Controller IHK oder Bilanzbuchhalter IHK

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Controller IHK oder Bilanzbuchhalter IHK
Hallo zusammen,

ich bin der "neue"  :wink1:

Ich bin 31 Jahre alt, habe eine Ausbildung zum Industriekaufmann gemacht und 8 Jahre Berufserfahrung.
Bei meiner Arbeit habe ich zu 60-% mit dem Controlling zu tun, indem ich Abgrenzungen melde, die Planungen  und Abschlüsse mit den Abteilungsleitern bespreche und die ein oder andere Auswertung aus dem System erstelle, sowie
die Plan-IST Ergebnisse analysiere etc. p.p.

Ich würde mich gerne weiterbilden. Der Grund dafür ist, dass ich in meiner Firma zwar recht anspruchsvolle Aufgaben im Bereich Controlling mache, jedoch auf dem Arbeitsmarkt gegen Leute mit Diplom kaum eine Chance habe, mich auf höheres als eine Schbearbeiterstelle zu bewerben.  ( mein Eindruck )

Ich habe den Controller IHK und den Bilanzbuchhalter IHK ins Auge gefasst und mich schon etwas darüber schlau gemacht.
( Internet, mit Chef gesprochen )

Controller IHK:

- bietet genau das, wofür ich mich im Moment interessiere
- kürzere Lehrdauer ggü. dem BiBu


Jedoch ist mein Eindruck, dass diesen Abschluss" kaum jemand "kennt und dieser nicht so angesehen ist.
Ich hätte  quasi bessere Chancen wenn ich mich als BiBu IHK auf ne Controllerstelle bewerbe als mit dem Controller IHK selbst.

BiBu IHK:

- bessere Qualifikation
- breitere Qualifikation - ich bleib flexibler - wer weiß ob ich in 5 Jahren immer noch Controlling machen will.

Jedoch bietet der BiBu teilweise Themen, welche mich nicht interessieren und ich weiß nicht , wie hoch der Anteil an Controlling Themen bei diesem Abschluss ist.  
Mein Chef meinte, dass der BiBu auch viele Themen aus dem Controller IHK abdeckt.
Salop gesagt: BiBu = Controller IHK + X

Es wäre schön, wenn mir jemand helfen könnte, ob diese Einschätzung stimmt.
Bearbeitet: Stefan161 - 11.05.2012 06:33:50
Hallo Stefan,

willkommen in unserem schönen Forum  :wink1:
Sieh dir doch mal die Ausbildungsinhalte der Weiterbildungen genauer an:

Geprüfter Bilanzbuchhalter
Zitat
Prüfungsteil A: Handlungsbereiche:
1. Erstellen einer Kosten- und Leistungsrechnung und zielorientierte Anwendung,
2. Finanzwirtschaftliches Management;
Prüfungsteil B: Handlungsbereiche:
1. Erstellen von Zwischen- und Jahresabschlüssen und des Lageberichts nach nationalem Recht,
2. Erstellen von Abschlüssen nach internationalen Standards,
3. Steuerrecht und betriebliche Steuerlehre,
4. Berichterstattung; Auswerten und Interpretieren des Zahlenwerkes für Managemententscheidungen;

Geprüfter Controller
Zitat
Die Prüfung umfasst folgende Handlungsbereiche:
1. Kostenrechnung und Kostenmanagement,
2. Unternehmensplanung und Budgetierung,
3. Jahresabschlussanalyse,
4. Berichtswesen und Informationsmanagement,
5. Betriebswirtschaftliche Beratung,
6. Führungsaufgaben und Moderation
Die Inhalte klingen wirklich sehr ähnlich, während der Bilanzbuchhalter eher auf weitere steuerliche Inhalte, der Controller hingegen auf repräsentative Inhalte (Führungsaufgaben etc.) geprüft wird.

Wenn du es dir wirklich offen halten möchtest, den Bereich später zu wechseln, finde ich persönlich den Bilanzbuchhalter interessanter.  Anscheinend sind die Bilanzbuchhalter zur Zeit auch sehr gefragt. ;)
Bearbeitet: Neele - 11.05.2012 09:38:32
Viele Grüße Neele :-)
Hallo Stefan161,

der Bibu ist deutlich anspruchsvoller, dafür anerkannter. Controller IHK ist eher gedacht für Leute, die sich zwar schon lange mit dem Thema beruflich beschäftigen, denen aber über ihre Kenntnisse ein anerkannter Nachweis fehlt.

Beim Bibu solltest Du das Thema "Steuern" mögen, da es recht breiten Raum einnimmt.

