Durch abnehmende Produktlebenszyklen, steigende Erwartungen des Kunden und schnellen technologischen Wandel kommt es zu einem verschärften Kostenwettbewerb innerhalb der Branche insbesondere auch im F&E-Bereich. Daher nimmt auch das Controlling in diesem Bereich eine immer wichtigere Rolle ein.
Das F&E- Controlling ist als Regelkreis zu verstehen. Im Zentrum dieses Systems steht die marktorientierte Planung. Daraus entsteht der F&E-Plan mit sämtlichen Zielvorstellungen. Aufgabe des F&E-Controllings ist es nun zudem unvorhergesehene technische Probleme, Planänderungen und übergeordnete Vorgaben zu koordinieren und letztendlich zu realisieren.(1)
Aufgrund der Markt- und Kundennähe muss das F&E-Controlling sämtliche Ziele, die diese Bereiche betreffen, als primäre Ziele kennzeichnen. Der Markt bestimmt somit die Zielgrößen.(2) Zudem ist die ganzheitliche Sicht umzusetzen à jede Aktivität des F&E-Bereiches ist auf unternehmerische Ziele ausgerichtet.
Um Kosten zu sparen und im Wettbewerb Stand zu halten, ist es oberster Priorität des F&E- Controllings, den Zeitfaktor genau zu analysieren. Oft sind ein fehlendes Zeitmanagement und mangelnde Kommunikation zwischen den einzelnen F&E- Abteilungen Grund für die zeitliche Ressourcenverschwendung.(3)
Zu den wichtigsten Instrumenten zählen:
Hierbei bedient sich der Controller verschiedenen Kennzahlen:
Das JIT-Konzept, im F&E-Controlling, zielt auf die Reduzierung von Entwicklungszeiten bei gleichzeitiger Optimierung der Innovations- und Produktionskosten ab. Das F&E-Controlling hat die JIT-Forderungen permanent zu kontrollieren, steuern und planen.(4)
Durch ausgedehnte Entwicklungszeiten besteht die Gefahr, dass das Unternehmen den Anschluss an den Markt verliert und dadurch Prognosefehler entstehen. Durch das JIT-Konzept erhöht sich die Effektivität und Effizienz der Innovationen(5), da sich die F&E-Abteilung auf die richtigen Projekten konzentrieren kann.
Die Ziele des JIT-Konzeptes sind somit:
Die Umsetzung des JIT- Konzeptes im F&E- Bereich fordert Veränderungen in sämtlichen Strukturen, Abläufen und Methodeneinsätzen. Hierbei ist das F&E- Controlling unerlässlich, da "[...] Veränderungen der Vorgehensweise in Innovationsprozessen der permanenten Gefahr, unterlaufen oder vergessen zu werden [...]"(7) unterliegen.
Quellen:
(1) vgl. Klett, 1998, S. 11.
(2) vgl. ebenda, S. 14.
(3) in Anlehnung an Steinle, 1998, S. 486.
(4) vgl. Horvàth, 1996, S.337/419 ff.
(5) vgl. Reinhardt, 1993, S. 29.
(6) vgl. ebenda, S. 30.
(7) ebenda, S. 44.
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Literaturhinweise |
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