Die heutige Zeit ist durch sehr schnelle, dynamische und anhaltende Veränderungen gekennzeichnet. Die ansteigende Dynamik in der Wirtschaft sowie der Verfall der klassischen Massenmärkte, die Individualisierung der Bedürfnisstrukturen und die kontinuierlich wachsende Globalisierung, erfordern von Unternehmen eine flexible und innovative Anpassung. Durch die heutige, durch die Globalisierung bedingte Wettbewerbssituation, die durch eine hohe Intensivität in bestimmten Branchen (Automobilbranche, Unterhaltungselektronik, usw.) herrscht, sind Unternehmen einem immer stärkerem Konkurrenzdruck ausgesetzt.
Die zum Großteil aus dem asiatischem Raum stammenden Wettbewerber schaffen es hohe Marktanteile zu gewinnen, indem sie Produkte mit vergleichbarer und oft genau so guter Qualität, zu niedrigen Preisen, in immer kürzeren Perioden, anbieten. Im Unterschied zu diesen Anbietern zeichnen sich nationale Anbieter durch überteuerte und überfunktionale Produkte aus, für welche die Kunden nicht mehr zu bezahlen bereit sind. Für den größten Anteil der Kundschaft ist das wichtigste Kaufkriterium der Preis geworden. Gleichzeitig werden ebenfalls sehr hohe Qualitätsansprüche an das Produkt gestellt. Dieses Kaufverhalten sowie hohe Kaufzurückhaltung und sehr hoher Preisbewusstsein der Kunden sind angesichts einer gegenwärtig schlechten Wirtschaftslage zu erklären.
Daraus folgt eine Forderung an nationale Unternehmen, eine markt- und kundenorientierte Fertigung qualitativ hochwertiger und gleichzeitig kostengünstiger Produkte, die in kurzen Perioden angeboten werden können, zu leisten. Ein effektvoller Ansatzpunkt zur Behandlung der beschriebenen Problematik des Kostenmanagements stellt in diesem Zusammenhang das Target Costing dar, auch Zielkostenmanagement genannt.
In folgenden Ausführungen dieser Studienarbeit werden zunächst theoretische Grundlagen, Definitionen und Abgrenzungen zu den Themenbereichen des Herstellkosten- als auch des Kosten-Controllings/Kostenmanagements im Bezug auf Target Costing, dargestellt und erläutert. Im Weiteren, aufbauend auf dieser Basis, werden die Grundlagen des Target Costing sowie der Prozess des gleichen erörtert. Anschließend werden Einsatzmöglichkeiten und Grenzen des Target Costing im Herstellkosten-Controlling ermittelt.
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Der Autor
Oliver Talanga hat eine abgeschlossene Ausbildung zum Bürokaufmann und ist angehender Dipl.-Kfm. Er studiert Wirtschaftswissenschaften an der Hochschule für Angewandte Wissenschaften mit dem Schwerpunkt Marketing & Controlling und steht kurz vor seinem Abschluss.
Während seines Studiums hat er sich auf Controlling in Dienstleistungsunternehmen und insbesondere auf Projektergebnisrechnung in dem tertiären Sektor spezialisiert.
| Erstellt von Oliver Talanga am 22.03.2007 |
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