Kommunikations-Controlling: Entscheidungshilfe für kleine und mittlere Unternehmen

Ein Kommunikationscontrolling (communicationcontrolling) lohnt sich auch für kleine und mittlere Unternehmen. Zu diesem Schluss kommen Dr. Harald Jossé und Florian Koss in einem Dossier für die Universität Leipzig und die Deutsche Public Relations Gesellschaft (DPRG). Unter dem Titel „Kommunikations-Controlling für kleine und mittlere Unternehmen (KMU)“ zeigen die Autoren darin, wie sich ein Kommunikations-Controlling auch im kleinen Rahmen umsetzen lässt. 

Ein Kommunikations-Controlling macht auch in kleinen Unternehmen Sinn

Während ein Finanzcontrolling in praktisch allen Unternehmen zum Alltag gehört, leisten sich bisher nur größere Unternehmen auch ein Kommunikationscontrolling. Mit diesem Befund leiten Dr. Harald Jossé und Florian Koss ihr Dossier über „Kommunikations-Controlling für kleine und mittlere Unternehmen (KMU)“ ein. Das Kommunikationscontrolling - neudeutsch: communicationcontrolling – kontrolliert dabei nicht nur den Aufwand von Unternehmenskommunikation, sondern auch deren Ergebnisse. 

Ein Controlling für die Kommunikation macht nach Ansicht von Joffé und Koss auch in kleinen und mittleren Unternehmen Sinn:


So führt ein Kommunikationscontrolling automatisch zum bestmöglichen Einsatz der Mittel. Es spart damit Geld, das gerade in kleinen Unternehmen oft knapp ist. Außerdem erfahren die Mitarbeiter, in deren Verantwortung die Kommunikation liegt, mehr Anerkennung für ihre Arbeit, argumentieren Joffé und Koss. Erst das Controlling macht deutlich, was Öffentlichkeitsarbeit einbringt – außer dann und wann ein Lob von Chef. 

Wirkungsstufenmodell: So misst man den Erfolg von Öffentlichkeitsarbeit 

Ihrem Dossier "Kommunikations-Controlling für kleine und mittlere Unternehmen (KMU)" legen die Autoren ein Wirkungsstufenmodell des Internationalen Controlling Vereins (ICV) und der Deutschen Public Relations Gesellschaft (DPRG) zugrunde, das sich in größeren Organisationen bereits bewährt hat (s. Abbildung 1).


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Abb. 1: Das Wirkungsstufenmodell für das Kommunikationscontrolling (DPRG)

Die Kostenfaktoren von Unternehmenskommunikation – Material- und Personalaufwand - sind in der Regel schon vom Finanzcontrolling festgehalten. Aber wie misst man den Erfolg von Öffentlichkeits- oder Pressearbeit? Die Autoren nennen auch hierfür Beispiele:


Mit den genannten Möglichkeiten kann ein Kommunikationscontrolling die Reichweite der Kommunikationsmaßnahmen messen. Aber wie misst man den Wert von Pressemitteilungen oder Werbeaktionen in Euro und Cent? Jossé und Koss liefern in ihrem Dossier eine Reihe von Vorschlägen, wie man selbst sogenannte "weiche" Faktoren messen kann: 


Entscheidungshilfe für kleine und mittlere Unternehmen

Dr. Harald Jossé und Florian Koss erläutern in "Kommunikations-Controlling für kleine und mittlere Unternehmen (KMU)" ihre Thesen mit zahlreichen Praxisbeispielen und sogar mit Rechenbeispielen. Sicher reichen die 14 Seiten des Dossiers nicht, um Kommunikationscontrolling in allen Details zu erklären. Die Autoren wollen mit der Studie Interesse am Kommunikations-Controlling werben. Und sie wollen vor allem inhabergeführten kleinen und mittleren Unternehmen eine Entscheidungshilfe an die Hand geben.


Die Autoren:

Dr. Harald Jossé ist geschäftsführender Gesellschafter für Finanzen/Controlling von MeinAllergiePortal und lehrt unter anderem Marketing-Controlling an der Goethe-Universität Frankfurt.

Florian Koss ist Teamleiter Verbraucherkommunikation und Internet bei der SCHUFA Holding AG und unter anderem für das Monitoring von Kommunikationsmaß- nahmen zuständig.


letzte Änderung W.V.R. am 24.06.2019
Autor(en):  Wolff von Rechenberg
Quelle:  DPRG, Uni Leipzig
Bild:  AdPic

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