Liquidität 1. Grades


  Beschreibung:
 

Bei der Liquidität 1. Grades werden die flüssigen Mittel und die kurzfristigen Verbindlichkeiten ins Verhältnis gesetzt. Damit soll die Zahlungsfähigekit eines Unternehmens bewertet werden. Beträgt die Liquidität 1. Grades z.B. über 100% können allein mit den liquiden Mitteln alle kurzfristigen Verbindlichkeiten (allerdings nur zum Stichtag der Betrachtung) gedeckt werden. Die Zahlungsfähigkeit wäre also sehr hoch. Die Liquidität 1. Grades muss jedoch nicht über 100 % betragen, sondern sollte eher im Bereich von 10 bis 30% liegen, da Forderungen aus L.u.L. und Vorräte auch noch zur Deckung der kurzfristigen Verbindlichkeiten zur Verfügung stehen können.  Siehe auch Liquidität 2. Grades.

 
Berechnung:  
Liquidität 1.Grades =        flüssige Mittel  
 
 
bruch * 100%  
 
 
 kurzfristige Verbindlichkeiten
 

Anmerkungen:
 

Flüssige Mittel = Schecks, Bank- und Kassenbestand, diskontfähige Wechsel 

Kurzfristige Verbindlichkeiten = Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr + Steuerrückstellungen + sonstige Rückstellungen

Eine sichere Aussage zur Liquiditätsentwicklung eines Unternehmens kann mit dieser Kennzahl, wie auch mit allen anderen Liquiditätskennzahlen, nicht getroffen werden, da hierfür auch noch nicht bilanzierte zukünftige Zahlungsströme, ausschlaggebend sind. Auch kann davon ausgegangen werden, dass sich liquide Mittel als auch kurzfristige Verbindlichkeiten seit dem zur Bildung der Kennzahl herangezogenen Bilanzstichtag bereits wieder verändert haben. Diese starke Stichtagsbezogenheit lässt nur eine geringe Aussagekraft dieser Kennzahl zu.

Zielwert :  
10%  - 30 %


Beispiel :   
Liquidität 1.Grades =  72,7 mio EUR =  57,24%  
 
 
bruch * 100%  
 
 
 127 mio EUR  
 
 

Diese Beispielwerte stammen aus dem Jahresabschluss 2003 der Lenzing AG. Dieser ist auszugsweise hier hinterlegt >>

Flüssige Mittel entsprechen der aktiven Bilanzposition B.IV. "Kassenbestand, Schecks, Guthaben bei Kreditinstituten". Das kurzfristige Fremdkapital setzt sich aus den kurzfristigen Verbindlichkeiten gemäß Verbindlichkeitenspiegel (Anhang), den Steuerrückstellungen, sonstige Rückstellungen und passive Rechnungsabgrenzungsposten zusammen und wurde in die Gruppe sonstige Angaben eingeordnet.

Diese und andere Kennzahlen können Sie mithilfe von Excel-Tools/ Vorlagen leicht berechnen. Einige werden hier näher vorgestellt >>
 
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letzte Änderung Alexander Wildt am 24.06.2021

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