Produktionscontrolling

1. Einleitung 

Das Produktionscontrolling ist für die Abbildung und Gestaltung des Leistungserstellungsprozesses der Produktion und die Überwachung der Wirtschaftlichkeit verantwortlich. Für eine ausgewogene Betrachtung werden vier Perspektiven genutzt. Es werden der Ressourcenverzehr erfasst, die Ergebnisse des Leistungserstellungsprozesses betrachtet, eine Produktionsfunktion zur Erfassung von In- und Output aufgestellt und das Verhalten der Leistungserstellungsprozesse untereinander berücksichtigt. Die Aufgabe des Produktionscontrolling liegt in der Rationalisierungssicherung. 

2. Die Teilfelder 

Die Teilfelder des Produktionscontrolling werden nach den Entwicklungsphasen des Controllings eingeteilt. 

a) Informationsversorgung

Um eine gute Versorgung mit Informationen zu gewährleisten, sollte ein Informationsversorgungs-system aufgebaut werden. Es ist gut, wenn die Aufbereitung der Informationen an den Nutzer angepasst wird. Dadurch werden keine unnötigen Informationen weitergegeben. Die Informations-versorgung strukturiert sich in die Beschaffung und Aufbereitung von Daten, die Erstellung von Berichten und die Übermittlung dieser. Verwendet werden dafür Datenbanksysteme, Kosten- und Erlösrechnungssysteme, Kennzahlensysteme und Kosten- und Leistungsberichte.

b) Planung und Kontrolle

Grundsätzliche Aufgaben des Teilfeldes „Planung und Kontrolle“ sind die Aufstellung von Produktionsteilplänen, die Koordination dieser und die Kontrolle, sowie die Durchführung von Abweichungsanalysen. Es werden 3 Abschnitte der Planung unterschieden:

Die Strategische Planung
In der strategischen Planung werden die Entscheidungen über die einzusetzenden Technologien vorbereitet. Die Instrumente, die dafür genutzt werden können, sind Portfolios, Szenarien, Netzplantechniken und Simulationsmodelle.

Die Taktische Planung

Die taktische Produktionsplanung beschäftigt sich mit den Investitionsentscheidungen und der Planung der Fertigungs- und Anlagenstruktur. Durch die Wahl der Fertigungsstruktur wird zu weiten Teilen auch der daran gebundene Fertigungsprozess entschieden. Da sich nur bestimmte Fertigungsprozesse für bestimmte Fertigungsstrukturen eignen. Die Investitionsrechnung wird als das wichtigste Instrument der taktischen Planung angesehen.

Die Operative Planung
In diesem Abschnitt der Planung beschäftigt sich der Produktionscontroller mit der detaillierten periodischen Sachzielplanung und der Budgetierung. Als Instrumente werden Plankostenrechnungs-systeme genutzt. Jedoch geht der Trend immer mehr zur Steuerung mit nicht monetären Daten, so dass mehr Wert auf Mengen-, Zeit- und Qualitätsinformationen gelegt wird.

c) Zusammenwirken von unterschiedlichen Führungsbereichen

In dieser letzten Phase des Produktionscontrolling werden z.B. Produktion und Logistik koordiniert. Die Koordination bezieht sich auf den Informations- und Materialfluss. Weitere Aufgaben sind die Abstimmung der Organisation und die Anreizgestaltung.

3. Instrumente

a) Informationsinstrumente


b) Planungs- und Kontrollinstrumente



letzte Änderung Dana Klempien am 10.09.2019

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