Frick: Balanced Scorecard revolutioniert d.altbekannt Kennzahlensystem

Visionen und strategische Ziele sind messbare Größen des Erfolgs. Unternehmenslenker müssen ein neues Führungsinstrument in Ihr Repertoire aufnehmen: die Balanced Scorecard. Sie überträgt Strategien in konkrete Maßnahmen. Das Besondere daran: Die Umsetzung ist messbar. 

Wer kennt sie nicht, die strategischen Planungen. Dort werden Visionen formuliert, Ziele vereinbart. Doch im Alltag bleibt oft nicht mehr viel von alledem übrig. Häufig wissen die Mitarbeiter nicht, wie sie die an der Spitze formulierten Vorstellungen umsetzen sollen, sofern sie ihnen überhaupt bekannt sind.

Die Führungskräfte sind oft genauso hilflos. Sie sind es gewohnt, sich primär an finanziellen Messgrößen zu orientieren. Doch Cashflow oder Umsatzerlöse sagen nichts darüber aus, warum bestimmte Unternehmensziele erreicht wurden und andere nicht. Sie bieten somit wenig Anhaltspunkte für steuernde Eingriffe. Die knifflige Frage, auf die Geschäftsführer und Controller eine Antwort suchen, lautet: Wie lassen sich die Finanzdaten mit den nicht finanziellen Erfolgsfaktoren in ein ganzheitliches System bringen?

Die Antwort geben die beiden amerikanischen Wissenschaftler Robert Kaplan und David Norton. Bereits 1992 veröffentlichten sie einen Artikel in der Harvard Business Review in dem sie das Konzept der Balanced Scorecard (BSC) vorstellten. Ihr Buch „Balanced Scorecard“ ist auch in Deutschland ein Fachbuch-Bestseller. Behelfsmäßig lässt sich Balanced Scorecard mit „ausgewogenes Kennzahlensystem“ übersetzen. Die BSC will alle für den Erfolg eines Unternehmens wichtigen Faktoren abbilden, messbar machen und kommunizieren – die Leistungen der Mitarbeiter ebenso wie die Innovationsstärke, die internen Abläufe und die finanziellen Entwicklungen.


Die Scorecards zeigen die Daten in ihren Ursache-Wirkung-Zusammenhängen und bringen sie mit der Vision und den strategischen Zielen des Unternehmens in Einklang. Rainer Michaeli, Gründer und Eigentümer der Unternehmensberatung Die Denkfabrik in Butzbach, weiß jedoch aus seiner jahrelangen Erfahrung, dass es bei vielen Unternehmen an der entscheidenden Voraussetzung hapert, die für die Einführung der BSC unabdingbar ist: der Unternehmens-Strategie. „Ein Unternehmen muss zuerst seine Hausaufgaben machen und die Ziele und Visionen konkret formulieren. Ein Unternehmen, das keine Strategie hat, kann keine Balanced Scorecard einführen“, konstatiert Michaeli.


Mit der Einführung einer BSC wird ein umfassendes Kennzahlensystem entworfen, das sich konsequent an der Unternehmensstrategie orientiert, vergangenheits- und zukunftsorientierte Kennzahlen vereint und auch nicht-finanzielle Messgrößen integriert. Die Kennzahlen werden im Grundmodell vier verschiedenen Perspektiven zugeordnet:


Quelle: www.denkfabrik.de/
Industrieanzeiger 45/200

letzte Änderung Frick am 23.05.2018
Quelle:  www.denkfabrik.de

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