Der Controller und seine Pflicht, die Qualität von Unternehmensdaten zu sichern

Solange das Unternehmen gut läuft, hat der Controller es schwer, ein Bewusstsein für seinen Aufgabenbereich zu schaffen. Doch auch dann muss er dafür sorgen, dass ein Unternehmen „keinen Speck“ ansetzt.

Die bisherige Rolle des Controllers befindet sich in einer ständigen Weiterentwicklung. Als Seismograph auf die Abweichungen zu „lauern“ ist interessant, aber soll nicht als seine Hauptaufgabe verstanden werden. Die Controller sind von den Auswirkungen der Globalisierung und dem Einzug der Informationstechniken in die Arbeitsabläufe stark betroffen und haben dafür zu sorgen, dass in jedem Unternehmen ein Qualitätsmanagement für Informationen und Daten gegeben wird. „Informationen sind als Produkte zu behandeln“, sagt Diplomkaufmann Soheil Khoury, Geschäftsführer des Controller-Instituts in Bielefeld.

In der Praxis wird häufig versucht, die Probleme der zu verwaltenden Datenflut mit technischen Mittel zu beheben. Statt dessen muss die Qualität der zu verwaltende Informationen verbessert werden. Nicht der schnellere Computer ist die Lösung, sondern der fachmännische Umgang mit der Software. Die Messbarkeit der Qualität von Informationen, die flexible Erfassung sowie die ständige Verbesserung ihrer Gewinnung und Aufbereitung muss gewährleistet werden. Die Frage ist nicht mehr, was es kostet, eine Information zu haben, sondern was es uns kostet, diese Information nicht in der entsprechende Qualität und Aktualität zu haben.

Die japanische Philosophie KAIZEN findet im Managen von angemessenen Qualitäten der Informationen ihre Geltung. KAIZEN selbst kommt von zwei japanischen Worten, nämlich KAI (Veränderung) und ZEN (Verbesserung) und soll als „ständige Verbesserung in kleinen Schritten“ verstanden werden. Kaizen darf also nicht als eine Methode oder als ein Ziel verstanden werden, sondern muss als ein Weg gelebt werden. Dabei ist der Mensch als Maß aller Dinge zu sehen. „Wer es versteht, diese unternehmerischen Aufgabe in Harmonie zu Kostenbewusstsein und optimaler Qualität in minimaler Zeit zu planen, wird die Nase vorn haben“, sagt Khoury.

Schlechte Koordination von Personal und Arbeitszeiten, Verschwendung von Ressourcen an Energie und Material sind Probleme, die viele Arbeitnehmer kennen. An dieser Stelle setzt auch die Arbeit eines Controllers an: Durch genaue und umfassende Planung, Steuerung und Kontrolle unternehmerischen Handelns, lassen sich Einsparpotenziale aufspüren und für den Erfolg des Betriebes nutzbar machen.

Der Controller von heute steht einem immensen Aufgabenkatalog gegenüber. Es wird von ihm erwartet, dass er der Geschäftsleitung Zahlen zur Verfügung stellt, Prognosen abgibt, Simulationen fährt. Nirgends ist das Arbeitspensum höher als in der Branche des Controllings.

Der Manager soll lediglich seine Hauptaufgaben auf folgendes konzentrieren: Mitarbeiterqualifizierung, Mitarbeitermotivation und Kundenbegeisterung sowie Leistungsorientierte Bezahlung seiner Mitarbeiter.

Zum Beispiel soll die Bedeutung der Personalqualifizierung von Mitarbeitern der Controlling-Abteilungen in den Unternehmen akzentuiert werden. Ferner soll der Bereich Controlling nicht allein von Hochschulabsolventen getragen werden. Vielmehr ist ein qualifiziertes Team unabdingbar, dessen Mitarbeiter Erfahrungen aus unterschiedlichen beruflichen Werdegängen einbringen.

Wurden früher die meisten ControllerInnen an Hochschulen ausgebildet, gibt es heute in zunehmender Anzahl private Institute, die in Lehrgängen das nötige Fachwissen vermitteln. So auch das Controller-Institut in Bielefeld.

„Durch den flächendeckenden Einsatz von Controlling und ControllerInnen wird weiteren Insolvenzen entgegengewirkt“, sagt Herr Khoury. Dazu brauchen die Manager in der Regel einen internen Unternehmensberater. Somit kann man sagen, dass es keinen ausgezeichneten Manager gibt, der durch einen Controller an seiner Seite nicht noch besser werden kann! Diese Ansicht setzt sich in der Wirtschaft zunehmend durch. Der Bedarf an qualifizierten ControllerInnen steigt, hier bietet sich also ein weites Betätigungsfeld für MitarbeiterInnen der mittleren Managementebene.

Bisher standen dem Controller nur selbstprogrammierte Hilfsmittel zur Verfügung. Meistens wurde dazu Excel verwendet, was aber bei weitem nicht die Ansprüche erfüllt, die das Controlling stellt. Komplexe Verknüpfungen, Sicherheit der Berechnung und Berücksichtigung aller Ebenen können mit den „selbstgestrickten“ Lösungen nicht gewährleistet werden. Besser ist es, auf eine Spezialsoftware zurückzugreifen. Diese ermöglicht es dem Controller, Routinearbeiten schnell und exakt zu erledigen. Nur so kann sich der Controller auf seine wesentlichen Aufgaben konzentrieren: den Kontakt zu den Mitarbeitern halten und Probleme des Organisationsablaufs vor Ort lösen. Die Zeiten, in denen Controller in Hinterzimmern lediglich eine Tabelle nach der nächsten erstellten, sind längst vorbei.

Komplexe Aufgaben brauchen einfache Lösungswege. Das Controller Institut bietet seine Kunden individuelle Beratung und Betreuung bei der Einführung von Controlling-Tools.   


letzte Änderung S.K. am 04.04.2018
Autor(en):  Soheil Khoury

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Herr Soheil Khoury

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