Deloitte-Studie - Eine Standortbestimmung zur Planung in deutschen Unternehmen

Folgt man den derzeitigen Aussagen in den diversen Fachzeitschriften des Controllings, dann ist es um die klassische Unternehmensplanung schlecht bestellt. Das mit hohem Aufwand erstellte Zahlenwerk genieße bei Führungskräften, so wird behauptet, wenig Akzeptanz. Manager der Linie vermissten in den oft rein finanziellen Werken ihre operativen Stellgrößen. Planungsrechnungen würden als unflexibel aufgefasst, da Änderungen in den oft sehr detaillierten interdependenten Zahlenwerken – wenn überhaupt – nur mit sehr großem Aufwand möglich seien, die Abbildung von Szenarien und Simulationen fehle sogar meist völlig.

Oftmals sei die Jahresplanung nach einer langwierigen Erstellungsphase bei ihrer Verabschiedung bereits veraltet. Zudem gelinge es nur wenigen Unternehmen, die strategische und operative Unternehmensplanung zu integrieren. Schnell würde dann das jährliche Planungsprozedere als lästiges Übel, als Pflichtaufgabe für das Controlling wahrgenommen, die zwar erledigt wird, aber ohne dass sich die Linienverantwortlichen mit der von ihnen durchgeführten Planung später auch identifizierten.

Als Zielvorgabe festgeschriebene Budgets entstammten oft eher einem Verhandlungsergebnis als einer realistischen Planung und führten zu einem Taktieren bei der Budgeterstellung. Eine deutlich bessere als die budgetierte Performance würde bei der Budgeterstellung im nächsten Jahr bestraft. Um Budgetziele zu erreichen, bestehe zudem latent die Gefahr einer Manipulation der Zahlen.

Die Vertreter des „Beyond Budgeting“ sehen in der Bindung des Managements an unter solchen Umständen zustande gekommenen Budgetzielen eine grobe, systemimmanente Schwäche und fordern die völlige Abschaffung der auf einer klassischen Budgetierung beruhenden Unternehmensführung. Ihr Argument: Das Festhalten an starren Jahresbudgets unterbinde Innovation, Risikobereitschaft und Initiative. Deshalb haben sie ein Rahmenwerk erarbeitet, das auf radikaler Dezentralisierung von Verantwortung und auf einer von Vertrauen geprägten Unternehmenskultur beruht.

Wir möchten mit dieser Untersuchung darstellen, wie die deutschen Unternehmen in der Praxis tatsächlich planen und werden dazu die folgenden Parameter untersuchen:


Zudem hat uns interessiert, wie zufrieden die Unternehmen mit ihrer Planung sind und welche Verbesserungen sie anstreben. Deshalb haben wir auch die Zustimmung zu einigen der obigen Kritikpunkte erhoben, um festzustellen, ob die überwiegend im internationalen Umfeld geäußerte Kritik auch von deutschen Unternehmen geteilt wird.

 

Download der Studie zur Unternehmensplanung: Blick nach vorn (pdf-Dokument)
 

Bildquelle: Deloitte Deutschland

 

Eine Studie von: Deloitte Deutschland

Deloitte ist eine der führenden Prüfungs- und Beratungsgesellschaften in Deutschland. Das breite Leistungsspektrum umfasst Wirtschaftsprüfung, Steuerberatung, Consulting und Corporate Finance-Beratung. Mit 3.400 Mitarbeitern in 18 Niederlassungen betreut Deloitte seit 100 Jahren Unternehmen und Institutionen jeder Rechtsform und Größe aus allen Wirtschaftszweigen. Über den Verbund Deloitte Touche Tohmatsu ist Deloitte mit 135.000 Mitarbeitern in nahezu 140 Ländern auf der ganzen Welt vertreten.


letzte Änderung am 20.04.2018
Quelle:  www.deloitte.de

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