1. Definitionen
a) Kooperation
Eine Kooperation ist eine Zusammenarbeit von rechtlich und finanziell unabhängigen Unternehmen. Sie kann auf einen Zeitraum begrenzt sein. Jeder Kooperationspartner verfolgt ein eigenes Ziel und übernimmt eine Aufgabe.
b) Controlling
„Controlling ist ein umfassendes Steuerungs- und Koordinationskonzept zur Unterstützung der Geschäftsleitung und der führungsverantwortlichen Stellen bei der ergebnisorientierten Planung und Umsetzung der unternehmerischen Aktivitäten.“1
2. Arten von Unternehmenskooperationen
Die Kooperationsarten geben Auskunft über die Dauer, die Enge der Zusammenarbeit und die Art des Projektes. Welche Kooperationsart auch immer gewählt wird, sie braucht eine gute Planung sowie eine gewisse Vertrauensbasis unter den Partnern, da jeder Partner Informationen des eigenen Unternehmens freigeben muss und somit das Risiko einer Ausbeutung eingeht.
3. Kooperationscontrolling
Das Controlling ist ein wichtiger Bestandteil einer Kooperation. Es funktioniert wie das Controlling einer unabhängigen Unternehmung. Die Schwierigkeit besteht in der guten Absprache und Koordination sowie in dem Vertrauensverhältnis zu den Partnern. Umso mehr Partner in einer Kooperation mitwirken, desto schwieriger kann sich die Absprache gestalten und umso mehr Interessenskonflikte kann es geben. Deshalb sollten sich die Partner auf ein Kooperationsziel, die Gewinnbeteiligung und die Aufgabenteilung einigen.
Das Controlling sollte aus einem Team von Mitarbeitern aller Kooperationspartnern bestehen, um somit die Richtigkeit und den Informationsfluss der Datenübermittlung zu gewährleisten. Es ist für die Steuerung und Überprüfung der Planung und der Durchführung des Projektes verantwortlich. Es sollte in regelmäßigen Abständen ein Soll-Ist-Vergleich der Werte vorgenommen werden. Sobald diese geplanten Werte von den tatsächlichen Werten abweichen, müssen Maßnahmen eingeleitet werden um weitere Abweichungen zu verhindern.
Veranschaulichungen der Abläufe:
4. Instrumente
Mit dem „Werte-Check“ werden die Wertvorstellungen der Partner miteinander verglichen. Er wird meistens vor einer Zusammenarbeit durchgeführt um festzustellen, ob von dem potentiellen Partner keine Gefahr für die eigene Reputation ausgeht. In einer Checkliste werden standardisierte Kriterien überprüft. Es sollten wichtige Werte des Unternehmens und marktspezifische Werte sein. Diese Kriterien sollten erfüllt sein, damit eine zukünftige Partnerschaft in Erwägung gezogen werden kann.
Durch die Value Balance Card wird der Werte-Check aufgegriffen und weiterentwickelt. Sie soll bei der Entscheidung für oder gegen den potentiellen Kooperationspartner behilflich sein. Sie misst die Ausprägung von kooperationsfördernden Werten, also sie befindet über Ähnlichkeit der Werte des potentiellen Partners mit den Werten des eigenen Unternehmens. Dabei werden die Werte der entscheidenden Personen, also Kontaktpersonen oder Manager, und die des Unternehmens nach außen hin aufgenommen und analysiert.
Quelle:
1 Controlling, Wikipedia, http://de.wikipedia.org/wiki/Controlling
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