1) Notwendigkeit der Balanced Scorecard als ein neues Controlling-Instrument
2) allgemeine Begriffserklärung
„Wie ein Flugsimulator sollte die Scorecard die komlexe Vielfalt von Ursachen und Wirkungen unter den kritischen Variablen beinhalten, einschließlich Flugzeiten, Verspätungen und Warteschleifen, die die Vorgehensweise, den Flugplan der Strategie beschreiben." (2)
Monetäre Kennzahlen zu einem Kennzahlensystem im Sinne der kritischen Erfolgsfaktoren zu verbinden, stellten Norton und Kaplan in Gestalt der Balanced Scorecard da. Der Begriff „balanced" wird verwendet, weil das Unternehmen aus vier verschiedenen Perspektiven betrachtet wird:
a) Finanzperspektive
Finanzielle Kennzahlen sollen erkennen lassen, ob die Strategien des Unternehmens greifen und zu Verbesserungen führen. (3) Zu nennen sind hier Rentabilität, Ergebnis, Finanzkraft, Wachstum und fernere Ziele wie z.B. Kostensenkung. Alle Ziele können so in ein Sharholder Value-Konzept einlaufen. Es wird also nicht nur der Gewinn betrachtet, sondern der Wert des Unternehmens (Wertentwicklung des Unternehmens für Aktionäre). (4) Mögliche Zielformulierungen sind:
b) Kundenperspektive:
Wie wird das Unternehmen aus Sicht der Kunden eingeschätzt? Hier werden somit die Kunden- und Marktsegmente des Unternehmens untersucht. Außerdem wird in quantifizierbare und unquantifizierbare Größen entschieden: (5)

Es erfolgt eine genaue Ausrichtung auf ein bestimmtes Produkt/Verkaufsgebiet. Mögliche Zielformulierungen sind:
b) Prozessperspektive:

Mögliche Zielformulierungen sind:
c) Entwicklungsperspektive:
vgl. http://www.evolog.de

In den Schnittstellen werden Codes eingetragen, um die Intensität der Beziehung aufzuweisen. Nachdem die erste Matrix erstellt wurde, werden die Kundenbedürfnisse in die zweite Matrix verlagert. Hier werden sie den Produkteigenschaften gegenüber gestellt, die zur Erfüllung der Kundenbedürfnisse notwendig sind. Nachdem in der dritten Matrix das Verhältnis von Produkteigenschaften zu Prozesseigenschaften analysiert wurde, wird in der letzten Matrix der Zusammenhang zwischen Prozesseigenschaften und Prozessregelungseigenschaften hergestellt. Dies ist notwendig, um sicherzustellen, dass sich alle Prozesse im Gleichgewicht befinden. (11)
Unter einem Prozess wird „eine auf die Einbringung eines Leistungsoutputs gerichtete Kette von Aktvitäten" (12) verstanden. Unterschieden wird in Hauptprozesse, welche die gesamte Aktivitätenkette betreffen, und Teilprozesse, welche lediglich einer Kostenstelle zugeordnet sind. (13) Juran nennt diese Makro- und Mikroprozesse. Für den idealen Marktprozess werden von Juran dabei folgende Kriterien definiert:
3) Beispiel einer Balanced Scorecard (BSC)

4) das eigentlich Neue
5) Probleme bei der Umsetzung
Fehler entstehen meist schon mit der Implementierung der BSC im Unternehmen. Vorrangig wirkt sich hierbei der Informationsmangel aus. Die Ausrichtung auf die langfristige Strategie des Unternehmens, die Notwendigkeit der Identifikation von Zielen und der Erschaffung von Kennzahlen für verschiedene Bereiche sowie deren Verknüpfung über Ursache-Wirkungs-Beziehungen, stellen eine Herausforderung für die meisten Unternehmen dar. (17) Praktische Erfahrungen zeigen, dass die Umsetzung von Strategien die meisten Schwierigkeiten aufwerfen. Sowohl die Umsetzung der Unternehmensstrategie, als auch die Umsetzung von Managementkonzepten sind hiervon betroffen. (18) Die Einführung der BSC in ein Unternehmen ist eine Projektarbeit, bei der folgende Schritte implementiert werden müssen:
1. Analysephase
2. Konzeptionsphase
3. Realisierung
Quellen:
(1) vgl. unister.de (Autor unbekannt)
(2) Kaplan / Norton, 1997, S. 28.
(3) vgl. Horváth, 1996, S. 559.
(4) vgl. Probst, 2000, S. 10.
(5) vgl. ebenda, S. 10 ff.
(6) vgl. ebenda, S. 12.
(7) vgl. ebenda, S. 12 ff.
(8) Probst, 2002, S. 13.
(9) vgl. Horváth, 1996, S. 560.
(10) vgl. Juran, 1993, S. 36 ff.
(11) vgl. Horváth, 1996, S. 561.
(12) Horváth, 1996, S. 532.
(13) vgl. Horváth, 1996, S. 532.
(14) vgl. ebenda, S.561 ff. sowie Juran, 1993, S. 36.
(15) vgl. Horvath, 1996, S. 562.
(16) vgl. unister.de (Autor unbekannt)
(17) vgl. ebenda
(18) vgl. Friedrich/ Fratschner, 1999.
(19) vgl. Probst, 2000, S. 16.
| Erstellt von Stefan Jankowiak am 07.02.2008 |
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