LG
-Nausicaa
Hallo,  warum verdient dann der Controller im Gehaltsvergleich etwas mehr, als der BiBu, obwohl der BiBu schwerer ist? Oder liegt es am Studium, was der Controller ja meistens hat?
Hallo zusammen,

ich bin selber gelernte Industriekauffrau und habe ebenfalls ( :wink1: Stefan) viele Jahre dem Controlling zugearbeitet. Dann habe ich durch einen Wechsel des Arbeitgebers die Chance erhalten, direkt im Controlling anzufangen. Das war Glück, der Leiter des Finanzwesens war ein ehemaliger Kollege, der mein Potential kannte. Jemand anderes hätte mir wohl nicht die Chance gegeben. Mein Job hat mir dann aufgezeigt, wie groß meine Wissenlücken im Controlling waren (weil: kein Studium der BWL). Daraufhin habe ich den Controller IHK gemacht. Das hat mich den entscheidenden Schritt weiter gebracht. Dieser Abschluss ist übrigens [COLOR=#BB0033]keinesfalls[/COLOR] weitgehend unbekannt! Mittlerweile habe ich mehrmals den Arbeitgeber gewechselt und die Aktzeptanz diese Abschlusses ( ...aber IHK sollte es schon sein!!!!) ist groß. Zugegeben....die großen Konzerne erwarten ein Studium, aber in mittelständischen Unternehmen hat man gute Chancen. Mittlerweile hat sich mein beruflicher Schwerpunkt von der Kosten- und Leistungsrechnung in die Finanzplanung verlagert. Damit ich da besser aufgestellt bin, mache ich zur Zeit die Fortbildung zum Bilanzbuchhalter IHK. Den ersten Teil (Kosten- und Leistungsrechnung + Finanzwirtschaftliche Management) habe ich bereits hinter mir.
Mein Fazit:  Es ist korrekt, das die Ausbildung zum Bilanzbuchhalter viel Inhalte aus dem Controller IHK abdeckt......auf dem Papier!!!
Wenn du jedoch als Controller arbeiten willst, empfehle ich dir unbedingt den Controller IHK. Dort werden die Inhalte der Kosten- und Leistungsrechnung wesentlich (!) tiefer behandelt und es wird auch "rechts und links vom Tellerrand" (d.h. Organisation, Management, Führung, etc.) mehr Wissen vermittelt. Der Bibu bleibt da doch eher oberflächlich.

euch allen einen schönen Tag  8)

Maike
Hallo zusammen,

also ist erst Bilanzbuchhalter und dann Controller der richtige Weg?

Mich interessiert der ils-Fernlehrgang "gepr. Controller (IHK)" da meine Vor-Ort-IHK diesen LG nicht anbietet? Ist dieses dasselbe, als wenn ich diesen an einer IHK absolviere? Ich meine auch genauso anerkannt?

Danke
fragewurm
Hallo fragewurm,

soweit ich weiß, werden bei der IHK nur die Prüfungen abgelegt.

Das Wissen dazu kannst Du m. E. erwerben wo Du willst.

Der ils-Lehrgang bereitet auch nur auf die IHK-Prüfung vor.

Fernstudium: siehe CONTROLLING-Portal.de!

Bis dann!!! Gruß fbausw!!!
Guten Morgen Fragewurm,

welcher Weg richtig ist oder nicht hängt davon ab, wo du hinwillst!

Die Prüfungen der IHK sind bundeseinheitlich und stellen somit einen Standard dar, den ein potentieller Arbeitgeber (und natürlich auch die "Wissensdurstigen") entsprechend einschätzen kann. Natürlich kann man auch Bilanzbuchhalter und Controller Prüfungen in entsprechenden Bildungseinrichtungen ablegen. Der Nachteil dabei ist, das ein Aussenstehender den Wissenstand, der in diesen Prüfungen abgefragt wird, nicht einschätzen kann. Papier ist ja geduldig  8)  !
Wenn aber "IHK" draufsteht, dann weiß jeder, was drin ist. Meine persönliche Erfahrung: IHK ist schwieriger!

Fbausw hat recht, die IHK nimmt (eigentlich) nur die Prüfung ab. Ein Lehrgang direkt bei der IHK ist (glaub ich?) eher die Ausnahme. Du kannst dir also aussuchen, welcher Lehrgang für dich der passende ist....Fernlehrgang ILS mit anschließender Prüfung IHK....warum nicht!

Gruß aus dem Norden
Maike
Hallo zusammen,

danke für eure Antworten.

Gibt es in diesem Forum Erfahrungen mit Fernlehrgängen. Er ist ziemlich teuer, da möchte ich gern vorher wissen, wofür ich mir die Zeit nach einem anstrengenden Arbeitstag reserviere.

Wie funktioniert das? Wie funktioniert die Stoffvermittlung, Studienheft und lesen, was sich andere theoretisch ausgedacht haben? Wie praxisnah ist das? Z.B. unterscheidet man ja immer in variable und fixe Kosten. Bei mir beim Serienfertiger leider nicht. Auch eine Kostenträgerrechnung haben wir leider nicht.

Gibt es bei Fernlehrgängen die Möglichkeit, fragen zu stellen? Ich bin ein wirklicher fragewurm. Man kann man sich zwar einiges erarbeiten. Aber mit welchem Aufwand-Nutzen-Verhältnis? Da wäre mir jmd., den man fragen kann lieber.

Bin gespannt auf eure Antworten.

Liebe Grüße aus der Mitte
fragewurm
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