Gleichungsverfahren

Das Gleichungsverfahren, oder auch mathematisches Verfahren, kann bei der Kostenstellenrechnung genutzt werden, um die exakten Werte der innerbetrieblichen Verrechnungspreise zu ermitteln. Dazu werden lineare Gleichungssysteme erstellt, wobei jeweils eine Gleichung für eine Kostenstelle erstellt wird. Die Variablen sind dabei die gesuchten Verrechnungssätze. Es gilt das Prinzip der exakten Kostenüberwälzung.

Die Notwendigkeit der Berücksichtigung des innerbetrieblichen Leistungsaustauschs entsteht, weil Hilfskostenstellen oftmals Leistungen anderer Hilfskostenstellen beanspruchen. Daher können sie ihre Leistungen erst korrekt kalkulieren, wenn die Belastung mit sekundären Gemeinkosten bekannt ist.


Die grundlegende Gleichungsstruktur sieht wie folgt aus:

primäre Stellenkosten + Wert der empfangenen Leistungen = Wert der abgegebenen Leistungen

Beispiel:
Gleichungsverfahren

Kostenstelle 1: 134.000 + 200q2 = 3000q1 q1 = 50 €/LE
Kostenstelle 2: 64.500 + 150q1 = 900q2 q2 = 80 €/LE
Kostenstelle 3: 112.000 + 1300q1 + 300q2 = q3 q3 = 201.000 €

Der Vorteil dieses Verfahrens liegt in der Bestimmung der genauen Verrechnungspreise und Gesamtkosten der Hauptkostenstellen. Bei komplexen Kostenstellensystemen ist der Rechenaufwand jedoch vergleichsweise hoch und daher zu überlegen, ob die Wirtschaftlichkeit noch gegeben ist.


letzte Änderung Redaktion CP am 20.08.2021

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