Risikominimierung in der Instandhaltung

Leistungsniveaus steigern, Prozesse optimieren, Ressourcen schonen, Verlustquellen beseitigen und Kosten reduzieren sind Aktivitäten, die Unternehmen aus monetärer Sicht bessere Wettbewerbsperspektiven eröffnen. Dieser ökonomische Ansatz gilt zweifellos auch für die Instandhaltung. Die Anforderungen an Verantwortliche der technischen Prozesse gehen jedoch noch wesentlich weiter. Denn zusätzlich zur Beherrschung immer komplexerer Produktionsabläufe, strafferer logistischer Abhängigkeiten und höchster Qualitätsansprüche gilt es in zunehmendem Maße auch, Haftungsrisiken zu vermeiden.

Die Herausforderung für verantwortliche Manager besteht darin, technische, gesetzliche und finanzielle Risiken weitestgehend zu minimieren und dies unabhängig von der gewählten Instandhaltungsstrategie. Die Erfüllung aller Betreiberpflichten gesetzlicher, technischer, kaufmännischer und finanzieller Art, mit dem Ziel einer vollständig rechtskonformen Unternehmensführung, wird als „Corporate Compliance“ bezeichnet.

Risiken kostenbewusst minimieren


Zur Umsetzung dieser Corporate Compliance im Unternehmen muss jeder Verantwortliche seine Pflichten und Risiken zunächst identifizieren, diese in einem weiteren Schritt bewerten und schließlich eine Strategie entwickeln, wie die Risikominimierung möglichst mit Rationalisierungsvorteilen für das Unternehmen in die Tat umgesetzt werden kann. Das bewertete Risikopotenzial bestimmt also zu einem wesentlichen Teil die Höhe des erforderlichen Instandhaltungsbudgets. Das noch aktuelle „S-Bahn-Fiasko“ in Berlin zeigt deutlich, dass unkontrollierte Kostenreduzierungen größere Schäden verursachen als dem Unternehmensmanagement häufig bewusst ist.


Die Herausforderung besteht also darin, eine betriebswirtschaftlich sinnvolle Reduzierung der Instandhaltungskosten bei gleichzeitiger Umsetzung der Betreiberpflichten und Risikominimierung zu erzielen. Sinnvoll bedeutet hier die richtige Investition in wertschöpfende Maßnahmen. Dies aus gesetzlicher, technischer und finanzieller Sicht.



Autoren:
 
Prof. Dr. Volker Steinhübel, Geschäftsführer
der IFC EBERT GmbH, Nürtingen






Prof. Dr. Jürgen Althoff
Vorstandsvorsitzender, TÜV Saarland e.V.


letzte Änderung P.D.V.S. am 18.09.2019
Autor(en):  Prof. Dr. Volker Steinhübel, Prof. Dr. Jürgen Althoff
Quelle:  IFC EBERT GmbH

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Der Autor:
Herr Prof. Dr. Volker Steinhübel
Geschäftsführer des Institust für Controlling Prof. Dr. Ebert GmbH (IFC EBERT). Bereits in seiner Dissertation erforschte Professor Steinhübel die Wirkungen und Werte der strategischen Unternehmenssteuerung. Heute berät und coacht er Unternehmen und Führungskräfte vor allem in der Ausrichtung und Optimierung des Managements.
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