Bilanzierung „weicher“ Standortfaktoren

Das immaterielle Kapital im Blickfeld

Ohne ein auf Standortfragen geeichtes Verfahren geraten politische und fachlich verantwortliche Akteure in Gefahr, ein so komplexes und vernetztes Gebilde wie einen Standort quasi im Blindflug steuern zu müssen. Dabei helfen könnte ein Konzept wie das der hier diskutierten Standortbilanz.

Was hat eine Standortbilanz, was andere nicht haben ? 
Was macht eine Standortbilanz anders als andere Instrumente ? 
Was muss gemacht werden, um für den Standort eine eigene, individuelle Bilanz zu erstellen ?
Es geht um Antworten auf die Frage, welche besonderen Merkmale eine Standortbilanz auszeichnen, welche konkreten Arbeitsschritte hierfür zu erledigen sind sowie welche besonderen Vorteile erwartet werden können.

Eine Standortbilanz zeichnet sich durch folgende besonderen Merkmale aus:

1. Bildung Standortfaktoren-Cluster
2. Mehrere Standortbewertung-Dimensionen
3. Gewichtete Standortfaktoren
4. Verknüpfung der Standortfaktoren
5. Standort-Handlungsempfehlungen
6. Eigen- und Fremdbild des Standortes

Eine Standortbilanz zeichnet sich durch folgende Darstellungsoptionen aus:

1. Standortprofil-Diagramm
2. Standortportfolio nach Dimension
3. Standortampel-Diagramm
4. Standortfaktor-Wirkungsnetz
5. Standortpotenzial-Portfolio

Eine Standortbilanz zeichnet sich durch folgende besonderen Vorteile aus:

1. Übersichtlichkeit und Transparenz
2. Leicht verständliche Darstellung
3. Einheitlicher Aufbau
4. Durchgängig bruchfreie Systematik
5. Zahlenorientierte Denkweise
6. Vollständigkeit


Standorte unterliegen einem dynamischen Wandel und Anpassungsdruck

Insbesondere der richtige Umgang mit dem verfügbaren Standortkapital als Ressource wird für die Zukunft immer mehr zum entscheidenden Erfolgsfaktor. D.h.: die vorhandenen Res-sourcen müssen auf den Ausbau und die Weiterentwicklung des Standortes optimiert werden. Gegenüber dem Management klassischer Produktionsfaktoren hat das Management der Standortfaktoren (speziell der "weichen Standortfaktoren" wie beispielsweise Image als Wirtschaftsstandort, Image als Wohnstandort, Umwelt, Lebensqualität und Sicherheit, unternehmensfreundliche und flexible Verwaltung) seine Zukunft noch vor sich.

Im harten Wettbewerb um die Ansiedlung von Unternehmen genügt potentiellen Investoren der Verweis auf die Prosperität, hervorragende Infrastruktur und geografische Lage nicht mehr. Es geht um die Lösung von Fragen wie beispielsweise: wie kann der Standort mit der Dynamik des ihn umgebenden Umfeldes mithalten? aus welchen individuellen und kollektiven Standortfaktoren setzt sich das Kapital des Standortes zusammen, auf das er bei der Lösung seiner Aufgaben zurückgreifen kann?, sind die notwendigen Fähigkeiten vorhanden, um das vorhandene Potenzial produktiv nutzen zu können?, wie kann man die vorhandenen Erfolgsfaktoren des Standortes bündeln und konzentrieren? Die Wirtschaftsförderung braucht daher neue Impulse, um in ihrem Bereich die Zukunft von Arbeitsplätzen zu sichern. ....



Download des vollständigen Beitrages: Standortbilanz - Bilanzierung „weicher“ Standortfaktoren

letzte Änderung E.R. am 04.09.2019
Autor(en):  Dipl.Kfm. Jörg Becker

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