1. Einleitung
Die Chancen-Risiken-Analyse ist ein Teil der SWOT-Analyse . Mit ihrer Hilfe lässt sich feststellen, wie das Unternehmen zu den Veränderungen der Umwelt steht und wo eine Anpassung vorgenommen werden muss. Chancen werden die Umweltveränderungen genannt, die dem Unternehmen positiv zu Gute kommen und z.B. eine Stärke (→ Stärken-Schwächen-Analyse ) noch weiter ausbauen. Risiken sind die Umweltveränderungen, die dem Unternehmen Schaden können. Bei ihnen besteht Handlungsbedarf soweit das möglich ist.
„Durch die Chancen-Risiken-Analyse soll ein Unternehmen also befähigt werden, strategische Entscheidungen bezüglich seiner Stärken und Schwächen rechtzeitig treffen zu können.“1
2. Vorgehen
Es werden als erstes die Umweltfaktoren, die das Unternehmen betreffen, ausgesucht. Dabei werden diese oft in soziokulturelle, technische, politisch-rechtliche, physische und wirtschaftliche Bereiche aufgeteilt.2 Gleichzeitig werden die Ergebnisse der Markt-, Umfeld- und Stärken-Schwächen-Analyse auf Veränderungen hin untersucht.
Stärken, die das Unternehmen von der Konkurrenz abheben, können durch die Umweltveränderungen geschwächt werden. Allgemein wird davon ausgegangen, dass das Unternehmen mit solchen Risiken besser zurecht kommt als die Konkurrenz. Schwächen, die das Unternehmen zeigt, können durch Umweltveränderungen das Unternehmen noch stärker treffen. Diese Analyse hilft dabei, die voraussichtlichen Folgen frühzeitig zu erkennen und gibt dem Unternehmen die Zeit, um Maßnahmen einzuleiten, damit das Risiko nicht zu hoch wird.
Umweltveränderungen können jedoch auch Chancen bieten. Wenn das Unternehmen sie richtig nutzt, kann es Schwächen abbauen und Stärken vorantreiben.
3. Beispiel: Chancen-Risiken-Analyse
Unternehmen: Touristikunternehmen für Inlandurlaub
Veränderung: Nah-Ost-Konflikte
Zur Durchführung einer Chancen-Risiken-Analyse kann zum Beispiel dieses auf Excel basierende SWOT-Analyse-Tool genutzt werden.
Quellen:
1 siehe Planungsmethoden der Strategischen Situationsanalyse , Kap. 4.2.2, M. Markus, 2000.
2 vgl. Das Grosse Handbuch der Strategie-Instrumente, H. Simon, A. von der Gathen , CampusVerlag, 2002, S. 218-219.
| Erstellt von Dana Klempien am 28.01.2009 |
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