Risikomanagement - Definition und Bedeutung

Die heutige Unternehmensumwelt ist durch eine stark gestiegene Komplexität und Dynamik gekennzeichnet. Die wesentlichen ökonomischen Herausforderungen und Veränderungen unserer Zeit, die jedes Unternehmen betreffen, sind: sehr kurze Produktlebenszyklen, schwer prognostizierbare Veränderungen im Kaufverhalten, steigende Wettbewerbsintensität, Turbulenzen auf den Finanzmärkten und die schrumpfende Wirtschaft. Wer aber seine Märkte beobachtet, Kunden befragt, Analysen auswertet, also Risiken und Chancen auslotet und immer wieder seine Strategie anpasst, sichert das Firmenwachstum.

Solche Frühwarnsysteme sind von extremer Bedeutung für die Existenz des Unternehmens. Dennoch werden sie insbesondere von kleinen Unternehmen nicht ausreichend bzw. gar nicht genutzt. Viele Firmen konzentrieren sich zu sehr auf die internen Risiken, etwa auf den Cash Flow oder die Umsatzrendite. Dabei ist die Berücksichtigung externer Risiken wie die Kundenwünsche oder die Marktentwicklung enorm wichtig, denn diese bilden die Grundlage des Geschäfts. Das Unternehmen sollte die Phasen Erkennen, Bewerten, Handeln und Lernen durchlaufen und die aus Fehlern erlernten Erkenntnisse in diesen Kreislauf einfließen lassen, um sich dadurch vor Krisen schützen zu können. Ein gutes Risikomanagementsystem bildet die individuellen Strukturen des Unternehmens ab.

Unter Risikomanagement wird die Messung und Steuerung aller betriebswirtschaftlichen Risiken unternehmensweit verstanden. Unternehmerisches Risiko bedeutet allgemein ein Wagnis, das man eingeht, wenn man einer unternehmerischen Tätigkeit nachgeht. Betriebswirtschaftlich gesehen stellen alle Gefahren und Unsicherheiten, die den wirtschaftlichen Handlungen und somit den wirtschaftlichen Erfolg gefährden, Wagnisse bzw. Risiken dar. Um die risikorelevanten Unternehmensbereiche identifizieren und systematisch erfassen zu können, ist die Implementierung eines Risikomanagements unabdingbar.

Das Risikomanagement soll der Unternehmensführung helfen, wesentliche Risiken, die den Unternehmenserfolg oder -bestand gefährden können, rechtzeitig zu erkennen und zu bewältigen. Es übernimmt als Teil der Unternehmensführung die Aufgabe, die Strategien zur Begrenzung des Risikos unter gleichzeitiger Optimierung des Ertrages zu erarbeiten und zu realisieren. Das Ziel des Risikomanagements ist nicht die Eliminierung sämtlicher Risiken, da sonst auch Erfolgschancen verpasst werden könnten. Die Zielsetzung besteht darin, ein optimales Verhältnis zwischen Chancen und Risiken, ausgehend von den Risikopräferenzen des Entscheidungsträgers, zu finden.

Risikomanagement ist ein dynamischer Vorgang, der in Teilprozesse zerlegt werden kann. Diese Teilprozesse sind:




letzte Änderung S.D. am 10.09.2019
Autor(en):  Anna Werner

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