Die angespannte wirtschaftliche Lage hat die deutschen Finanzabteilungen in puncto Gehälter noch nicht erreicht. So gaben gut zwei Drittel aller Teilnehmer an der großen Gehaltsumfrage von Robert Half Finance & Accounting an, 2008 eine Gehaltserhöhung von durchschnittlich fünf Prozent erhalten zu haben. Für den „Gehaltsspiegel Finanz- und Rechnungswesen 2008/2009“ ließ der in diesem Bereich führende Personaldienstleister über 2.600 anonyme Fragebögen aus Deutschland auswerten.
Insgesamt umfasst die Übersicht Gehälter, Gehaltsentwicklungen, Zusatzleistungen und Qualifikationen für zwölf Berufe in den Bereichen Buchhaltung, Credit Management, Controlling, Management und Treasury.
Deutsche Finanzexperten konnten 2008 mit der Entwicklung ihrer Gehälter zufrieden sein. Der Trend wies klar nach oben und auch bei den Zusatzleistungen investierten die Arbeitgeber großzügig in ihr Personal. Über die stärksten Zuwächse konnten sich Mitarbeiter im Credit Management sowie Angestellte in Führungspositionen freuen. In diesen Bereichen erhielten 70 bzw. 69 Prozent aller Mitarbeiter eine Gehaltserhöhung um durchschnittlich 5,4 Prozent. Ein Credit Manager verdient jetzt nach drei bis fünf Jahren Berufserfahrung zwischen 43.000 und 54.000 Euro pro Jahr, im Management schwanken die Jahresbruttogehälter zwischen 55.000 und 85.000 Euro.
Auch die Sondervergünstigungen fallen je nach Bereich und Position unterschiedlich aus. Die Top 3 der Zusatzleistungen sind vermögenswirksame Leistungen, Weihnachts- und Urlaubsgeld sowie flexible Arbeitszeiten. Darüber hinaus spielen Bonuszahlungen eine wichtige Rolle in der Gehaltsstruktur der Finanzexperten: Durchschnittlich betragen sie etwa 14 Prozent der Jahresgehälter. Spitzenreiter bei den Sonderzahlungen sind mit durchschnittlich 17 Prozent des Jahresgehalts die Manager, während das Schlusslicht mit 12 Prozent die Mitarbeiter im Treasury bilden.
Ohne Fleiß kein Preis
Um in den Genuss dieser Leistungen zu kommen, arbeiten die Spezialisten im Finanz- und Rechnungswesen hart. Die durchschnittliche Wochenarbeitszeit liegt bei etwa 44 Stunden. Am fleißigsten sind die Manager mit durchschnittlich 47 Stunden, während die Buchhalter ihre Arbeit in 41 Stunden erledigen können.
„Mit den gestiegenen Gehältern im Finanz- und Rechnungswesen bestätigt sich ein Trend, der sich bereits in unserer ersten Gehaltsumfrage 2006/2007 abzeichnete. Diese Entwicklung ist zum einen sicher der Anfang 2008 noch relativ guten Wirtschaftslage geschuldet, zum anderen hinterlässt der Fachkräftemangel nach wie vor seine Spuren auf dem Arbeitsmarkt“, erläutert Sven Hennige, Managing Director Central Europe bei Robert Half International, die Ergebnisse des neuen Gehaltsspiegels.
Der „Gehaltsspiegel Finanz- und Rechnungswesen 2008/2009“ steht im Internet unter www.roberthalf.de zum Download zur Verfügung.

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