Wissensbilanz erweist sich als wertvolles Managementinstrument

Umfrage unter Wissensbilanz-Anwendern belegt: Wissensbilanz ist integraler Bestandteil des Managements

Die Wissensbilanz wird nicht nur als internes Steuerungsinstrument genutzt, sie gilt zudem als optimale Ergänzung zu anderen Managementinstrumenten. Das ergab eine aktuelle Umfrage unter den Pilotunternehmen der Initiative "Wissensbilanz - Made in Germany" des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie. Drei Viertel (75%) der befragten Unternehmen sind davon überzeugt, dass die Wissensbilanz typische Instrumente wie Risikomanagement, das ISO Qualitätsmanagement oder die Balanced Scorecard sinnvoll ergänzt. Die Projektverantwortlichen könnten dadurch auf zahlreiche Synergien setzen. Besonders erfolgreich unterstütze die Wissensbilanz aus Sicht der Unternehmen sowohl den Strategieentwicklungsprozess als auch die Implementierung der Strategie, so die Ergebnisse der Befragung.


Wissensbilanzergebnisse als Grundlage für wichtige Entwicklungsmaßnahmen in Unternehmen


Durch die Erstellung einer Wissensbilanz haben viele Unternehmen für sich individuelle Interventionsfelder entdeckt und notwendigen Handlungsbedarf ermittelt. Die Mehrheit (68%) der befragten Unternehmen hat nach Abschluss der wissensbasierten Bilanz mindestens ein Handlungsfeld definiert und dafür Maßnahmen geplant bzw. umgesetzt. Auf Platz 1 der Handlungsfelder (21%) landete das Thema Führungskompetenz, das eine Schulung der Führungskräfte erforderlich macht. Auch bei der Fachkompetenz (18%) ist eine ständige Weiterentwicklung der vorhandenen Wissensbestände durch Fortbildungen der Mitarbeiter für die strategische Ausrichtung im globalen Wettbewerb wichtig.


Zukünftige Anwendung der Wissensbilanz


Alle beteiligten Unternehmen gaben an, auch in Zukunft eine Wissensbilanz durchführen zu wollen, um die Ergebnisse im Zeitverlauf vergleichen, Veränderungen dokumentieren und strategische Ziele kontinuierlich verfolgen zu können. Damit hat sich die Wissensbilanz bereits drei Jahre nach dem Start der Initiative als wertvolles Instrument erwiesen. Die meisten Unternehmen (64%) wollen in einem zweijährigen Turnus eine Wissensbilanz erstellen und dabei auf die bisherigen Elemente der Wissensbilanz zurückgreifen.

Dabei möchte der größte Teil der Anwender alle genannten Elemente der Wissensbilanz beibehalten. Knapp 90% der Befragten gaben an, dass besonders die Ableitung konkreter Maßnahmen zur Unternehmensentwicklung wichtig oder sehr wichtig ist. Auch die Bewertung der Stärken und Schwächen ist für mehr als 80% der Befragten wichtig und mehr als dreiviertel der befragten Pilotanwender erachten die Identifikation von Wirkungszusammenhängen als wichtiges Ergebnis. Die Befragung hat auch ergeben, dass den Unternehmen bei der ersten Wissensbilanz eine eher qualitative Selbsteinschätzung ausreicht. Bei den Folgebilanzen wollen die Pilotunternehmen sich aber auch verstärkt um quantitative Kennzahlen zur Messung des intellektuellen Kapitals bemühen.


Hintergründe der Befragung:


In der aktuellen Phase des vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie geförderten Projekts "Wissensbilanz - Made in Germany" wurde eine Befragung der 38 teilnehmenden Unternehmen aus verschiedenen Branchen durchgeführt. Die Anzahl der Mitarbeiter bei den befragten Unternehmen liegt zwischen 15 bis 312 Mitarbeitern, der Durchschnitt liegt bei 70 Mitarbeitern. Unternehmen aus dem Bereich Informations- /Kommunikationstechnologie sind mit über 30 Prozent in der aktuellen Projektphase am häufigsten vertreten, gefolgt von Unternehmen aus dem Verarbeitenden Gewerbe mit 26 Prozent.


Zur Wissensbilanz:


Ziel einer Wissensbilanz ist es, das intellektuelle Kapital eines Unternehmens greifbar zu machen. Dazu zählen z.B. das Know-how der Mitarbeiter oder die Kundenbeziehung. Diese sind häufig entscheidend für den wirtschaftlichen Erfolg eines Unternehmens, jedoch bisher nur schwer greifbar. Aufgabe ist es daher, diese "weichen Faktoren" in mittelständischen Unternehmen sichtbar zu machen, zu bewerten und ihre Wirkungen auf die Geschäftsergebnisse darzustellen. So können verborgene Schätze, wie brach liegendes Innovationspotenzial und ungenutzte Kompetenzen, gehoben und die Wettbewerbsfähigkeit in der wissensbasierten Wirtschaft nachhaltig gestärkt werden. Vor allem für KMU ist der Wissensvorsprung oft ein entscheidender Wettbewerbsvorteil.



Weitere Hintergrundinformationen zum Thema Wissensbilanz und der Wissensbilanz-Toolbox finden Sie unter: www.akwissensbilanz.org

 

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