Auswirkungen von BASEL II auf das strategische Controlling

Die Anforderungen aus der neuen Eigenkapitalvorschrift Basel II fordern von Unternehmen eine entsprechende Berücksichtigung im bestehenden Management- und Controllinginstrumentarium. Mit Hilfe der BSC können die Ratingkriterien nicht nur zur Informationsversorgung abgebildet, sondern auch aktiv mit Maßnahmen unterstützt werden. Unabhängig von der Art der Implementierung im klassischen Balanced Scorecard-Modell, lässt sich somit die Verbesserung des Ratings aus Finanzierungsgründen mit der Realisierung der Unternehmensstrategie verknüpfen.

1. Einleitung

Die geplante Änderung der Eigenkapitalvorschriften für Banken, Basel II, soll die seit langem notwendigen Verbesserungen im Risikomanagement der Banken nachhaltig fördern. Das Drei-Säulen-Konzept, dessen Ausgangspunkt objektivere Vorschriften zur Eigenmittelunterlegung sind, soll durch ein stärkeres Risikobewusstsein bei den Kreditinstituten für geringere Ausfallraten im Kreditgeschäft sorgen.

Der Bankenaufsichtliche Überprüfungsprozess und die Marktdisziplin als zweite und dritte Säule sollen unter anderem dazu beitragen, dass die Verfahren, Methoden und Prozesse des Risikomanagements der Banken geeignet sind, um die Eigenkapitalausstattung und die Risikosituation angemessen beurteilen zu können.

Die jedoch wichtigste Änderung im Rahmen der neuen Eigenkapitalregeln ist die Abkehr von der pauschalen Unterlegung der Kredite mit 8% Eigenkapital. Zukünftig wird die Qualität der Kredite in stärkerem Maße zur Bestimmung der Höhe der Eigenmittelunterlegung herangezogen. Das bedeutet, dass für die Kreditinstitute die Höhe der Eigenmittelunterlegung von der Bonität ihrer Kreditnehmer abhängt, welche über ein Rating ermittelt werden soll.

Die Konsequenzen dieser neuen Regelung sind für Banken wie auch für kreditnehmende Unternehmen enorm. Erwartet wird hier allerdings nicht unbedingt eine generelle Verschlechterung der Finanzierungskonditionen. Vielmehr wird es zu einer Spreizung der Kreditkonditionen kommen. Da Kreditinstitute durch Basel II verpflichtet werden, zur Ermittlung der Eigenkapitalhinterlegung die Bonität jedes Kreditnehmers genauestens zu prüfen, wird somit eindeutig belegt, welche Kreditkosten das Institut für den jeweiligen Kreditnehmer auf sich nimmt.

Diese Kosten können dann über die Kreditkonditionen an die Unternehmen weitergegeben werden. Aus diesem Grund werden Unternehmen mit schlechten Risiken teurere Kredite und Unternehmen mit guten Risiken zukünftig günstigere Kredite erhalten. Insbesondere kleine und mittelständische Unternehmen werden Gefahr laufen, schlechtere Finanzierungskonditionen zu erhalten, da gerade diesen Unternehmen häufig höhere Risiken unterstellt werden.




Download des vollständigen Artikels: Basel II_Controlling.pdf


letzte Änderung Stefan Wehrmann, Katja Schöneis am 23.07.2018

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