Verschiedene Ausbildungs-Wege zum Controller

Die Berufswahl Controller wurde in den letzten Jahren zunehmend attraktiver. Um Controller zu werden, gibt es mehrere Wege.  Neben dem klassischen BWL-Studium mit Schwerpunkt Controlling und Rechnungswesen, werden zunehmend auch Kurse von privaten Akademien angeboten. Auch speziell auf den Controlling-Bereich zugeschnittenen Trainee-Programme von Unternehmen führen zum Controlling-Spezialisten. Im Folgenden sollen die einzelnen Qualifizierungsmöglichkeiten zum Controller näher vorgestellt werden.

1. Studium

Die erste Möglichkeit, Controller zu werden, ist die Absolvierung eines Controllingstudiums. Dabei werden meist nur betriebswirtschaftliche Studiengänge angeboten, in denen Studenten eine Controllingvertiefung auswählen können. Sie können sich zusätzlich zwischen dem Studium an einer Universität oder Fachhochschule entscheiden. Zwischen Absolventen von Uni und FH werden seit einigen Jahren keine größeren Unterscheidungen mehr vorgenommen. Wichtig ist den Unternehmen, dass diese Praxiserfahrungen, z. B. aus Praktika, mitbringen.

Zudem ist es möglich, zwischen einer privaten und staatlichen Hochschule zu wählen. Private Schulen, die oft Einstellungstests veranstalten, bieten neben guter Betreuung während des Studiums, auch enge Kontakte zu möglichen Arbeitgebern. Einziges Manko dort sind die sehr hohen Studiengebühren, die sich auf mehrere tausend Euro im Jahr belaufen können. An staatlichen Schulen haben Studenten mehr Auswahl bzgl. der Studiengänge. Angehende Controller können so zwischen zahlreichen Hochschulen mit Vertiefungen wählen und sind nicht vom geringen Angebot privater Schulen abhängig. 



2. IHK-Abschluss

Ein weiterer Weg zum Controller führt über den IHK-Abschluss. Allerdings bieten nicht alle Industrie- und Handelskammern den Abschluss zum geprüften Controller an. Informationen sollten im Voraus eingeholt werden, da auch Angebot und Preise sehr unterschiedlich sind. So bieten einige IHKs die Weiterbildung nicht an, andere hingegen verweisen auf kooperierende Institute oder führen die Lehrgänge selbst durch. Weiterhin müssen für die Teilnahme an den Prüfungen bestimmte Voraussetzungen erfüllt werden. Dazu gehören entweder ein Studienabschluss, eine kaufmännische Ausbildung mit vierjähriger Berufspraxis oder eine sechsjährige Berufserfahrung im Controlling. 

Siehe auch : Weiterbildung zum Controller - Fernkurse im Vergleich >>


3. Kaufmännische Praxis

Berufsakademien und Fachhochschulen bieten in Kooperation mit Unternehmen duale Studiengänge an. In diesen ist ein regelmäßiger Wechsel von Studium und Praxis vorgesehen. Bei den ausbildungsintegrierten Studiengängen absolvieren die Studenten vor den Hochschulprüfungen den IHK-Abschluss in ihrem Ausbildungsberuf. Im Anschluss daran wird das Diplom oder der Bachelorabschluss erlangt. In vielen wirtschaftsbezogenen Studiengängen ist es möglich, eine Controllingvertiefung zu wählen. Die praktischen Erfahrungen sind optimal für den späteren Unternehmenseinsatz und Absolventen sind durch das Durchlaufen aller Abteilungen sofort einsetzbar.


4. Traineeprogramme

Hochschulabsolventen können auch über Traineeprogramme in den Controllingbereich einsteigen. Bei allgemeinen Traineeprogrammen arbeiten Trainees, ähnlich wie im dualen Studiengang, in allen Abteilungen des Unternehmens. Am Ende kann die weiterführende Spezialisierung gewählt werden. Hilfreich sind dabei die Beurteilungen durch die einzelnen Arbeitsbereiche. Das Fachtraineeprogramm bereitet auf eine bestimmte Abteilung vor. Trainees werden so bei ihren Controllingaufgaben begleitet, bekommen dennoch Einblicke in den allgemeinen Arbeitsablauf der Firma.


5. Spezielle Controllinglehrgänge

Auch einige Institute und Akademien stellen mittlerweile die Weiterbildung zum Controller bereit. Nach erfolgreicher Teilnahme an verschiedenen Modulen, bekommen Teilnehmer ein institutspezifisches Zeugnis mit den erzielten Noten übergeben. Verschiedene Fakultäten bieten sogar die Vorbereitung auf die IHK-Prüfung zum geprüften Controller an, mit dem ein weiterer Abschluss erreicht werden kann. Unterschieden wird weiterhin in Präsenz- und Fernlehrgänge. Der Präsenzlehrgang zeichnet sich dadurch aus, dass Teilnehmer zu festen Zeiten in der Fachschule Seminare besuchen. Demgegenüber sind Controller-Fernkurse durch das ortsunabhängige Lernen und nur wenige Präsenztermine zur Prüfungsvorbereitung, optimal für Eltern in der Elternzeit sowie für Berufstätige.


 Seminare zur Fortbildung im Controlling finden Sie hier >>




letzte Änderung Sarah Depold am 10.09.2019
Bild:  © PantherMedia / Angelika Antl

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