3. Planen aber gleichbleibende Preise (Wunschplan) und verstehen dann nicht, dass ihre Herstellkosten im IST gestiegen sind weil die Lieferanten das natürlich auf den Preis umlegen und desweiteren Skonto in Millionenhöhe nicht mehr gezogen werden kann.

Die Diplomarbeit müsste nun herausfinden, ob die amerikanische herangehensweise besser ist, weil sie ja weniger Mitarbeitereinsatz benötigt, oder die "deutsche", die mehr Mitarbeiter für das Thema benötigt.
Ist also die Steuerungseffizienz von a oder b höher unter dem Strich. So würde ich die Aufgabe verstehen.

(Ich sage mal die deutsche ist höher und mache das daran fest, dass quasi die gesamte amerikanische Automobilindustrie in Chapter eleven war, sprich in Insolvenz, die deutsche trotz Krise jedoch Meilen von so etwas entfernt).

Und Scherrer liegt voll daneben, wenn er tatsächlich verbreitet, der "professional management accountants "der USA sei professioneller Praktiker, wärend es in Deutschland keine professionellen Buchhalter/Controller gebe: "There is no professional body of management accountants in Germany" und daraus eine Überlegenheit der amerikanischen Vorgehensweise ableitet.
USA kennen den Controller in dem Sinne nicht. USA: professional management accountant vs. Deutschland: Controller
Bearbeitet: Paix - 10.05.2012 14:20:20
Hallo Paix,

ach ja, die unfähigen Amis.
Bekommen trotz all des Schlendrians ein höheres BIP pro Kopf hin als die deutschen Pfennig ... ähm ... Centfuchser mit ihrem Ars- gratia-artis-Controlling.  ;)
Zitat
Die Deutschen (oder eher, die Europäer) gehen da weiter,[...]
Ja, das tun die Europäer. Griechisches Controlling wird alsbald auch Frankreich erobern.

LG
-Nausicaa

PS: Nicht, dass ich Dir nicht in einigen wesentlichen Teilen zustimmen würde, aber hier passte halt der grobe Keil auf den groben Klotz.
PPS: Willkommen hier im Forum!  :{}
Hallo Miteinander!

Ein gutes Stichwort zu dem Gedanken, welches System oder welche Unternehmen hier bessere Systeme verwenden würden wäre der "ökonomische Darwinismus".

Falls die Amis wirklich so schlecht steuern, müssten sie ja ein nach dem anderen den Bach runtergehen.

Just my 2 cents.

Lg!
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